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Post-VR-Präsident
16. Januar 2010 20:15; Akt: 16.01.2010 23:51 Print
Bundesrat von Béglé an der Nase herumgeführt
Postminister Moritz Leuenberger wusste offenbar nichts vom lukrativem Indien-Job von Claude Béglé, dem heftig kritisierten Verwaltungsratspräsident der Post. Jetzt reagiert der Leuenberger. Derweil hat Béglé erstmals seine Bezüge offengelegt.
Moritz Leuenberger verlangt nun von Post-Präsident Claude Béglé eine Stellungnahme zu den Vorwürfen wegen seines Indien-Mandats, wie die «Sonnatgszeitung» schreibt. Vergangene Woche war bekannt geworden, wie sich Béglé Anfang 2009 von einem indischen Konzern zu 75 Prozent anstellen liess – obwohl bereits das Präsidentenmandat der Post mit 50 Prozent zu Buche schlägt.
Béglé (r.) soll Leuenberger nicht umfassend über sein Indien-Mandat informiert haben.(Bild: Keystone)
Wie der indische CEO der «SonntagsZeitung» am Telefon sagte, hatte Béglé mündlich gar ein Pensum von 80 Prozent zugesichert. Zudem wollte er sich einen Teil seines Lohns steuerfrei in Dubai auszahlen lassen. Béglé bezog laut dem CEO rund
Wie ein Sprecher von Leuenberger am Freitagabend einräumte, war seinem Departement (Uvek) nur bekannt gewesen, dass Béglé einen Nebenjob bei der indischen Firma hatte – aber nicht der Anstellungsgrad und die Lohnmodalitäten. «Über die Details der Nebentätigkeiten hat Herr Béglé das Uvek nicht informiert», sagt der Sprecher.
Die neuen Vorwürfe und Béglés Stellungnahme sollen laut dem Uvek-Sprecher einbezogen werden, wenn der Bundesrat im Frühling entscheidet, wie der Post-Verwaltungsrat künftig zusammengesetzt sein wird. Mit der Wahrheit scheint es Béglé auch in anderen Fällen nicht immer genau zu nehmen. So hatte er gesagt, er habe als Nestlé-Mann einst mit dem früheren tschechischen Präsidenten Vaclav Havel verhandelt. Dieser jedoch lässt auf Anfrage ausrichten, er könne sich nicht an so etwas erinnern.
225 000 Franken für einen 50-Prozent-Job
Inzwischen hat Claude Béglé hat erstmals seine Bezüge offengelegt. Für seinen 50-Prozent-Job bei der Post verdient er
Béglé gab seine Bezüge in der Sendung «Pardonnez-moi» des Westschweizer Fernsehens TSR bekannt, wie auf der Internet-Seite des Medienunternehmens am Samstag veröffentlichten Auszügen zu entnehmen ist. Die Sendung wird am Sonntag ausgestrahlt.
(jcg/sda)



























