Social Media

12. Januar 2013 10:19; Akt: 12.01.2013 10:19 Print

Kampf um Kunden mit Twitter, Facebook & Co.

von Laurina Waltersperger - Das Erfolgsrezept im Social Web haben einige Schweizer Firmen verstanden: Wer mit grossen Marken, Kundenähe und einer breiten Community punkten kann, ist vorne dabei.

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Swiss auf Twitter.

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Die Airline Swiss weiss, wie’s geht: Kunden wollen mitreden und gehört werden. «Bei der Swiss versteht man, dass Social-Media nicht nur Image-Pflege, sondern vor allem Interaktion bedeutet», sagt Armin Ledergerber, Vorstandsmitglied bei Swiss Social Media Community. Dass die Airline den ersten Platz des Social-Media-Ranking der «Bilanz» ergattert hat, erstaunt ihn wenig. Die Airline biete ihren Kunden vor allem einen guten Kundensupport auf verschiedenen Kanälen.

Nicht nur Firmen wie Swiss, Nestlé oder Omega zeigen sich als Social-Media-Könner, auch die Schweizer «Ovi» (Platz 17), der Appenzellerkäse und der Chips-Hersteller Zweifel (beide Platz 30) haben eine grosse Fan-Basis. Das sei kein Wunder, sagt Ledergerber. «Je stärker, bekannter und zugänglicher eine Marke ist, desto einfach ist es, auf Social-Media-Kanälen eine grosse Community zu gewinnen». Starke Marken seien fast schon Selbstläufer.

Gerade Zweifel sei schon früh dabei gewesen und habe es verstanden, nicht nur «One-Way-Kommunikation» im Social Web zu betreiben, weiss Ledergerber. Das Unternehmen nahm nach 15 Jahre auf Wunsch ihrer Facebook-Community die Produktion der «Zwiebelringli» wieder auf. «Es ist wichtig, dass Firmen die Bedürfnisse ihrer Kunden aufnehmen», sagt Ledergerber weiter.

Die Marken-Evangelisten

Starke Marken gibt es auch im Luxusbereich: Uhrenhersteller wie IWC (Platz 4). Omega (Platz 13), Rolex und TagHeuer (beide Platz 14) schaffen es in die Top 20 der erfolgreichsten Social-Media-Marken. «Hier zieht vor allem die ‚digitale Aura’. Wer der Luxus-Community beitritt, gehört dazu», sagt Social-Media-Experte Ledergerber.

Gewinner und Verlierer

Kaum dabei und bereits unter den stärksten Zehn ist die New-Comerin SBB. Letzten Sommer verkündeten die Bundesbähnler ihre «Reise auf Facebook». «Die Kunden sollen schneller und kostenlos mit uns in Kontakt treten können», sagt Social-Media-Managerin Eliane Tschudi in dem Wirtschaftsmagazin «Bilanz». Der Anfang sei schwierig gewesen, oft mussten die Angestellten Schelten entgegennehmen. Die SBB will mit den digitalen Kanälen vor allem die Kundenzufriedenheit erhöhen.

Während sich die einen ins Social Web stürzen, verweigern sich die andern: Der zweitletzte Platz geht an Detailhändler Coop (Platz 49). Anders als die Konkurrentin Migros (Platz 8), hegt man in Basel keine grossen Social-Media-Ambitionen. Wie Coop in der «Bilanz» erklärt, sei der Aufwand im Verhältnis zur kommunikativen Wirkung zu hoch.

Grosser Aufwand

Der Aufwand werde oft unterschätzt, sagt Social-Media-Expertin Mareike Ahlers von der Universität Basel. «Diese Arbeit kann nicht mal eben in der Kaffeepause erledigt werden». Bei vielen Firmen müsse es schnell gehen – «eine gründliche Strategie bleibt dabei auf der Strecke». Solche Auftritte wirkten weder authentisch noch glaubwürdig, findet Ledergerber. Nur wer es schaffe, offen zu kommunizieren, auf die Kunden zuzugehen und sie zu verstehen – der könne die digitale Bühne wirklich nutzen: Zur Markenpositionierung, Kundenbindung und zu Marktforschungszwecken.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kurt am 13.01.2013 11:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jedermanns senf

    seit jedermann ins internet kommt hat sich die kultur wie kommuniziert und miteinander umgegangen wird grundlegend verändert - zum negativen. und was social media angeht: wer glaubt da würde auf augenhöhe kommuniziert ist einfach nur naiv. da wird zensiert was das zeug hält. und weil jeder depp eine sau durchs dorf treiben kann ist das eben auch nötig geworden. letztlich ist sind doch alle social media anbieter nur an einem interessiert: an den daten ihrer teilnehmer. denn nur so können sie sich finanzieren.

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  • Like am 12.01.2013 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Bezahlte Studenten

    Allerdings ist es sehr einfach im WWW für wenig Geld viele "Fans" zu kaufen. Da gibt es durchaus Angebote.

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  • Mutti am 12.01.2013 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Bei mir funktionierts

    Ich bin mit meinen wöchentlichen Einkäufen von 150-300 sFr von Coop zu Migros gewechselt. Migros reagiert schneller und freundlicher auf Kunden. Das ist es mir wert.

Die neusten Leser-Kommentare

  • kurt am 13.01.2013 11:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jedermanns senf

    seit jedermann ins internet kommt hat sich die kultur wie kommuniziert und miteinander umgegangen wird grundlegend verändert - zum negativen. und was social media angeht: wer glaubt da würde auf augenhöhe kommuniziert ist einfach nur naiv. da wird zensiert was das zeug hält. und weil jeder depp eine sau durchs dorf treiben kann ist das eben auch nötig geworden. letztlich ist sind doch alle social media anbieter nur an einem interessiert: an den daten ihrer teilnehmer. denn nur so können sie sich finanzieren.

    • Social Media Manager am 13.01.2013 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Lüge

      Sorry, aber du hast keine Ahnung. Gerade Migros oder die SBB zensieren rein gar nichts!! Und dass rassistische oder sexistische Inhalte gelöscht werden, ist ja wohl klar. Bitte nicht einfach was behaupten, sondern sich zu erst informieren!!

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  • Like am 12.01.2013 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Bezahlte Studenten

    Allerdings ist es sehr einfach im WWW für wenig Geld viele "Fans" zu kaufen. Da gibt es durchaus Angebote.

    • Gabriela Bella am 14.01.2013 12:23 Report Diesen Beitrag melden

      Gekaufte Facebook Fans?

      Was nützt ein Studi der ein Like macht? Gar nichts. Dafür würde eine schlaue Firma und deren Social Media Managerin niemals Geld ausgeben - weil es keinen Mehrwert generiert

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  • Mutti am 12.01.2013 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Bei mir funktionierts

    Ich bin mit meinen wöchentlichen Einkäufen von 150-300 sFr von Coop zu Migros gewechselt. Migros reagiert schneller und freundlicher auf Kunden. Das ist es mir wert.

  • Philipp Nägeli am 12.01.2013 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    They Know

    Ja die Swiss macht es wirklich gut. Auch gleich Instagram aufgesetzt vor einigen Wochen :)

  • r.s. am 12.01.2013 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    google+

    google+

    • User am 12.01.2013 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Unsinn!

      Ist genau der gleiche Quatsch! Diese Zentralisiserung (politisch dies Globalisierung) ist die grösste Fehlentwicklung unserer Zeit!! Mit Google werden in Zukunft noch gravierendste Datenschutzprobleme auf uns zu kommen.... Google ist DER Datenmoloch schlechthin! Schon jetzt ist es auf der Suchmaschine Google z.B. nicht möglich, eine wirklich breite, interessante Palette an Antworten zu finden, schon jetzt ist ALLES manipuliert!!

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