Faraday Future

11. November 2015 08:28; Akt: 11.11.2015 08:28 Print

Wer ist der neue Tesla-Konkurrent?

Eine US-Firma will eine Milliarde Dollar in ein neues Elektroauto investieren. Ist das Start-up eine Tarnfirma fürs Apple-Auto, oder steckt ein chinesischer Milliardär dahinter?

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Noch hat der Elektroautobauer Faraday Future kein einziges Fahrzeug präsentiert – und doch ist die Tech-Branche ganz aufgeregt ob den Plänen der Amerikaner. Das Start-up hat Ende letzter Woche angekündigt, in einer ersten Phase eine Milliarde US-Dollar in die Entwicklung eines zukunftsgerichteten und vollständig vernetzten Elektrofahrzeugs zu investieren. Neben der Produktion von Fahrzeugen experimentiert die Firma auch im Bereich des autonomen Fahrens. «Heutige Autos erfüllen einfach nicht die aktuellen Anforderungen», sagte Vizepräsident Nick Sampson laut einer Medienmitteilung.

Doch wer steckt hinter dem Projekt? In Erscheinung tritt bisher nur der ehemalige Tesla-Ingenieur Nick Sampson. Neben ihm werden auf der Firmenwebsite noch zwei weitere Vizepräsidenten aufgeführt, die beide ebenfalls ehemalige Tesla-Topmanager sind. An Bord ist zudem Richard Kim, ehemaliger Chefdesigner bei BMW und dort verantwortlich für die elektrischen i-Modelle. Das «Wall Street Journal» hat Sampson nach den Geldgebern im Hintergrund gefragt, doch dieser antwortete lediglich, man halte die Partner geheim.

Chinesischer Milliardär als Financier?

Wie der Tesla-Konkurrent aussehen wird, ist noch weitgehend unbekannt. Auf der Website werden nur die Umrisse eines Fahrzeuges angedeutet. Die Geheimnistuerei hat dazu geführt, dass Gerüchte über die wahren Besitzer kursieren. Steckt etwa Apple hinter dem Autobauer, um damit sein Autoprojekt getarnt fortzusetzen, fragt die Tech-Plattform Golem. Laut Bloomberg steckt allerdings der chinesische Milliardär Jia Yueting hinter Faraday Future, der mit der populären Online-Video-Firma Leshi reich geworden ist.

In ihrer Medienmitteilung schreibt die Firma, dass sie weltweit mehr als 400 Auto- und Technologieexperten beschäftige. Derzeit werden weitere Spezialisten gesucht. Noch ist unklar, wo genau die Firma ihre Zelte aufschlagen wird. Denkbar seien Standorte unter anderem in Kalifornien oder Nevada – den genauen Firmenstandort will die Firma in den nächsten Wochen bekannt geben. Laut Gerüchten zieht es Faraday Future in ein ehemaliges Entwicklungsareal von Nissan in Kalifornien.

(sas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beobachterin am 11.11.2015 08:38 Report Diesen Beitrag melden

    Autobauer in Eurozone im Tiefschlaf ?

    Bedenklich ist der Umstand, dass wir hier in Europa dazu nicht faehig sind. Woran liegt es, dass Europa hier nichts zu bieten hat.

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  • D. Keller am 11.11.2015 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Wie auch immer: Konkurrenz belebt das Geschäft. Höhere Innovation und vielleicht auch mal Preise für Normalsterbliche.

  • deruedi am 11.11.2015 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dehalt

    gut, ich gebs zu - ich bins... der mediendruck wurde mir schlicht zu viel :D

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Kummer am 11.11.2015 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    mit Chefdesigner

    von BMW - OK, dann wird das nichts. Ich will ein schönes Auto und keine Gräuelkarre mit Seifenkistenräder und Colani Stühlen :P

  • nix tesla am 11.11.2015 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    Tesla, nichts von Tesla!

    Wie ich das hasse: "Tessla", Das Auto hat nichts mit dem Erfinder "Nikola Tesla" zu tun. Dennoch nennen sie sich einfach so, damit es vermutlich besser vermarktet werden kann. Hinzu kommt, das die Europäer dermassen von verschlafen sind in der Technik der Fortbewegung. Mit unserem Wissen sollten wir und bereits umweltfeundlich durch die Lüfte bewegen können - aber nein, die Forschung dazu würde zu viele Kosten verursachen und der Gewinn würde schrumpfen. So fahren die meisten also heute noch mit Benzin und Diesel.

    • Seppi-NW am 12.11.2015 18:51 Report Diesen Beitrag melden

      Nikola Tesla ist tot...

      und er war ein genialer Erfinder. Der Firmennamen ist eine Huldigung an diesen genialen Ingenieur, der seiner Zeit weit voraus war! Nicht der Name ist bei der Vermarktung der Strategische Erfolgsfaktor, sondern die ausgereifte Technik!

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  • Oskar Mate am 11.11.2015 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    @Beobachterin

    Sie irren sich. Mehr als 50% der Teile aus dem Tesla stammen von der Firma Bosshard in Zug. Nur wissen das nicht so viele. Wir Schweizer sind also mitten drin, statt nur dabei :-)

  • Nikola Tesla am 11.11.2015 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht gleich..

    Alles was nachher kommt ist eine Kopie des Originals,

  • D. No am 11.11.2015 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fahrgefühl

    Hm, bin ich der Einzige, der auch in Zukunft aus purem Fahrgenuss sein nach Motorengeräuschen klingendes Auto noch selber lenken möchte?

    • Kurt am 11.11.2015 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @D. No

      Nein und wie die verkaufazahlen zeigen sogar weit in der Mehrheit. Das ist wieder mal ein Trend. In 10 Jahren gibt es die meisten Hersteller nicht mehr. Den Trend gab es in den 80er schon mal. sogar einen elektronischen Golf

    • MobileFuture am 12.11.2015 00:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @kurt

      Weit gefehlt in ca 10 jahren werden Sie mit ihrem Oldtimer herumknattern während die andern die Zukunft des Verkehrs geniessen: COD. Die Autofahrer haben immer das sentimentale Bedürfnis in der Vergangenheit bleiben zu wollen oder ist das jetzt eine einfach schweizer Eigenart?

    • Seppi-NW am 12.11.2015 18:56 Report Diesen Beitrag melden

      @Kurt

      Der Verbrennungsmotor mit einem Wirkungsgrad von weniger als 40%, einem so schwachen Drehmoment, dass es ein Getriebe braucht wird in 10 Jahren als technische Peinlichkeit nur noch belächelt.

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