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Bankenreform
02. November 2010 16:00; Akt: 02.11.2010 16:01 Print
Gescheiterte Banken sollen verschwinden
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann spricht sich dagegen aus, dass gescheiterte Finanzinstitute in Zukunft vom Staat gerettet werden sollen.
Es könne nicht angehen, dass Banken vom Staat gerettet werden und nach der Krise mit besseren Büchern dastehen als vorher, sagte Ackermann vor dem Internationalen Bankenverband IIF am Dienstag in Peking. Das sei die «falsche Botschaft für das Management.»
Ackermann: «Falsche Botschaft für das Management».(Bild: Keystone)
Zudem warnte der Deutsche-Bank-Chef und Präsident des IIF die 20 führenden Industrienationen (G-20) davor, auf ihrem Gipfel in Seoul schärfere Regeln für die Banken zu beschliessen. Die G-20 müssten davon absehen, die Fristen zur Umsetzung der im September in Basel beschlossenen neuen Finanzregeln («Basel III») vorzuziehen. Auch dürfe es keine zusätzlichen Kapitalanforderungen für die Banken geben, sagte Ackermann.
International gleiche Wettbewerbsbedingungen
Ackermann warnte vor negativen Auswirkungen auf die konjunkturelle Erholung nach der Krise und die Schaffung von Arbeitsplätzen. «Es steht viel auf dem Spiel.» Den G20-Führern müssten der Gesamtkosten der Reform der Finanzvorschriften bewusst sein. Die in Basel beschlossenen Regeln seien bereits eine «ziemliche Herausforderung» für die Banken.
Der Gipfel in Seoul vom 10. bis 12. November müsse sicherstellen, dass es «international gleiche Wettbewerbsbedingungen» gebe, sagte Ackermann, der sich bei der Eröffnung der IIF-Repräsentanz in Peking äusserte. Es ist das erste Aussenbüro der in Washington ansässigen Interessenvertretung von Banken, die weltweit 420 Mitglieder hat.
Verständnis für China
Im Streit um die chinesische Währung, die aus amerikanischer Sicht unterbewertet ist, äusserte Ackermann Verständnis für China, das sich nur langsam bewegt. «Wir sollten uns nicht gegenseitig kritisieren.» Die Währungslage sei sehr kompliziert. Um die schwierigen Fragen zu lösen, bedürfe es vor allem internationaler Kooperation. Die USA werfen China vor, sich mit einem billigen Yuan auf dem Weltmarkt Wettbewerbsvorteile zu erschleichen.
Der chinesische Staatschef Hu Jintao zeigte sich derweil kompromissbereit. «Wir werden die Flexibilität des Yuan verbessern, so dass wir eine relative Stabilität unserer Währung auf einem vernünftigen und ausgeglichenen Niveau erreichen», sagte Hu der Zeitung «Le Figaro» kurz vor einem Frankreichbesuch.
China habe sich immer für eine Reform des Mechanismus zur Bildung des Yuan- Wechselkurses eingesetzt, fügte er hinzu. Der seit Monaten anhaltende Währungsstreit soll eines der grossen Themen auf dem G20- Gipfel sein.
(sda)






























