Managerlöhne

26. September 2012 16:38; Akt: 26.09.2012 16:46 Print

Abzocker-Initiative lässt Firmen kalt

Die Schweizer Firmen haben bisher wenig unternommen, um sich auf eine Annahme der Abzocker-Initiative oder auch des Gegenvorschlags vorzubereiten.

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Im Falle eines Ja zur Initiative selbst oder auch zum Gegenvorschlag des Parlaments sieht PwC noch grossen Handlungsbedarf bei den Schweizer Firmen. (Bild: Keystone)

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Ausufernden Managerlöhnen einen Riegel schieben will die Abzocker-Initiative des Schaffhauser Ständerats Thomas MinderThomas
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. Das Beratungsunternehmen PriceWaterhouseCoopers (PwC) stuft die möglichen Auswirkungen für die Schweizer Firmen als «signifikant» ein.

Im Falle eines Ja zur Initiative selbst oder auch zum Gegenvorschlag des Parlaments sieht PwC noch grossen Handlungsbedarf bei den Schweizer Firmen. Bis anhin hätten diese nur wenig unternommen, um sich auf ein solches Szenario vorzubereiten, sagt PwC-Partner Robert Kuipers.

Stärkung der Aktionärsrechte

Eine stärkere Kontrolle der Managementvergütungen wollen Initiative und Gegenvorschlag in erster Linie mit einer Stärkung der Aktionärsrechte erreichen. So sollen die Aktionäre börsenkotierter Unternehmen jährlich über den Gesamtbetrag der Vergütungen an den Verwaltungsrat abstimmen können.

Der Gegenvorschlag schreibt zudem vor, dass Boni als variable Lohnanteile nur ausbezahlt werden dürfen, wenn jemandes Leistung zum langfristigen Gedeihen des Unternehmens beigetragen hat. Verwaltungsräte und Manager sollen mit Klagen zur Rückgabe von Geldern gezwungen werden können, wenn sie ihre Arbeit schlecht machen. Zudem sollen goldene Fallschirme grundsätzlich untersagt werden.

Bejaht das Schweizer Stimmvolk eine der beiden Vorlagen bei der voraussichtlich im März stattfindenden Abstimmung, stehen den Firmen beträchtliche Veränderungen bevor. PwC empfiehlt diesen daher dringend, sich entsprechend schlau zu machen.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans M. am 26.09.2012 21:06 Report Diesen Beitrag melden

    Vorlage jetzt schon ausgehebelt

    Ich hoffe doch das eine Vorlage angenommen wird. Wenn dann Hans M. bei Firma XY 20Mio verdienen will, lässt sich von einem ausländischen "Dienstleistungsunternehmen" anstellen. Dieses vermietet diesen Mitarbeiter dann im Rahmen einer nicht näher definierten Management-Aufgabe an Firma XY. Firma XY bezahlt an Hans M. zu keinem Zeitpunkt einen Lohn. Hans M. bekommt ja seinen Lohn von einem ausländischen Dienstleistungsunternehmen und diesem kann man nicht vorschreiben wie viel sie vergüten dürfen!

    • Supermario am 27.09.2012 10:40 Report Diesen Beitrag melden

      Reich der Phantasien?

      Ja klar, und die ganzen Verantwortungsverhältnisse werden dann auch indirekt "geregelt". Irgendwelche Phantasiekonstrukte kann man bei jedem System entwerfen resp. wohl eher spinnen.

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  • Hallo am 26.09.2012 20:58 Report Diesen Beitrag melden

    wie Leistung messen?

    Wie lässt sich die Leistung beurteilen? Welcher Teil ist schlechte Wirtschaftslage und welcher ist dem CEO zuzuschreiben?

    • Supermario am 27.09.2012 10:38 Report Diesen Beitrag melden

      Konkurrenz

      Geht schon. Da gäbe es durchaus Vergleichsmöglichkeiten im Peer-Rahmen (direkte Konkurrenz). Wenn man nachhaltig (sprich über einen mehrjährigen Zeitraum) besser arbeitet als die Konkurrenten sollte eine entsprechende "Belohnung" durchaus drin liegen!

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  • Res Müller-Schweizer am 26.09.2012 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Minder-Initiative unbedingt unterstützen!

    Ja aber hallo.... es sollte doch ohne weiteres möglich sein, dass sich die Schweizer Stimmbürger/innen der Unter- u. Mittelschicht, eben alle Kleinverdiener/innen zur Abstimmungs-Urne bequemen, um bei der Abstimmung ein klares JA einzulegen! Ein deutliches JA, um den Abzockern mal einen Denkzettel zu verpassen! Es ist ganz klar, Geld, das abgezockt wird, fehlt unweigerlich anderswo in der Schweiz! Es geht NICHT an, dass einige WENIGE viel Geld abzocken, damit VIELE zuwenig zum Leben haben!

    • Supermario am 27.09.2012 10:36 Report Diesen Beitrag melden

      Falscher Ansatz

      Falscher Ansatz! Reduzierte Boni gehen werden schliesslich nicht caritasmässig "verteilt" sondern gehen an die Unternehmer (sprich Aktionäre). Bin zwar auch für eher massvolle Managerlöhne und -boni aber mit Sicherheit aus einem anderen Grund!

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  • Mark am 26.09.2012 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    Schadet nur dem CH Standort...

    Sorry, aber wenn das kommt dann zahlt man hald den Lohn via Singapur oder Hong Kong aus... dieses Gesetz ist aber eine Sauerei für jeden Unternehmer, schliesslich hätten viele Leute keinen Job ohne den Unternehmer der als Ross den Karren zieht. Bei Managern ist die Regelung ok, aber bei Unternehmern definitiv nicht... gibt aber sowieso Alternativen von dem her schadet sich die CH so nur selbst... die CH schafft sich selbst als Wirtschaftsmacht ab... nur weiter so.

    • Supermario am 27.09.2012 10:34 Report Diesen Beitrag melden

      Halt!

      Halt, ein CEO ist noch lang kein "Unternehmer" sondern "nur" Manager! Dort liegt eben der Hund und auch die Differenz begraben!

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  • Peter Ringier am 26.09.2012 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    Neid gegen Gier

    Die Neidgesellschaft (wir, das Volk) wird den "Gierigen" bei der Abstimmung schon zeigen, wo's lang geht. Leider wird die Neidgesellschaft selber nicht davon profitieren. Im Gegenteil, es ist durchaus möglich, dass wegen Standortnachteilen, Verlagerungen ins "freundlichere" Ausland stattfinden.