Argentinien

08. Dezember 2010 08:41; Akt: 08.12.2010 08:52 Print

Repsol findet riesiges Schiefergas-Feld

In Patagonien im Süden Argentiniens sind grosse Erdgasvorkommen gefunden worden. Sie sollen das Land für 50 Jahre versorgen können.

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Argentinien meldet einen grossen Erdgasfund. Die Vorkommen würden das Land auch für die kommenden 50 Jahre von Importen unabhängig machen, teilte die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner am Dienstag mit. Es handle sich um Vorkommen sogenannten Schiefergases, das der spanische Energiemulti Repsol YPF S.A. entdeckt habe. Eine genaue Angabe zur Grösse der Lagerstätte machte Fernández nicht.

Die Erschliessung von Schiefergas ist technisch aufwendig und deshalb teurer als bei normalen Gaslagerstätten. Die hohen Weltmarktpreise für Erdgas machen die Erschliessung inzwischen dennoch rentabel.

Auch beim Erdöl verfüge Argentinien über grosse Reserven, sagte die Staatschefin weiter. Energie ist in Argentinien wegen staatlicher Vorgaben und hoher Subventionen viel billiger als auf den Weltmärkten.

Kehrseite der aus sozialen Gründen künstlich verbilligten Energie ist das weitgehende Fehlen von Energiesparmassnahmen. Vor allem Neubauten sind schlecht isoliert. Im Winter muss kräftig geheizt werden, im Sommer laufen die Klimaanlagen auf Hochtouren.

In Loma de la Lata etwa 1100 Kilometer südwestlich von Buenos Aires wird bereits seit längerem Erdgas gefördert. Ureinwohner vom Volk der Mapuche wehren sich bisher vergeblich gegen die Förderung. Sie werfen den Unternehmen vor, Luft, Böden und das Grundwasser zu verschmutzen.

(sda)