Griechenland

30. Juli 2010 11:02; Akt: 30.07.2010 13:37 Print

Reiseveranstalter wehren sich gegen StreiksReiseveranstalter wehren sich gegen Streiks

Griechenland geht wegen anhaltender Streiks das Benzin aus. Bereits mussten Touristen Autos stehen lassen. Reiseveranstalter fordern Massnahmen.

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Der Streik der Tank- und Lastwagenfahrer führt bereits zu Engpässen: eine Tankstelle in Athen mit dem Hinweis «kein Benzin» (26. Juli 2010). (Bild: Keystone/AP)

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In Griechenland herrscht Stillstand. Nach tagelangem Streik der Tank- und Lastwagenfahrer gab es am Freitag kaum noch Benzin im Land. Reiseveranstalter riefen die griechische Regierung auf, nun sofort zu handeln, andernfalls breche der Tourismus zusammen.

Hunderte Touristen mussten ihre Mietwagen stehenlassen, weil sie nicht mehr auftanken konnten. Zehntausende Touristen harrten in Hotels und auf Campingplätzen aus, weil es keinen Sprit für ihre Autos gab.

Unternehmen stellten ihre Arbeit ein, viele kleinere Fähren mussten in den Häfen bleiben. Nicht nur beim Benzin, aucn bei der Versorgung mit Obst und Gemüse machten sich zunehmend Engpässe bemerkbar. Die griechischen Medien zeichnen ein düsteres Bild und sehen ihr Land nahe am Zusammenbruch.

Allerdings gibt es einen Hoffnungsschimmer für Griechen und gestrandete Urlauber: Am Freitagnachmittag wollten die Gewerkschaften der Tank- und Lastwagenbesitzer entscheiden, ob sie den Streik beenden. Die Regierung hatte bereits am Donnerstag ein Verfahren in Gang gesetzt, um die Fahrer wieder zum Dienst zu verpflichten.

Streik gegen Konkurrenz aus EU-Staaten

Die Eigentümer und Fahrer der rund 30 000 Tank- und Lastwagen Griechenlands streiken bereits seit Montag. Sie protestieren damit gegen die Öffnung sogenannt geschlossener Berufe, welche die EU verordnet hat.

Eine Lizenz für einen Last- oder Tankwagen kostet in Griechenland je nach Grösse des Wagens bis zu 300 000 Euro. Lizenzen sind seit fast 40 Jahren in Griechenland nicht mehr ausgegeben worden. Aus diesem Grund steigt ihr Wert immer mehr.

Um die Lizenzgebühren drastisch zu senken, sollen nun nach einem Gesetzesentwurf in den nächsten drei Jahren stufenweise neue Lizenzen vergeben werden - dagegen laufen die Lizenzinhaber Sturm, die seinerzeit selber hohe Gebühren zahlen mussten.

(sda)

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