Airline-Industrie

02. August 2012 18:04; Akt: 02.08.2012 18:04 Print

Fliegen boomt - Airlines trotzdem am Abgrund

von Hans Peter Arnold - Die Airline Swiss wie auch ihre Mutter Lufthansa transportieren mehr Passagiere denn je. Trotzdem brach der Gewinn ein.

storybild

Die Airline-Branche boomt - wenigstens mit Blick auf die Passagierzahlen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Im ersten Halbjahr 2012 flogen 7,7 Millionen Passagiere mit der Fluggesellschaft Swiss. Das sind 4,5 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Während der Umsatz um 2 Prozent auf 2,452 Mrd. Fr. anstieg, brach der Betriebsgewinn um die Hälfte auf 61 Mio. Franken ein. Ähnlich ist die Situation bei der Swiss-Muttergesellschaft: Lufthansa setzte 5,4 Prozent mehr um. Trotzdem resultierte ein Konzernverlust von 202 Mio. Franken.

Mit Blick auf die Frequenzen liegt der Lufthansa-Konzern im Trend mit der weltweiten Airline-Industrie. Seit 2005 stieg das Passagieraufkommen um jährlich 5 Prozent. Auch in diesem Jahr erwartet der internationale Branchenverband IATA ein Wachstum von 5 Prozent. Während die globale Airline-Branche in diesem Jahr rund drei Milliarden Dollar verdienen sollte, erwartet IATA-Chef Tony Tyler für die europäischen Fluggesellschaften einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar.

«Die Renditen sind tief»

Der Wettbewerb sei sehr intensiv und die Margen tief, analysiert Olivier P. Müller von Credit Suisse. «Demzufolge sind die Renditen auf dem investierten Kapital gering.» Für Lufthansa schätzt Credit Suisse diese auf etwas über 2,5 Prozent. Demgegenüber sind die Kapitalkosten von durchschnittlich 7.2 Prozent hoch.

Strukturelle Probleme

Was die Konsumenten freut: Die Ticketpreise sind seit Jahren unter Druck. Daran dürfte sich laut Müller nicht so schnell etwas ändern. Die Liberalisierung des Airline-Marktes habe diesen Trend verstärkt. «Das Problem ist nun, dass viele der immer noch staatlichen Fluggesellschaften nicht aus dem ruinösen Markt verschwinden.»

Lufthansa ist Klassenbester

Zu den aktuellen Lufthansa-Zahlen meint Müller: «Sowohl bezüglich Passagier- wie Umsatzzahlen hat Lufthansa die Erwartungen übertroffen.» Lufthansa sei besser als der Marktdurchschnitt. Allerdings leide auch Lufthansa unter den Überkapazitäten des Marktes. Müller im Fazit: «Lufthansa ist der beste Player im grossen Feld der insgesamt schlecht rentierenden Airline-Industrie.»

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andreas am 03.08.2012 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Lufthansa + Swiss auflösen

    Der ehemalige Deutsche Swiss-Chef Franzen ist nun bei der Lufthansa - das kann ja nicht gut gehen -

  • Schweizer Banker am 02.08.2012 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Credit Suisse Analyse zu Rendite auf investiertem

    Dann soll doch mal bitte der Herr Müller von der Credit Suisse eine grobe Analyse der eigenen Geschäftsbereiche zu deren Rendite unter Berücksichtigung der Kapitalkosten für den Aktionär machen und sich dann wieder melden, wenn sein eigenes Senior Management endlich die richtigen strategischen Schlüsse für das US-Geschäft und das Investmentbanking insgesamt daraus zieht...! Er darf dabei - immer aus Aktionärssicht - durchaus eine langfristige Perspektive einnehmen und die Uebernahmekosten der First Boston und der DLJ mit einem ROI-Satz von 15% berücksichtigen....

  • Coci Frosch am 03.08.2012 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr zeitgemäss

    Fliegen ist nicht mehr zeitgemäss; schadet Natur und Umwelt. Bitte auf den Zug umsteigen. Danke

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andreas am 03.08.2012 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Lufthansa + Swiss auflösen

    Der ehemalige Deutsche Swiss-Chef Franzen ist nun bei der Lufthansa - das kann ja nicht gut gehen -

  • Alain Koch am 03.08.2012 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    CO2 Ausstoss

    Kann man das heute noch Verantworten..mit dem Flieger in die Ferien zu gehen? Alle reden vom Umweltschutz aber keiner macht etwas für die Umwelt..Jedes Jahr das gleiche..die Natur lässt Grüssen!

    • Martial Callair am 03.08.2012 23:38 Report Diesen Beitrag melden

      Wo lebt man eigentlich?

      Alain, dann muss man nicht mehr aus dem Hause gehen, auch nicht zur Arbeit, mit welchem Mittel übrigens gehen Sie an Ihre Arbeit? Diese Grüne die selbst ein Auto besitzen liebe ich vorallem!!

    einklappen einklappen
  • asgart1 am 03.08.2012 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    weniger Flieger

    gleich weniger Chemtrails am Himmel und somit weniger Globale Erwärmung und wieder schönes Wetter .Bessere Nachrichten könnte es gar nicht geben.

  • Coci Frosch am 03.08.2012 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr zeitgemäss

    Fliegen ist nicht mehr zeitgemäss; schadet Natur und Umwelt. Bitte auf den Zug umsteigen. Danke

    • Andi am 03.08.2012 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ok...

      ... wo bitte ist der Zug nach New York?

    • Hmpf am 03.08.2012 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Naja...

      Im Zug muss man halt recht lange die Luft anhalten, wenn man nach Übersee will.

    einklappen einklappen
  • Mark am 03.08.2012 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Noch nie Geld verdient

    Die Linienluftfahrt hat inflationsbereinigt seit über 50 Jahren praktisch nie Geld verdient. Gewinne wurden / werden immer dazu verwendet Flugtickets noch günstiger anzubieten. In diesem System verdienen nur die Firmen welche die Flugzeuge verleasen, denn diese kennen kaum Flauten. Alles andere ist dem "being sexy" Teil der Luftfahrt unterjocht. Ich bin auch der Meinung, dass Fliegen viel zu billig ist. Wäre dass Fliegen jedoch teurer, würde das Geld sicher nicht als Gewinn auftauchen, denn damit werden zB wieder neue Unterhaltungssysteme gekauft um sich irgendwie von der Konkurenz abzuheben.

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren