Konsum

16. Juni 2017 15:19; Akt: 16.06.2017 15:24 Print

Schweizer Preise sind 60 Prozent über EU-Schnitt

Konsumenten in der Schweiz zahlen weiterhin die höchsten Lebensmittelpreise Europas. Auch Hotels und Restaurants sind nirgendwo teurer.

storybild

73 Prozent mehr zahlen für Nahrungsmittel: Aufnahme in einem Basler Supermarkt. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Christian Beutler)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die drei teuersten Länder Europas befinden sich alle ausserhalb der EU. Generell liegen die Preise hierzulande für Konsumenten 61 Prozent über dem EU-Niveau. Hinter der Hochpreisinsel Schweiz folgen Island und Norwegen. Konsumgüter und Dienstleistungen waren dort 2016 im Schnitt 47 beziehungsweise 40 Prozent teurer als in der Union, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat errechnet hat.

Zwischen den einzelnen Ländern gibt es zum Teil riesige Preisunterschiede. So kostete der Erwerb eines repräsentativen Warenkorbs in Dänemark, dem teuersten Pflaster der EU, fast dreimal mehr als in Bulgarien und Rumänien. In den beiden billigsten Staaten bezahlten Konsumenten nur etwa die Hälfte des EU-Durchschnitts.

Island und Norwegen ebenfalls an der Spitze

Die Preise für Nahrungsmittel lagen letztes Jahr in der Schweiz 73 Prozent über dem europäischen Mittel. Einzig in Norwegen war das Preisniveau (plus 63 Prozent) annähernd so hoch. Von den Nachbarländern lockt Deutschland mit den relativ günstigsten Lebensmittelpreisen (plus 6).

Bekleidung war 2016 in der Schweiz 43 Prozent teurer als im EU-Durchschnitt. Nur in Island kleiden sich die Bewohner noch teurer (plus 63 Prozent). Auch für Alkohol und Tabak müssen die Isländer zusammen mit den Norwegern am tiefsten in die Tasche greifen. Bei diesen Produkten rangiert die Schweiz erst auf dem sechsten Platz (plus 28 Prozent).

Schweiz auch für Touristen am teuersten

Die Preise für Unterhaltungselektronik lagen hierzulande sogar leicht (minus 3) unter dem europäischen Mittel. Auch bei den Kosten für private Verkehrsmitteln kann die Schweiz mithalten (plus 3). Bei den Dienstleistungen von Hotels und Restaurants wiederum figuriert sie 67 Prozent über dem EU-Schnitt und damit auf dem unrühmlichen ersten Platz.

Österreich (plus 3) und Italien (plus 4) bewegen sich in diesem Sektor nahe am EU-Mittel. Am günstigsten nächtigen und tafeln Touristen auf dem Balkan. In Bulgarien und Albanien berappen sie dafür nicht einmal die Hälfte der durchschnittlichen EU-Preise.

(sep/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gut am 16.06.2017 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Nuss

    Und dann fragen sich einige Politiker weshalb die so viel weniger verdienenden Schweizer des Mittel- und Untersttandes in Deutschland einkaufen gehen. Ja, hier sehen wir den berechtigten Grund

    einklappen einklappen
  • egal am 16.06.2017 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig aber wahr

    unglaublich.... ich arbeite 80% habe eigentlich einen guten Lohn... aber mit den hohen Mieten, Versicherungen, Krankenkassen und Essenskosten bleibt mir trotz allem ende Monat nicht mehr als 200.- Fr zum sparen. Eigentlich traurig.

    einklappen einklappen
  • olaf am 16.06.2017 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Olafsson

    Dies ist der Grund, weshalb immernoch so viele Schweizer im Ausland Einkaufen gehen!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • einkaufstourist am 18.06.2017 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die Qual der wahl

    jetzt geht's los..... ein Lohn - 4 personen! 5 Minuten bis zur Migros, 15 Minuten bis zu dm oder Edeka! genau das gleiche Produkt- in der Migros 24.- , im Edeka oder dm 14 Euro.... ja jetzt.... wofür entscheide ich mich? Und nein! Ich muss nicht an die Schweizer Wirtschaft denken! in erster muss ich an meine Kinder denken!

  • chrigisigi am 18.06.2017 19:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ueberteuerte Schweiz!!!

    Ich lebe im Ausland. Mein Mann und ich versuchen, jedes Jahr in der Schweiz Ferien zu machen. Vor vielen Jahren konnten wir uns Restaurants und Zugbillette ohne weiteres leisten. Das hat alles aufgehoert. Seit etlicher Zeit liegen Restaurant Besuche, Hotelaufenthalte und Zugbillette einfach nicht mehr im Budget. Jetzt mieten wir uns Wohnung und Auto, Kochen eine Mahlzeit zuhause und sonst ist die Verpflegung aus dem Rucksack. Die Schweiz ist viel, viel zu teuer und oftmal kriegt man nicht, wofuer man bezahlt punkto Menge und Qualitaet. So schade!!!

  • Märk am 18.06.2017 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gelg

    und wieviel sind die Löhne höher? Svhweizer Lohn fordern und EU-Preise bezahlen. Irgendwann geht das nicht mehr...

  • Migros, Coop und alle Detailhändler am 18.06.2017 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Detailhändler kaufen ja auch im Ausland

    unsere Politiker wollen den Freibetrag fürs Einkaufen im Ausland von 300 auf 50.- Franken senken. Warum? Ich wäre sofort dafür, aber Alle Detailhändler müssten verpflichtet werden, mindestens 90% Ihrer Ware in der Schweiz einzukaufen. Diese Kaufen ja Ihre Artikel genau so im Ausland, und verscherbeln diese massiv überteuert in der Schweiz, und beschweren sich, dass viel im grenznahmen Ausland einkaufen.

  • Ich am 18.06.2017 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schönheit hat ihren Preis

    Im schönsten Land der Welt muss es dementsprechend teurer sein ! Das muss so sein, Schönheit hat Ihren Preis !