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Börse
01. Dezember 2012 18:06; Akt: 01.12.2012 18:10 Print
Topmanager werfen Aktien auf den Markt
von Hans Peter Arnold - Der Swiss Market Index notiert auf dem Jahreshöchststand. Doch der Wind könnte schon bald drehen, wenn die Schweizer Topmanager Recht behalten.
Die Topmanager von Schweizer Konzernen trauen dem Börsenhoch nicht und drücken auf die Bremse.
Der Swiss Market Index (SMI) ist am Freitag zwischenzeitlich auf über 6840 Punkte gestiegen. Das bedeutet ein neues Jahreshoch. Der Trend könnte allerdings bald wenden. Denn die Schweizer Topmanager sind vorsichtiger geworden: Das zeigt ihre Handelsaktivität an der Schweizer Börse.
Mehr Transparenz an der BörseSeit Mitte 2005 gelten an der Schweizer Börse spezielle Richtlinien für die Offenlegung von Management-Transaktionen. Ziel ist es auch, mit der neuen Transparenz Insidergeschäfte, die durch einen Wissensvorsprung entstehen können, zu vermeiden. Eine meldepflichtige Person muss jede Transaktion innerhalb von zwei Börsentagen ihrer eigenen Firma melden. Die Unternehmung muss ihrerseits innerhalb von drei Börsentagen eine Meldung an die Schweizer Börse erstatten. Bis April 2011 mussten Transaktionen unterhalb des Schwellenwertes von 100'000 Franken gemeldet, nicht jedoch publiziert werden. Seither müssen jedoch sämtliche Käufe von Beteiligungspapieren veröffentlicht werden.
Das Verhältnis der Käufe zu den Verkäufen von Wertpapieren der eigenen Unternehmung liegt im November bei 0.80 (Oktober: 1.01). Mit anderen Worten: Der Anteil der Käufe an sämtlichen Transaktionen ist mit 44,6 Prozent so tief wie seit Mai 2011 nicht mehr.
Wink mit dem Zaunpfahl
Wenn Chefs ihre eigenen Aktien als überbewertet betrachten und sich von ihnen trennen, dann ist dies für die Anleger ein Wink mit dem Zaunpfahl. Umgekehrt sind zahlreiche Zukäufe ein ermutigendes Zeichen. Die so genannten Management-Transaktionen geben somit den Aktionären interessante Hinweise über die Einschätzung zur entsprechenden Unternehmung wie auch zur Wirtschafts- und Börsenlage generell.
«Management-Transaktionen stellen für die Anleger ein zusätzliches Informationskriterium dar», hält Sven Bucher, Chefanalyst der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Allerdings seien nebst der Anzahl Management-Transaktionen auch das Volumen der getätigten Käufe und Verkäufe relevant.
Luxus-Aktien im Ausverkauf
Im Wert von mehreren Millionen Franken Aktien abtgestossen haben unter anderem Topmanager von Richemont, Swatch Group, Novartis und Nestlé. Die Aktie des Genfer Luxusgüterherstellers Richemont (mit Marken Cartier, IWC und Montblanc) stieg innert Jahrefrist um 42 Prozent. Richemont ist mit 9,3 Milliarden Franken inzwischen mehr wert als der japanische Sony-Konzern.
41,4 Prozent mehr Verkäufe
Lediglich 99 Transaktionen wurden im Verlaufe des Monats Novembers als Käufe gemeldet, das sind 43 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Weiter weist die SIX Swiss Exchange 123 Verkäufen von Wertpapieren der eigenen Unternehmung aus - die Zahl der Verkäufe stieg somit innert Jahresfrist um 41.4 Prozent.
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Alle 12 Kommentare

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Wird nur umgeschichtet
Die Aktien werden geschmissen um gewisse andere zu kaufen, um sich so rechzeitig auf die Jahresendrally zu postitionieren.
Management-Transaktionen Online?
Und wo Online sind diese Management-Transaktionen in Prozent sichtbar? Zitat: "Nov. bei 0.80%, Okt. 1.01%" und "Anteil der Käufe 44.6%"?.
Lieber Freddie
Bitte nicht die Ratio mit Prozenten verwecheln. Käufe 44.6%, d.h. es gab 55,4% Aktienverkäufe. Dreisatz: 55.4:100=44.6:x; X=0.805 (Ratio kaufen/verkaufen). Wenn es also im November 99 Käufe gab, gab es auch 123 verkaufte Aktien.
Gerissen?
Oder, weil er über Neujahr sein Portfolio stutzen will, damit es auf dem relevanten Abschluss zum 31.12 weniger zu versteuern gibt.
hahahah
... Du machste sicher keine Finanztransaktionen, denn wenn man Aktien verkauft, kriegt man Geld aufs Konto, welches man VERSTEUERN muss. ;-)
Denkste!
ha, ha , ha am Jahresende transferieren auf ein anderes konto, beim ersten ist das Geld weg, beim zweiten noch nicht drauf, kapiert?
Falsch, Banker.
An Banker: Auch das stimmt nicht. Kapitalgewinne sind nicht zu versteuern! Egal ist auch, ob du Aktien oder Geld hast. Als Vermögen ist beides zu versteuern.