Hoffnung stirbt zuletzt

23. Mai 2012 23:43; Akt: 24.05.2012 10:39 Print

Hollande beflügelt die 1:12-Initiative

von Hans Peter Arnold - Frankreich will die Spitzengehälter der staatlichen Betriebe massiv kürzen. Nun erhofft sich die Juso Aufwind für ihre 1:12-Initiative, die dasselbe Ziel anstrebt.

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Frankreichs Präsident François Hollande geht den öffentlichen Betrieben an den Kragen. (Bild: Keystone/AP)

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Der neue französische Präsident und Sozialist François Hollande hat sich selbst und seinen Ministern das Gehalt um 30 Prozent gekürzt. Jetzt geht es den Topmanagern staatsnaher Betriebe an den Kragen. Der höchste Lohn darf nicht höher als das Zwanzig­fache des tiefsten Lohns betragen.

«Eine solche Lohnbandbreite ist der richtige Weg zur Verhinderung von Abzockerei», erklärt Juso-Präsident David Roth. Die Juso hat vor einem Jahr die Volksinitiative 1:12 zustande gebracht, die noch einen Schritt weiter geht. Niemand soll in einem Jahr weniger verdienen als der Topmanager im gleichen Unternehmen in einem Monat. Roth: «Dass Hollandes Entscheid so grosse Unterstützung findet, ist ein gutes Zeichen für das Anliegen der 1:12-Initiative der Juso.» Man habe damit den Nerv der Zeit getroffen.

Staat soll nicht als Eigentümer auftreten

Die Dachorganisation der Schweizer Arbeitgeber lehnt solche direkten staatlichen Eingriffe in die Lohnpolitik der privaten Unternehmungen klar ab. Grundsätzlich sollten die Eigentümer bzw. die Aktionäre über die Entschädigung der Manager entscheiden.

Für Arbeitgeber-Direktor Thomas Daum heisst das auch: «Wenn der Staat die Gehälter in den staatlichen Betrieben kürzt, dann handelt er als Eigentümer.» Und als solcher sei er frei, die ihm richtig erscheinende Personal- und Lohnpolitik zu verfolgen. Bedeckt halten sich die staatsnahen Unternehmen. Die Post weist darauf hin, dass die Kaderlöhne jährlich analysiert und dem Bundesrat vorgelegt würden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • The Money am 24.05.2012 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Manager sollen viel verdienen

    Mir ist es egal, wenn ein Manager Millionen verdient, denn er hat eine grössere Verantwortung als ein normaler Mitarbeiter und einen höheren Schulabschluss, also hat er sich sein grosses Geld auch verdient. Wärt ihr in einer Position eines solchen Managers würdet ihr das auch nicht fair finden. Tut doch etwas um auch soviel zu verdienen und nicht nur mekkern!

  • Rentner 24.05.12 am 24.05.2012 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Holande

    Und dan endlich eimal die Renten rauf und dem Mindestlohn Anpassen...

  • Schlussfolgerer am 24.05.2012 03:10 Report Diesen Beitrag melden

    Heikles Thema

    Hollande handelt sehr links, und ich bezweifle sehr, dass das gut kommt ... kürzt man den Topkadern staatlicher und staatsnaher Betriebe die Gehälter zu stark, muss man damit rechnen, ja davon ausgehen, dass die fähigsten davon in die Privatwirtschaft abwandern - und was letztlich bleibt, sind die Herren, die in der Privatwirtschaft keine Chancen hätten, weil sie nicht wirtschaftlich und rational denken und handeln können/wollen. Heikles Thema, aber soll mal gesagt sein :-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • The Money am 24.05.2012 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Manager sollen viel verdienen

    Mir ist es egal, wenn ein Manager Millionen verdient, denn er hat eine grössere Verantwortung als ein normaler Mitarbeiter und einen höheren Schulabschluss, also hat er sich sein grosses Geld auch verdient. Wärt ihr in einer Position eines solchen Managers würdet ihr das auch nicht fair finden. Tut doch etwas um auch soviel zu verdienen und nicht nur mekkern!

  • Stefan Mumenthaler am 24.05.2012 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut!

    Die Wirtschaft, besonders die Finanzwirtschaft, hat immer und immer wieder bewiesen, dass sie nichts aus den Eskapaden gelernt hat. Völlig überrissene Löhne, die sich die Chefs im Verwaltungsrat ja noch selber zuteilen (!), aber dafür keinerlei Leistung bringen müssen - wenns schief geht, gehen sie mit ihrem goldenen Fallschirm einfach zum nächsten Job und kassieren wieder Millionen. 1:12 ist fair. Einige mögen abwandern, aber dass diese "Spitzenmanager" tatsächlich so viel wert sein sollen, ist sowieso absurd - es braucht sie auch keiner.

  • Pferdinand am 24.05.2012 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wofür soll ich dann noch studieren?

    Ich möchte auch mal so reich werden wie Mark Zuckerberg. Laut dieser Initiative darf ich das nicht. Also habe ich keinen Anzeit zu studieren und innovativ zu sein. Dann gehe ich in den USA und mache dort mein Geschäft. Die JUSO will sowieso den Kommunismus einführen, damit dann alle Bürger gleich (arm) sind.

    • Lukas Schumache am 24.05.2012 10:22 Report Diesen Beitrag melden

      Studieren nur wegen dem Lohn?

      Du wirst ja wohl kaum studieren, nur um dann ein Haufen Geld zu verdienen, oder? Ansonsten frage ich mich nämlich ernsthaft, ob du das Studium wirklich durchziehst, denn ein wenig Begeisterung sollte schon dabei sein. Im Übrigen kann man als Firmenbesitzer nach wie vor reich werden und auch als Manager nicht schlecht verdienen. Kleines Rechenbeispiel: Bei einem Unternehmen, in dem der niedrigste Lohn 40'000 Franken pro Jahr ist, kann man immer noch bis zu 480'000 Franken jährlich verdienen - das reicht allemal.

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  • Volkan Aydin am 24.05.2012 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Bei der SBB anfangen!

    Genau so gehört es sich!, vorallem Die SBB die sämtliche Pendler abzockt! und währenddessen ihre gehälter erhöhen mit der begründung sie leisten gute arbeit, ist ja schwer bei solch einer Monopolstellung. Das soll ja bloss ein kleiner Anfang sein, der nächste schritt soll sein das offerten bei Staatsaufträgen verlangt werden, und nur die günstigsteren Aufträge angenommen werden, ohne Vätterliwirtschaft! da sparen wir wiederum Milliarden auf einen Schlag!

  • beat am 24.05.2012 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    schlechte Initiative

    Wenn die Juso mehr Geld will, sollten sie halt richtiger Arbeit nachgehen.

    • Lukas Schumacher am 24.05.2012 10:29 Report Diesen Beitrag melden

      Macht überhaupt keinen Sinn

      Wie kommst du auf die Idee, dass die JUSO Geld bekommt, wenn die 1:12 Initiative angenommen wird? Übrigens arbeiten JUSOs genauso wie andere Menschen auch, nur spielt der Lohn vielleicht eine nicht ganz so zentrale Rolle bei der Jobwahl.

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