Tilt

16. November 2015 18:32; Akt: 16.11.2015 20:40 Print

Crowdfunding-App finanziert Feierabendbier

Das Start-up Tilt aus San Francisco legt ein explosives Wachstum hin. Die App hilft Nutzern dabei, bei Freunden kleine Geldbeträge einzutreiben.

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Die Tilt-Gründer James Beshara und Khaled Hussein.

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Tilt ist die digitale Version einer Hut-Kollekte: Mit der App lassen sich Geldbeträge mobil sammeln – beispielsweise für ein Feierabendbier. «Tilt ist eine kleinere, einfachere Version einer Crowdfunding-Plattform», erklärt CEO James Beshara seine Firma gegenüber dem Nachrichtensender CNBC.

Die App zielt im Vergleich zu existierenden Crowdfunding-Plattformen auf kleinere Geldbeträge ab. Während Nutzer auf der Schweizer Website 100-days.net beispielsweise 10'000 Franken für eine Geschäftsidee sammeln, kann sich ein Student auf der Tilt-App auch einfach mit 200 Franken für die nächste WG-Party begnügen. Der durchschnittliche Betrag, den Tilt-Nutzer für ihre Projekte sammeln, liegt bei 430 Dollar.

Nutzerzahl wächst rasant

Tilt soll innert 15 Sekunden installiert sein. Um eine Kollekte zu starten, reicht ein einziger Klick. Dann müssen Tilt-Nutzer ihre Freunde einladen, damit diese einen Geldbetrag spenden können. Auch das scheint jedoch keine grosse Hürde zu sein: Pro Kollekte werden laut den Gründern James Beshara und Khaled Hussein im Schnitt 24 Freunde eingeladen, Geld zu spenden. Davon werden durchschnittlich 18 beginnen, Tilt zu nutzen. Das Geld wird erst abgebucht, wenn der Mindestbetrag erreicht wurde.

Die Nutzer-Zahl der App wächst in den USA, Kanada und Grossbitannien um 40 Prozent pro Monat. Beshara und Hussein haben laut eigenen Angaben inzwischen 65 Millionen Dollar von Investoren auf ihrem Bankkonto. Tilt hat derzeit 80 Mitarbeiter, 50 davon arbeiten am Hauptsitz in San Francisco. Weitere sind in den Büros in Toronto, Austin und Texas beschäftigt.

Von der Niederlassung in London aus plant Tilt zudem die Expansion in Europa. In den letzten sechs Monaten kamen sechs Länder dazu – darunter Schweden, Dänemark, die Niederlande und Norwegen. Wann die App auch in der Schweiz aufgeschaltet sein wird, wollte Tilt-Sprecherin Natassia Costa nicht verraten. Nur so viel: «Wir werden 2016 die Expansion aggressiv vorantreiben und alle 30 Tage in einem neuen Land durchstarten.»

(dv)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kathrin Meier am 16.11.2015 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lieber die Paymit - App

    Um bei Freunden kleinere Beträge zu sammeln und einfach kurz eine kleinere Schuld zu begleichen benutze ich lieber die neue Paymit -App (zusammen lanciert von ZKB und UBS). Super praktisch und sicher dazu. (Sorry für die Schleichwerbung)

  • HeGla am 17.11.2015 05:41 Report Diesen Beitrag melden

    80 Mitarbeiter, 65 Millionen?

    Womit wird dabei denn Geld verdient?

    einklappen einklappen
  • Name am 17.11.2015 10:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    It Blase 2.0

    Aggressive Expansion ist das einzige das die hohen Investitionen und Mitarbeitezahl erklährt.. Das wird Jahrzehnte dauern bis diese Kosten wettgemacht sind.. Trozdem stehen die chancen gut dass das Unternehmen bald mit einer Milliarde bewertet wird.. Nur ne frage der Zeit bis diese Blase platzt..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pesche am 17.11.2015 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht im App Store?

    uns nach googeln bin ich im Ami- App Store fündig geworden. schon komisch dass es verschiedene App Stores gibt.

  • The100 am 17.11.2015 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bordellapp?

    wo is meine app wo mir meinen Bordellbesuch finanziert? nein freundin finde ich keine

    • Supermario am 17.11.2015 17:54 Report Diesen Beitrag melden

      Vorschlag

      Würde es mal - wie die meisten anderen auch - mit Arbeit versuchen! Oder mit einer herkömmlichen Betteltour!

    einklappen einklappen
  • Phil am 17.11.2015 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Geld ohne Arbeit: Neue Bettelsoftware.

    Das verwundert nicht. Immer mehr Junge meinen, dass das Geld auf den Bäumen wächst. Nun wird eine Bettel-App installiert und schon fliesst das Geld. Das ist ja total daneben. Ältere Semester werden das nie verstehen - wo bleibt da der Eigenrespekt, selber etwas zu erreichen anstelle zu betteln!

  • FinTekkie am 17.11.2015 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Paymit sicherer

    Paymit scheint mir doch viel vertrauenswürdiger, vor allem wenn es um den Geldfluss und die damit verbundenen Zugangsdaten geht. Ausserdem Made in Switzerland..

  • Name am 17.11.2015 10:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    It Blase 2.0

    Aggressive Expansion ist das einzige das die hohen Investitionen und Mitarbeitezahl erklährt.. Das wird Jahrzehnte dauern bis diese Kosten wettgemacht sind.. Trozdem stehen die chancen gut dass das Unternehmen bald mit einer Milliarde bewertet wird.. Nur ne frage der Zeit bis diese Blase platzt..