OLPC

08. September 2008 14:30; Akt: 08.09.2008 14:33 Print

Amazon greift OLPC unter die Arme

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft wird Amazon die XO-Laptops der Initiative «One Laptop Per Child» (OLPC) online anbieten. Die Verkäufe über den grössten Online-Händler der Welt könnte der Initiative neuen Schub geben.

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Mit dem Kauf eines XO-Laptops bei Amazon wird ein weiteres Modell für arme Kinder finanziert. Die so finanzierten Laptops werden an über 30 Entwicklungsländer verteilt. Nur Grosspender können bestimmen, an welche Länder die Geräte gehen, wie «faz.net» berichtet. Die Kooperation wird zuerst auf die USA beschränkt sein. Es werden beide Geräte-Versionen, eine mit dem lizenzgebührenfreien Betriebssystem Linux sowie eine mit Microsoft Windows, über Amazon vertrieben. Der Verkaufspreis ist zurzeit nicht bekannt.

Ziele nicht erreicht

Die OLPC Initiative hinkt ihren Zielen nach: Anstatt von Millionen sind bis dato nur einige hunderttausend Geräte ausgeliefert worden. Einer der Gründe dafür sind die wenigen Bestellungen von Regierungen in Entwicklungsländern. Auch der zu hohe Preis von 200 Dollar, anstelle der geplanten 100 Dollar, drückt den Absatz. Zusätzlich hat OLPC Schwierigkeiten, die Laptops ohne Verzögerung zu liefern. Hier könnte Amazon der Initiative mit ihrer effizienten Logistik entgegenkommen.

Mehr Bildung

Das gemeinnützige Projekt hat Nicholas Negroponte, derzeit freigestellter Professor am Massachusetts Insitute of Technology, ins Leben gerufen. Das Ziel ist, möglichst allen Kindern in Entwicklungsländern einen Computer mit Internetzugang zur Verfügung zu stellen. Laut Negroponte sei der Laptop der Schlüssel zu mehr Bildung. Das Projekt unterstützen Firmen wie Google, News Corp. und AMD. (scc/zac)