Teure Konten

08. Oktober 2013 23:53; Akt: 09.10.2013 09:18 Print

Credit Suisse erhöht Kontogebühren

Die Credit Suisse erhöht ihre Gebühren für Privatkonten und die Bonviva-Pakete. Damit gehört sie zu den teuersten Banken der Schweiz.

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Bei der Credit Suisse müssen bald auch Kunden mit höheren Einlagen normale Gebühren zahlen. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Credit Suisse schröpft ihre Kunden. Offenbar will die Grossbank ihre Gebühren für die Privatkunden erhöhen. Ab Anfang 2014 ändert die Schweizer Grossbank ihre Privatkonto-Jahres- und Maestro-Karten-Gebühren für Privatkunden. Das berichtet der Online-Vergleichsdienst Moneyland. Man habe von verschiedenen Filialen bestätigt bekommen, dass eine Erhöhung anstehe und schon bald die Kunden darüber informiert würden, so Moneyland-Geschäftsführer Benjamin Manz zu 20 Minuten. Die Credit Suisse wollte die Gebührenanpassung auf Anfrage von 20 Minuten weder bestätigen noch dementieren.

Aktuell berechnet die Credit Suisse ihren Privatkonto-Kunden 6 Franken pro Monat an Kontoführungsgebühren – also 72 Franken pro Jahr. Kunden mit mindestens 15'000 Franken an Anlagevermögen werden diese erlassen.

Alle zahlen ab 2014

Neu werden ab Januar 2014 für das Privatkonto, unabhängig vom Anlagevermögen, 60 Franken pro Jahr an Kontoführungsgebühren berechnet. Dazu kommt eine Gebührenerhöhung von 10 Franken für die Maestro-Karte, die neu mit 50 Franken nach bisher 40 Franken pro Jahr zu Buche schlägt. Für alle Kunden mit mindestens 15'000 Franken Anlagevermögen erhöht sich damit die Gebühr um satte 70 Franken pro Jahr.

Moneyland hat das Privatkonto-Angebot der Credit Suisse inklusive der dazu gehörenden Maestro-Debitkarte mit den Angeboten der anderen Schweizer Banken verglichen: «Das Privatkonto-Angebot der Credit Suisse gehört zu den teuersten in der Schweiz», so Benjamin Manz. Besonders teuer sei auch die Maestro-Karte mit einer Jahresgebühr von 50 Franken – die Mehrheit der Schweizer Banken verrechnet ihren erwachsenen Kunden 20 bis 30 Franken an Maestro-Karten-Jahresgebühren. Immerhin gebe es aber auch Pluspunkte: «Bei grossen Instituten können Kundinnen und Kunden von einer breiteren Angebotspalette profitieren», erklärt Manz.

Auch Bonviva teurer

Auch die gebündelten Angebote der Credit Suisse, die so genannten Bonviva-Pakete, werden teurer. Sie beinhalten neben Privatkonto und Maestro-Karte weitere Produkte wie weitere Konten und Kreditkarten. Das Paket Bonviva Silber kostet neu im 1. Jahr 90 Franken statt 72 Franken und im Folgejahr 180 Franken statt bisher 144 Franken. Das Paket Bonviva Gold kostet neu im 1. Jahr 240 Franken statt 210 Franken und im Folgejahr 480 Franken statt 420 Franken. Das Paket Bonviva Platinum kostet neu im 1. Jahr 540 Franken nach 480 Franken und im Folgejahr 1'080 Franken statt 960 Franken.

Moneyland informierte über die Erhöhungen im Rahmen einer Untersuchung von über 150 Schweizer Privatkonten und Maestro-Karten. Für erwachsene Durchschnittsnutzer mit einem durchschnittlichen Kontostand von 6ʼ500 Franken stehen bei den untersuchten Privatkonten die Appenzeller Kantonalbank Raiffeisen sowie die Freiburger Kantonalbank, gefolgt von Alpha Rheintal Bank und money-net.ch zuoberst auf dem Podest.

Die kompletten Ranglisten für verschiedene Kundentypen finden Sie auf der Seite von Moneyland.

(laf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto am 09.10.2013 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So nicht

    Wozu sollte man sein geld noch auf die bank bringen? Praktisch keine zinsen und dann noch kontogebühren. Die hohen herren haben uns ja gelernt dass man sein geld nicht ohne zinsen anlegt. Also: warum muss ich selbst schuldzinsen zahlen, wenn ich einen kredit aufnehme aber wenn ich der bank einen "kredit" gewähre, muss ich noch dafür bezahlen? Für wie dumm halten die uns?

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  • Roman am 09.10.2013 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Zürcher Kantonalbank

    Die ZKB verdoppelt ihre Gebühren für das Privatkonto. Die Busse der Amis zahlt damit wohl Otto Normalbürger.

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  • Abzocke am 09.10.2013 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    Überall darf der Bürger zahlen

    Alles wird teuerer... Krankenkassen, Autofahren, Zigaretten, ÖV und jetzt noch die Bank. Es wird teuerer aber der Lohn gleich, dass ist noch nicht mehr faire?! Die Bank will jetzt so die Einnahmen erhöhen und Ihr Konto füllen... toll...!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • sneaker1967 am 10.10.2013 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Fazit: Neue Bank suchen!

    Bei den Grossbanken scheinen Privatkunden nicht mehr willkommen zu sein. Ich habe die Konsequenzen gezogen und Depot sowie alle Konten nach 35 Jahren gekündigt!

  • G. Mattenberger am 09.10.2013 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Banken + Kleinkunden

    Pro Bargeldbezug zahlt man zwischen 2-3% und zwar jedes Mal, pro Jahr also ein Vielfaches davon. Mit der Kreditkarte ist es genau gleich. Auf der anderen Seite erhaelt man einen Habenzins von zwischen 0 und 1 Prozent. Also zurueck zum guten alten Kassenschrank und das Geld wieder zu Hause aufbewahren.

  • Banker am 09.10.2013 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Dienstleistung

    Banken erbringen Dienstleistungen, die bezahlt werden müssen. Leider war und ist vielen Kunden nicht klar, was sie bis Heute von den Bank gratis erhalten haben.

  • Clude am 09.10.2013 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tipp: Raiffeisen

    Jeder selber Schuld, wer sich die Angebote von Raiffeisen nicht einmal anschaut!

  • Frederic am 09.10.2013 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    polemik pur

    An alle die glauben indem sie ihr Bankkonto kündigen seien sie besser dran. Alle Banken werden die Gebühren weiter erhöhten, ob CS, UBS oder sonst wer. Und lasst euch eins gesagt sein: Hin und her macht Taschen leer!