Aggressiver Kläger

16. Juli 2015 11:20; Akt: 16.07.2015 11:32 Print

Swiss spricht Flugverbot gegen US-Passagier aus

Die Airlines der Lufthansa-Gruppe – darunter die Swiss – befördern einen US-Geschäftsmann nicht mehr, weil er sie ständig verklagt. Das lässt der Amerikaner nicht auf sich sitzen.

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Die Lufthansa-Gruppe liefert sich mit einem US-Geschäftsmann eine juristische Auseinandersetzung. Im Bild: Maschinen von Swiss und Lufthansa am Flughafen Zürich. (Bild: Keystone/Alessandro Della Bella)

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Die Lufthansa-Gruppe, zu der auch die Swiss gehört, liefert sich seit Jahren ein juristisches Gefecht mit einem US-Geschäftsmann. Der Passagier hat in den letzten fünf Jahren über zwanzig juristische Forderungen an die Swiss, die Lufthansa und an Austrian Airlines gestellt – wegen Verspätungen und Gepäckschäden. Nun berichtet die «Handelszeitung» von einem Brief der Lufthansa-Gruppe an den US-Geschäftsmann, worin ihm die Airline klarmacht, ihn nicht mehr transportieren zu wollen.

«All Ihre zukünftigen Versuche, mit den Fluggesellschaften unserer Gruppe zu reisen, werden unterbunden», heisst es in einem Schreiben der Lufthansa, welches der «Handelszeitung» vorliegt. Wegen der über 20 Forderungen an die Airlines des Konzerns sei es offensichtlich, dass die Basis der Geschäftsbeziehung nachhaltig gestört sei. Diesen Boykott will der Fluggast aber nicht auf sich sitzen lassen und setzt sich in seiner Heimat erneut juristisch zur Wehr. Es könne doch nicht sein, dass ein Passagier, der seine Rechte konsequent ausübe, ein Flugverbot kassiere, so der Geschäftsmann zur «Handelszeitung». Der Fall liegt beim New Yorker Bezirksgericht.

In diesem Juli hat der Amerikaner laut dem Bericht eine weitere Klage gegen die Swiss eingereicht – und zwar wegen angeblich nicht erstatteter Gepäckschäden. Die Swiss weigere sich, der Montrealer Konvention Folge zu leisten und täusche so den Kläger wie Millionen anderer Passagiere rund um den Globus, heisst es in der Klageschrift. Bei der Swiss hat man Kenntnis von der Klage, will den Fall aber nicht kommentieren.

(sas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas am 16.07.2015 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Ich begrüsse den Entscheid der Swiss. Wenn sich die Passagiere schon nichts gefallen lassen, so darf die Airline auch mal eine Antwort geben

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  • MM am 16.07.2015 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Wenn ich mit einer Fluggesellschaft nicht zufrieden bin, werde ich mit dieser nicht mehr fliegen. In dem Sinne ist es für mich unverständlich, dass man mit einer Airline so viele mal fliegt, dass 20 Klagen zusammenkommen.

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  • Swiss Kunde am 16.07.2015 11:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unverständlich

    Ich reise selbst oft mit einer Airline der Lufthansa Gruppe, wie die Swiss und hatte bisher nie schlechte Erfahrungen gemacht. Bei Gepäckschaden wurde mir alles Zurückerstattet und einen neuen Koffer bezahlt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Zolliker am 19.07.2015 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Swisshansa Nein danke

    Swiss Online Buchungen sollten dringend vom Preisüberwacher überprüft werden. Hier ein Beispiel: Flug von Zürich nach Prag und zurück nach Zürich. Gewählt wurde ein Donnerstag und ein Monat. Grundpreis war CHF 300.00 dazu kamen Abgaben an die EU und an die CH zudem Buchungsabgaben. Total waren wir dann bei CHF 350.00 immer noch günstig, nur dann kam das Handgepäck plus CHF 15.00 pro Weg max. 5 KG und das Reisegepäck von CHF 55.00 pro Weg dazu. Jetzt sind wir tatsächlich bei CHF 490.00 gleicher Preis wie an der Bahnhofstraße. Wie war das jetzt wir sind die günstigsten liebe Swisshansa?

    • Billigflieg Er am 25.07.2015 06:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      günstig Fliegen leicht

      Wenn Sie keinen günstigen Flug finden, haben SIE etwas falsch gemacht. Mittlerweile kann man auch mit Swiss für weniger als CHF 200.- an Destinationen in ganz Europa und wieder zurück fliegen. Der Schlüssel heisst Preisvergleich.

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  • Christ am 17.07.2015 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    so unzufrieden!?

    Wieso reist er immer wieder mit Swiss, um sie zu verklagen?

  • goswiss am 17.07.2015 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Der Traum aller Airline-Mitarbeiter

    Dass der Pax wahrscheinlich auch ein unmögliches Benehmen an den Tag legt und sich aufführt als sei er der König von Sowieso, hat er bestimmt nicht in der Klage erwähnt.

  • Armin am 17.07.2015 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es muss sein

    Die Blacklist gabs schon vor 30 Jahren. Da waren sie schlimmsten Passagiere drauf. Wie zB die Rolling Stones

  • Eveline am 17.07.2015 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Keiner MUSS wenn privat

    Die Lufthansa / Swiss sind private Gesellschaften und haben das Recht zu befördern oder nicht zu befördern wen sie wollen. Genauso kann ein Wirt den Gast nicht bedienen wenn es ihm nicht passt. Warum dieser Ami gleichwohl immer wieder mit Lufthansa / Swiss fliegt ist schon etwas komisch und für mich nicht nachvollziehbar.