Neue Organisation bei Globus

12. Mai 2017 10:04; Akt: 12.05.2017 13:33 Print

Marke Schild verschwindet – 80 Stellen weg

Die Migros richtet ihre Warenhauskette Globus neu aus. Die Marke Schild verschwindet. In der Zentrale werden 80 Jobs abgebaut.

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Die Modekette Schild, die zu Globus gehört, und die Marke Herren-Globus werden verschwinden. Sie werden bis 2019 unter der Dachmarke Globus vereint. Im Zuge der Reorganisation werden in den nächsten eineinhalb Jahren in der Zentrale in Spreitenbach 80 von 400 Stellen abgebaut, etwa im Marketing und im Einkauf. Insgesamt beschäftigt Globus rund 3400 Angestellte.

Der Stellenabbau soll in den nächsten anderthalb Jahren erfolgen, wie die Migros an einer Medienkonferenz bekannt gab. Globus ist Teil der Migros-Gruppe. Der Stellenabbau werde, wo immer möglich, über natürlich Stellenwechsel, frühzeitige Pensionierungen und Stellenangebote innerhalb der Gruppe aufgefangen.

Sollte es dennoch zu Entlassungen kommen, gebe es für die Betroffenen einen Sozialplan. «Ich bedauere den Stellenabbau, er ist jedoch unvermeidlich», sagte Beat Zahnd, Mitglied der Migros-Generaldirektion, am Freitag vor Journalisten in Zürich.

Starke Konkurrenz durch H&M und Zara

Die Migros begründet die Neuausrichtung ihres Modegeschäfts mit den den Veränderungen im Schweizer Modemarkt. Der starke Franken, der Einkaufstourismus und die wachsende Konkurrenz durch internationale Unternehmen und habe den Schweizer Textilmarkt von 11 auf 8,5 Milliarden Franken schrumpfen lassen.

Das habe sich auch auf Globus, Herren Globus und vor allem auf die Modekette Schild ausgewirkt, die mit seinem Angebot im mittelpreisigen Segment immer stärker unter Druck geraten sei. Schild steht im Wettbewerb mit internationalen Modeketten wie etwa H&M und Zara.

Filialnetz wird angepasst

Auch das Filialnetz soll in den nächsten fünf Jahren angepasst werden. Es ist aber noch nicht entschieden, was mit den insgesamt 78 Filialen der drei Modeketten geschieht. Aufgrund einer detaillierten Standortanalyse will die Migros bis im Frühling 2018 entscheiden, welche Filialen geschlossen und wo allenfalls neue eröffnet werden. Der Fokus liegt dabei auf Standorten mit einem Einzugsgebiet von über 25'000 Premium-Kunden.

Mit der Neuausrichtung will die Migros auch die Formate und das Sortiment überarbeiten und die Digitalisierung ihres Modegeschäfts vorantreiben. Künftig sollen in allen Filialen das gesamte digitale Sortiment von Globus angeboten werden. Generell kommen immer weniger Kunden in die Läden von Globus: Die Frequentierung der Filialen habe innert der letzten vier Jahren um 10 Prozent abgenommen, sagte Globus-CEO Thomas Herbert.

(vb/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M. Bischi am 12.05.2017 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade, bei Schild konnte man sich noch etwas leisten und es war auch tragbare Mode. Seit dem Globusumbau hat es fast nur noch teure Labels. Seit dann kaufe ich eigentlich fast keine Kleider mehr im Globus. Zu teuer für mich und zu "elegant".

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  • frigo am 12.05.2017 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    erinnert mich

    an Hüttchenspiel, was bringt es wenn hinter allen Marken nur chinesischer Ramsch ist. Qualität? Fehlanzeige.

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  • sonja z. am 12.05.2017 10:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    traurig! haben wir dem online handel und dem einkaufstourismus zu verdanken. unsere schönen geschäfte in der stadt werden alle verschwinden. einfach nur traurig diese entwicklung...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marcus Blumer am 13.05.2017 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    GOTTLIEB DUTTWEILER

    Migros was macht Ihr falsch. Sind es die Managmentlöhne Eurer Elite. Denkt Ihr ab und zu an Duttweiler und seine Ziele? Alles möglich machen, dass es sich alle leisten können. Ich hoffe sehnlichst, dass sich immer mehr Kunden von Euch abwenden. Ich meinerseits gebe meine Cumuluskarte zurück und werde nie wieder bei Euch einkaufen. Es Aldi, Lidl Volg und einige freie Händler. Hoffe es ziehen noch mehr Kunden die Konsequenz

  • 1968 am 13.05.2017 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    F it

    Schade? Ich hab schon vor 20 Jahren mein Geschäft wegen dem Internet verloren.

  • Biber XXL am 13.05.2017 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sie wollen unser Geld nicht!

    Wenn man sich im Segment xxs und Billigstklamotten tummelt, ist es kein Wunder, wenn die Kundschaft ausbleibt. Viele Kunden(innen) tragen grössere Grössen und legen Wert auf Qualität. Da das Angebot wenig vorhanden ist, bleibt nur das Internet. Selber schuld. Sie wollen unser Geld nicht!

  • Herrcool.es am 13.05.2017 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Migros Top Management

    einfach zugeben: falsch investiert. Sie kriegten den Hals nicht voll und haben sich im Modemarkt total getäuscht. Zu den hier angesprochenen Namen (Marken sind Schild, Yendi, Globus ja im eigentlichen Sinn nicht) wurde auch in Aktienkäufe von Vögele massiv Geld verschleudert. Wieso nehmen Migros Töchter wie Denner oder Globus die Cumulus Karte nicht in ihr Rabattsystem, wie es Coop mit seinen zugekauften Firmen handhabt?

  • Bibi am 13.05.2017 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Zara ist nicht gerade billig

    Naja Zara ist nicht so billig wie hier von vielen geschrieben wird und von der Qualität her doch etwas besser als H&M. Jedoch sind die Grössen bei H&M einiges weiter geschnitten als bei Zara, das erklärt wohl auch die Beliebtheit von H&M. Bezüglich Zalando: die Kleidung dort ist nicht teurer oder günstiger als in den Läden, aber man muss nicht stundenlang in den Geschäften suchen bis man etwas findet. Zudem ist die Auswahl viel grösser und die Leute haben heute oft keine Zeit und Lust auf Shopping am Samstag nach einer stressigen Woche in überfüllten Läden. Ich kaufe nur noch bei Zalando.

    • Noinim am 13.05.2017 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bibi

      Lieber verbringen die Konsumenten Stunden im Internet, bis sie ausgesucht haben was sie wollen, warten Paar Tage bis die Lieferung eingetroffen ist und nehmen den Weg zur Post auf sich, wenn das bestellte nicht passt. Der angehäufte Karton muss ja dann auch mal entsorgt werden. Durchschnittlicher Zeitaufwand (kann man sich selber ausrechnen) da sehe ich zumindest keinen Vorteil am Onlinehandel.

    • Jen am 13.05.2017 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Noinim

      So ein Quatsch.Online geht schneller,einfacher und man bekommt,was man sucht. Natürlich gehe ich lieber direkt im Laden einkaufen.Aber man bekommt halt nicht alles,was man möchte.

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