«Black Friday»

25. November 2011 18:26; Akt: 25.11.2011 18:27 Print

Mit dem Pfefferspray auf Schnäppchen-Jagd

von Mae Anderson, AP - Die Schnäppchen-Jagd am «Black Friday» in den USA hat nicht nur zu langen Warteschlangen vor den Geschäften, sondern auch zu Tumulten geführt.

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In den USA hat die heisse Phase des Weihnachtsgeschäfts begonnen. Zahllose Kunden strömten nach dem Feiertag Thanksgiving in die Kaufhäuser. Wegen besonderer Schnäppchen zum «Black Friday» standen hunderte Menschen in vielen Städten bereits vor Mitternacht vor den Türen Schlange. In Los Angeles kam es wegen des gewaltigen Ansturms auf eine Walmart-Filiale am Freitag gar zu Handgreiflichkeiten: Zehn Menschen wurden leicht verletzt, als ein wütender Kunde Pfefferspray einsetzte.

2000 Kunden warten auf Eintritt

Der Freitag nach Thanksgiving ist in den USA traditionell einer der umsatzstärksten Verkaufstage des Jahres. Das Erntedankfest fällt immer auf den vierten Donnerstag im November und ist der Start in ein langes Wochenende. Viele Arbeitnehmer haben frei und nutzen den Brückentag zur ausgiebigen Schnäppchenjagd.

In einigen Städten waren die Läden schon an Thanksgiving selbst geöffnet. So war der Herald Square, eine beliebte Einkaufsmeile in New York, am späten Nachmittag voller Menschen, die in die Geschäfte drängten. Hier und in vielen anderen Städten wie in St. Petersburg in Florida öffneten einige Läden schon um Mitternacht.

Noch vor einem Jahr hatten nur wenige Geschäfte um diese Zeit geöffnet, doch dieses Jahr folgten etliche weitere. Der grosse Andrang gibt den Einzelhändlern offenbar Recht: Vor Mitternacht warteten vor einem Best-Buy-Geschäft in New York rund 300 Menschen, um sich einige der Sonderangebote zu sichern. Vor einem Geschäft der gleichen Kette in Florida standen gar 2000 Kunden.

Geschäfte öffnen immer früher

Vor zehn Jahren noch pflegten die grossen Läden am «Schwarzen Freitag» um 06.00 Uhr zu öffnen. Seitdem wurde es immer früher, und nach einigen Testläufen öffnen viele Ketten nun schon um Mitternacht. Analysten loben den Schritt. Die Einzelhändler müssten die Kunden so früh wie möglich zum Ausgeben verleiten, bevor deren Geld weg sei.

In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das Geld bei vielen knapp. Alles werde immer teuerer, aber angesichts der vielen Sonderangebote am «Black Friday» könne man sich das eine oder andere eben doch leisten, sagte eine Kundin, die am Donnerstagnachmittag mit ihrer Schwester bei Toys R Us Schlange stand.

Einer Umfrage des Branchenverbands zufolge hat sich die Zahl der Kunden, die sich zur Geisterstunde in den Kaufrausch stürzen, von 2009 auf 2010 verdreifacht. An Thanksgiving wollten dieses Jahr 16 Prozent die geöffneten Geschäfte für ausgiebige Einkaufstouren nutzen. Etwa 34 Prozent der Kunden planten am «Black Friday» auf Schnäppchenjagd zu gehen - nach 31 Prozent im Vorjahr. Am Wochenende dürften 152 Millionen Menschen in die Geschäfte drängen, das wären 14 Millionen mehr als im vergangenen Jahr.

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