Atomdebatte

02. Mai 2011 17:37; Akt: 02.05.2011 18:17 Print

Economiesuisse beharrt auf KernenergieEconomiesuisse beharrt auf Kernenergie

Der Schweizer Wirtschaftsverband will keine «überstürzten, unkorrigierbaren und unrealistischen» Entscheide in der Atomfrage. Mit anderen Worten: Economiesuisse hält an der Kernenergie fest.

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Die Option Kernenergie müsse in der Schweiz auch nach dem AKW-Unfall in Japan offen bleiben, fordert der Wirtschaftsverband Economiesuisse. Zentrales Element der Energiepolitik müsse die Konkurrenzfähigkeit der Schweiz und ihrer Arbeitsplätze sein.

Der economiesuisse-Vorstandsausschuss hat am Montag in Zürich einstimmig eine Resolution verabschiedet. Darin legt er die Hauptanliegen der Schweizer Wirtschaft in Bezug auf die Energiepolitik dar. Er warnt unter anderem vor «überstürzten, unkorrigierbaren und unrealistischen Entscheiden».

Es sei nötig, eine Schweizer Gesamtenergiestrategie zu entwickeln. Diese müsse Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, ökologische und Risikokriterien in Einklang bringen und die Standortattraktivität gewährleisten. Kurzfristige Entscheidungen und langfristige Notwendigkeiten und Chancen müssten zusammengehen.

Auch Ausbau erneuerbarer Energien notwendig

Die Gesamtstrategie solle Wettbewerb und Innovation als massgebliche Motoren der Entwicklung respektieren, heisst es in der Resolution. Auch der Ausbau erneuerbarer Energien, eine weitere Steigerung der Energieeffizienz und internationale Stromabkommen seien notwendig.

Dennoch bleibe der Bau der «notwendigen Kraftwerkkapazitäten» unverzichtbar. Und hierbei müsse die Option Kernenergie offen bleiben - namentlich mit Blick auf ihre weitere technologische Entwicklung.

Unternehmen brauchen 60 Prozent von Strom

60 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs gehe auf das Konto von Unternehmen und ihrer Arbeitsplätze, schreibt der Verband. Eine «sichere, zuverlässige, wettbewerbsfähige, unabhängige und klimaschonende» Energie- und Stromversorgung sei denn auch eine «Schicksalsfrage» für den Werkplatz Schweiz.

Falls die Bewilligungsverfahren für die auslaufenden AKW blockiert blieben, brauche es als Übergangslösung zwingend mehr Gaskombikraftwerke. Die Kompensation des zusätzlichen CO2-Ausstosses müsse aus Gründen der Effizienz und der Wirtschaftlichkeit zu einem wesentlichen Teil im Ausland erfolgen.

(sda)

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  • Belustigter Leser am 03.05.2011 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    @Daniel Christinant

    Im Vornamen des Präsidenten der Economiesuisse sind eben die vier Buchstaben G E L D enthalten.

  • Überraschter Leser am 03.05.2011 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Kommerzielle Betriebsaufnahme AKW

    Mühleberg: 6. November 1972, Fessenheim: 1. Januar 1978, Gösgen: 1. November 1979. Fessenheim ist das älteste noch in Betrieb befindliche Kernkraftwerk

  • claire grube am 03.05.2011 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    vor allem energie sparen

    nicht nur wir , sondern auch die wirtschaft sollte unverzüglich viel sorgfältiger mit energie umgehen . DAS wäre der anfang . und der ist die beste sofortmassnahme

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