Es geht um Emotionen

11. Juni 2012 11:59; Akt: 11.06.2012 17:15 Print

Die Reichen setzen auf Schmuck

Eine Umfrage bei 2000 vermögenden Leuten zeigt: 70 Prozent weltweit und 50 Prozent in der Schweiz leisten sich am liebsten Juwelen. Aber nicht als Finanzanlagen, sondern aus emotionalen Gründen.

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Safir mit Diamanten bereiten der Trägerin offensichtlich Freude. (Bild: Keystone)

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Reiche Leute halten teure Besitztümer wie Juwelen, Kunst, Weine oder Antiquitäten selten als Finanzanlagen. Kostbarkeiten behalten sie häufig bei sich, weil sie emotionalen Wert haben oder zum Familienerbe gehören.

In der Schweiz bezeichnen Schwerreiche nur 7 Prozent ihrer wertvollen Besitztümer als Investitionsmittel, wie die britische Grossbank Barclays in einer Umfrage ermittelt hat. Weltweit werden 10 Prozent solcher Objekte - Barclays zählt dazu auch Oldtimer oder Edelmetalle - als Anlagen angesehen.

Komplizierter Markt von Wertobjekten

Laut Patrick Ramsey, der in Genf die Schweizer Barclays-Niederlassung leitet, tun die Reichen auch gut daran, nicht mit Wertobjekten zu spekulieren: «Kostbarkeiten können einen finanziellen Gewinn bringen, wenn man Glück hat oder sehr viel davon versteht.» Es sei aber besser, sich etwas zu kaufen, was man geniessen könne und immer «emotionalen» Gewinn bringe.

Der Markt für Wertobjekte ist in der Regel kompliziert und Besitzer müssen auch Aspekte wie Unterhalt und Versicherung in Betracht ziehen. Für Besitzer von Kunst beispielsweise wäre nur ein relativ kurzfristiger, substanzieller Preisanstieg eines Objekts ein Grund, dieses wieder zu verkaufen, wie Barclays ermittelt hat.

Die Bank hat für die am Montag veröffentlichte Studie rund um den Globus 2000 Menschen befragt. Teurer Schmuck ist der beliebteste Wertgegenstand: 70 Prozent weltweit und 50 Prozent in der Schweiz leisten sich am liebsten Juwelen. Kunst ist für 49 Prozent vorrangig, in der Schweiz sind es 50 Prozent.

Kostbarkeiten nur für sich allein

Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer in der Schweiz sagten, dass sie ihre Schätze als Teil ihrer Familie und ihres Lebensstils betrachten. 64 Prozent können sich vorstellen, Wertgegenstände Museen und damit der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Nur 39 Prozent fühlen jedoch, dass es dazu eine Verpflichtung gebe.

5 Prozent sagten, sie hätten Gegenstände in ihrem Besitz, damit niemand anderes sie haben könne. Damit unterscheiden sie sich deutlich von reichen Indern: Auf dem Subkontinent halten sich 69 Prozent Kostbarkeiten nur aus dem einen Grund, dass sie dem Zugriff anderer Leute entzogen sind.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 11.06.2012 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Von fen reichen lernt man sparen

    Hab noch nie ein Trinkgeld bekommen dagegen von normalen schon! Sie sollens behalten, bin nicht auf ihr Trinkgeld angewiesen! Zum Glück! :-)

  • Little G am 11.06.2012 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Die Welt wird immer schlecht bleiben

    Genau, die Krise wird auf dem kleinen Mann abgewälzt, während dem die Elite ein bischen shopen geht.

  • Richy Hood am 11.06.2012 12:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Zeit ist gekommen

    Für Robin Hood!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alex am 11.06.2012 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Von fen reichen lernt man sparen

    Hab noch nie ein Trinkgeld bekommen dagegen von normalen schon! Sie sollens behalten, bin nicht auf ihr Trinkgeld angewiesen! Zum Glück! :-)

  • Cybot am 11.06.2012 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Geld-Horter

    So viel zu den liberalen Argumenten, die Reichen würden die Wirtschaft ankurbeln. Mit dem Kauf von teurem Schmuck werden vielleicht auch ein paar Arbeitsplätze gesichert, aber wohl kaum sehr viele. Solange die Leute auf ihrem Geld sitzen bleiben, bringt das der Wirtschaft kaum sehr viel.

  • Little G am 11.06.2012 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Die Welt wird immer schlecht bleiben

    Genau, die Krise wird auf dem kleinen Mann abgewälzt, während dem die Elite ein bischen shopen geht.

  • Johann am 11.06.2012 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Krise hat nur der kleine Mann

    wie war das nochmal mit der Krise ? Die haben wohl nur wir arbeitenden; um uns ruhigzustellen und um uns angst zu machen. Auch kann man den Personalbestand unter dem Minimum lassen und auf Lohnerhöhungen verzichten. Solange nur alle brav an eine Krise glauben....

    • John am 11.06.2012 13:17 Report Diesen Beitrag melden

      @Johann

      Wer hat die 6 Wochen Ferieninitative abgelehnt. Wohl nur mit den Reichen wäre das nichtmöglich gewesen. Also haben ein paar kleine Männer sich selber ins Bein geschossen.

    • Andreas Kägi am 11.06.2012 15:29 Report Diesen Beitrag melden

      jaja, die bösen Reichen

      Die Reichen verhalten sich einfach schlauer - kaufen keine Häuser die sie sich nicht leisten können, leben nicht über ihren finanziellen Verhältnissen und bezahlen nicht alles auf Kredit. Aber jaaa, die Reichen sind ja sooo böse Menschen!!!

    • Urs Brand am 12.06.2012 12:43 Report Diesen Beitrag melden

      Juwelen sind steuerfrei Immobilien nicht

      Sie kaufen keine Immobilien welche man versteuern muss. Lieber teuren Schmuck zuhause im Tresor, kostbare Bilder an der Wand etc. und all dies taucht auf der Steuererklärung nirgends auf. Dagegen wird beim OTTO Normalverdiener jeder Reka Check und sonstige Vergünstigungen als Lohnnebenbestandteil auf dem Lohnausweis zur Besteuerung fein säuberlich aufgelistet.

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  • Richy Hood am 11.06.2012 12:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Zeit ist gekommen

    Für Robin Hood!