Extrawürste

01. Oktober 2012 10:54; Akt: 01.10.2012 10:54 Print

Swiss setzt auf Milliarden-Business

von Alex Hämmerli - Airlines scheffeln Jahr für Jahr mehr Geld mit Zusatzleistungen. Auch die Swiss setzt stärker auf solche Extrawürste.

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Innert zwei Jahren hat sich der weltweite Umsatz mit Zusatzleistungen um satte 66 Prozent erhöht. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Die Airlines tragen die Schlacht um Fluggäste über immer ­tiefere Ticketpreise aus. Um trotzdem Geld zu verdienen, suchen sie vermehrt nach Wegen, um ihren Kunden Extra­wünsche zu erfüllen - gegen ­Aufpreis, versteht sich. Zu den Services gehören etwa teurere Bordmahlzeiten, ein schnelleres Check-in, Gepäcktransporte oder Hotel- und Mietwagenbuchungen.

Die Zahlen geben den Airlines Recht: Innert zwei Jahren hat sich der weltweite Umsatz mit Zusatzleistungen um satte 66 Prozent erhöht. Letztes Jahr belief sich dieser auf gut
22 Milliarden Franken, wie eine Analyse des Beratungs­unternehmens Idea Works ergibt. Und es liegt noch einiges mehr drin: «Das Geschäft wird die 100-Milliarden-Dollar-Marke schon bald knacken», sagt Jay Sorenson, Chef von Idea Works, auf Anfrage.

Auch bei der Swiss ist man scharf auf diese Zusatzumsätze: Derzeit betrage der Anteil der Extraservices drei bis acht Prozent, verrät Sprecherin Sonja Ptassek. Im Vergleich mit der Konkurrenz ist das wenig: Bei Easyjet und Ryanair sind es schon über 20 Prozent. Swiss peilt aber in den nächsten fünf Jahren eine Steigerung auf fünf bis fünfzehn Prozent an. Einen Schritt in diese Richtung hat die Lufthansa-Tochter bereits gemacht: Künftig bekommt man einen geräumigen Sitzplatz am Notausgang bei der Swiss nur noch gegen Aufpreis.