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Atomdebatte
02. Mai 2011 17:37; Akt: 02.05.2011 18:17 Print
Economiesuisse beharrt auf Kernenergie
Der Schweizer Wirtschaftsverband will keine «überstürzten, unkorrigierbaren und unrealistischen» Entscheide in der Atomfrage. Mit anderen Worten: Economiesuisse hält an der Kernenergie fest.
Die Option Kernenergie müsse in der Schweiz auch nach dem AKW-Unfall in Japan offen bleiben, fordert der Wirtschaftsverband Economiesuisse. Zentrales Element der Energiepolitik müsse die Konkurrenzfähigkeit der Schweiz und ihrer Arbeitsplätze sein.
Bildstrecken AKW in der Schweiz und der Widerstand dagegenTschernobyl und die SchweizHier sollten keine Atomkraftwerke stehen Infografik AKW-Standorte Schweiz Schweiz involviert in Sicherheitstbericht zu AKW FessenheimFrankreich hat die Schweiz eingeladen, den Bericht unabhängiger Experten über die Sicherheit des Atomkraftwerks Fessenheim zu untersuchen. Das Dokument werde Ende Jahr vorliegen, sagte Bundesrätin Doris Leuthard nach offiziellen Gesprächen in Paris, wo sie sich mit der französischen Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet getroffen hatte.
Über den Bericht beraten soll eine französisch-schweizerische Kommission für nukleare Sicherheit und Strahlenschutz. Dieser gehören auf Schweizer Seite Experten des Bundes und eine Delegation des Kantons Basel-Stadt an.
«Diese Prozedur scheint mir völlig akzeptabel und transparent», sagte Leuthard. «Solange wir keine Meinung unabhängiger Experten erhalten haben, ergibt es überhaupt keinen Sinn die Schliessung dieses Atomkraftwerks zu verlangen.»
Das AKW Fessenheim, 40 Kilometer nördlich von Basel, gerät wegen seines hohen Betriebsalters immer mehr in die Kritik - insbesondere seit der Atomkatastrophe von Fukushima. Der Kanton Jura, die Halbkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, die französische Region Franche-Comté und der Stadtrat von Strassburg haben inzwischen die Schliessung des Werks gefordert. (sda)
Der economiesuisse-Vorstandsausschuss hat am Montag in Zürich einstimmig eine Resolution verabschiedet. Darin legt er die Hauptanliegen der Schweizer Wirtschaft in Bezug auf die Energiepolitik dar. Er warnt unter anderem vor «überstürzten, unkorrigierbaren und unrealistischen Entscheiden».
Es sei nötig, eine Schweizer Gesamtenergiestrategie zu entwickeln. Diese müsse Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, ökologische und Risikokriterien in Einklang bringen und die Standortattraktivität gewährleisten. Kurzfristige Entscheidungen und langfristige Notwendigkeiten und Chancen müssten zusammengehen.
Auch Ausbau erneuerbarer Energien notwendig
Die Gesamtstrategie solle Wettbewerb und Innovation als massgebliche Motoren der Entwicklung respektieren, heisst es in der Resolution. Auch der Ausbau erneuerbarer Energien, eine weitere Steigerung der Energieeffizienz und internationale Stromabkommen seien notwendig.
Dennoch bleibe der Bau der «notwendigen Kraftwerkkapazitäten» unverzichtbar. Und hierbei müsse die Option Kernenergie offen bleiben - namentlich mit Blick auf ihre weitere technologische Entwicklung.
Unternehmen brauchen 60 Prozent von Strom
60 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs gehe auf das Konto von Unternehmen und ihrer Arbeitsplätze, schreibt der Verband. Eine «sichere, zuverlässige, wettbewerbsfähige, unabhängige und klimaschonende» Energie- und Stromversorgung sei denn auch eine «Schicksalsfrage» für den Werkplatz Schweiz.
Falls die Bewilligungsverfahren für die auslaufenden AKW blockiert blieben, brauche es als Übergangslösung zwingend mehr Gaskombikraftwerke. Die Kompensation des zusätzlichen CO2-Ausstosses müsse aus Gründen der Effizienz und der Wirtschaftlichkeit zu einem wesentlichen Teil im Ausland erfolgen.
(sda)
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Alle 62 Kommentare
































@Daniel Christinant
Im Vornamen des Präsidenten der Economiesuisse sind eben die vier Buchstaben G E L D enthalten.
Kommerzielle Betriebsaufnahme AKW
Mühleberg: 6. November 1972, Fessenheim: 1. Januar 1978, Gösgen: 1. November 1979. Fessenheim ist das älteste noch in Betrieb befindliche Kernkraftwerk
vor allem energie sparen
nicht nur wir , sondern auch die wirtschaft sollte unverzüglich viel sorgfältiger mit energie umgehen . DAS wäre der anfang . und der ist die beste sofortmassnahme