Winkdex

23. Februar 2014 19:55; Akt: 23.02.2014 21:41 Print

Bitcoin bekommt eigenen Börsenindex

Der Winklevoss Index, kurz Winkdex, soll den Wert des Bitcoins wiedergeben. Geschaffen wurde er von den Winklevoss-Zwillingen. Derweil befindet sich der Bitcoin-Kurs auf Talfahrt.

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Bekannt sind die US-Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss durch ihren Rechtsstreit mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Nun haben die beiden einen eigenen Börsenindex für die virtuelle Währung Bitcoin geschaffen. Dies ging aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht hervor.

Den geplanten Bitcoin-Indexfonds wollen die Brüder noch dieses Jahr an den Start bringen. Der Winklevoss Index – genannt Winkdex – soll demnach regelmässig den Wert des Bitcoins wiedergeben.

Insgesamt 65 Millionen Dollar eingestrichen

Die Zwillinge arbeiten inzwischen als Risikokapitalgeber im Technologiebereich. Sie hatten Facebook-Gründer Zuckerberg vorgeworfen, während der gemeinsamen Studienzeit an der US-Eliteuni Harvard ihre Idee zum sozialen Onlinenetzwerk ConnectU («Vernetze dich») gestohlen zu haben. 2011 legten sie den jahrelangen Rechtsstreit bei und strichen 20 Millionen Dollar in bar und 45 Millionen Dollar an Unternehmensanteilen von Facebook ein.

Seitdem investierten sie grosse Summen in Projekte im Zusammenhang mit der virtuellen Währung Bitcoin und in die Währung selbst. Im vergangenen Jahr beantragte ihre Firma Math-Based Asset Services bei den Behörden die Zulassung für den 20 Millionen Dollar schweren Winklevoss Bitcoin Trust, der an den öffentlichen Börsen gehandelt werden soll. Die Zustimmung der Aufsichtsbehörde steht noch aus.

Massiver Kurseinbruch

Der Bitcoin-Kurs hat aber offenbar das Vertrauen der Anleger verloren. Grund dafür sind unter anderem technische Probleme beim Betreiber der Bitcoin-Börse Mt. Gox von letzer Woche. Seither sind alle Bitcoin-Guthaben der Nutzer der Börse eingefroren.

Bei den anderen Handelsplätzen funktioniert der Handel. Der Kurs stürzt jedoch in die Tiefe. Zwischenzeitlich fiel er unter 100 Dollar, nachdem er Anfang Februar noch bei knapp 900 Dollar notiert hatte.

Als Antwort auf Finanzkrise

Die virtuelle Währung Bitcoin war 2009 als Antwort auf die internationale Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen hat sie ein unbekannter Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte.

Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet. Der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt aber stark. Zentralbanken warnen vor den Risiken der Währung für die Nutzer.

(hoy/sda)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

da mtgox sozusagen entkoppelt ist - bitcoins und geld können dort nicht ausbezahlt werden, hat mtgox ein eigenleben entwickelt. reale marktiwrtschaft eben! – peter genial

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marek Neuman am 23.02.2014 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Unsachlich

    "Zwischenzeitlich fiel er unter 100 Dollar" Ja, aber nur auf der Börse Mt.Gox. Der Kurs auf allen anderen Handelsplattformen hat die USD 500 Marke nie touchiert ...

    einklappen einklappen
  • Kd am 23.02.2014 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bd

    Mehr Berichte, danke 20min bringt bitcoin unter das Volk, vergesst aber nicht zu erwähnen dAss der BTC kurs nicht wirklich auf 100 gesunken ist sonder nur auf der nicht räpresentierend Webseite Mtgox. Auf bitstamp bitcoinde.de BtC-E huobi . Coinbase kraken & co blieb der Kurs normal bei 600$

  • Dagobert D. am 24.02.2014 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kann ich meine

    Monopoly Dollars auch verkaufen... Wer bietet?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jan E. am 25.02.2014 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Lachnummer Bitcoins

    Da es sich bei Bitcoins nicht um einen anerkannten Geldwert handelt kann jede dieser "Börsen" die Coins jederzeit ungestraft einkassieren, da ist Monopoly Geld billiger und hat die gleichen Eigenschaften. Es gibt keinerlei Sicherheiten, das darf nicht vergessen werden.

  • Oesch am 24.02.2014 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Börsenschliessung

    Eine Börse, die eine solche Firma zulässt, ist wirklich ein Saftladen!

  • Dagobert D. am 24.02.2014 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kann ich meine

    Monopoly Dollars auch verkaufen... Wer bietet?

  • Neu Traler am 24.02.2014 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    wenn Lobby und Company ...

    ich bin nicht gegen und nicht für Bitcoin. Aber wenn die Ruling League diesem die Luft auspressen will, und die Finanzlobby Staaten dazu nötigt, den Bitcoin verbieten zu lassen, dann ist dieser plötzlich auf der Shitlist.

  • btc-dealer am 24.02.2014 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Halbwahrheiten

    Bitte keine Halb-Wahrheiten. Mt. Gox hatte als einzige Plattform längere Probleme mit den DDos-Attacken. Bei allen anderen Börsen blieb der Kurs stabil um $600 - nicht mal gross runtergezogen durch die kleine Gox-Krise. Zeigt wieder einmal, dass der Bitcoin stabil ist und Vertrauen geniesst. Und im Endeffekt hat auch der USD oder EUR soviel wert, wie einer dafür zahlen will. Am Ende des Tages ist es nur ein Stück Papier - der Bitcoin dagegen um einiges mehr!!