«Bilanz»-Ranking

02. Dezember 2016 08:47; Akt: 02.12.2016 11:14 Print

Das sind die jüngsten Superreichen der Schweiz

von I. Strassheim - Ob Mode-, Schokoladen- oder Uhrenbusiness: Junge Millionäre haben meist geerbt – oder sie sind Sportler. Einer aber ist durch ein Start-up reich geworden.

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Roger Federer ist 35 und einer der reichsten jungen Schweizer: Das Vermögen der Tennislegende dürfte 400 bis 450 Millionen Franken betragen. Die verletzungsbedingte Zwangspause in diesem Jahr schmälert sein Einkommen nicht: Federers Werbeverträge - unter anderem mit Mercedes und Jura - laufen weiter. Michelle Hunziker (39) grüsste diesen Herbst vom Lido in Venedig und kommt zusammen mit ihrem Mann Tomaso Trussardi auf 200 bis 250 Millionen Franken. Seit neuestem wirbt die TV-Entertainerin und Werbeikone nicht nur für Schweizer Käse oder UPC Cablecom, sondern auch für das Modeimperium ihres Mannes. Dabei verwandelt sie sich in das Trussardi-Logo: Einen Windhund. Noch jünger und noch reicher: Die 36-jährige Ines Kaindl führt den Holzwerkstoffkonzern Swiss Krono Group. Sie hat den Betrieb mit den insgesamt zehn Werken in acht Ländern von ihrem Vater übernommen und baut ihn weiter aus. Das Vermögen der Familie soll 700 bis 800 Millionen Franken schwer sein. Modeerbin und Seglerin: Allegra Gucci (35) hat ihren Wohnsitz in St. Moritz, nach dem sie auch einen von ihr gegründeten Yacht-Club benannt hat. Ihr Vermögen, an dem auch die Schwester Alessandra beteiligt ist, beträgt 100 bis 150 Millionen Franken. Auf dem Foto ist Allegra Gucci beim America' s Cup 2001 zu sehen. Er ist der Selfmademan unter den jungen Millionären: Niklas Östberg (36) gründete vor fünf Jahren Delivery Hero. Die Onlineplattform für Essensauslieferung ist mittlerweile in 33 Ländern präsent, Investoren bewerten das Portal mit rund drei Milliarden Euro. Östbergs Vermögen soll 100 bis 150 Millionen Franken hoch sein, er investiert inzwischen auch in andere Start-ups. Die Schokoladen-Familie: Gründersohn Jürg Läderach mit seinen Kindern Johann (l.) und Elias. Auch die dritte Generation ist schon aktiv: Der 30-jährige Johann Läderach managt das Deutschlandgeschäft mit zehn Filialen. Geschätztes Vermögen der Familie: 100 bis 150 Millionen Franken. Auch der deutsche Formel-1-Pilot Sebastian Vettel zählt zu den reichsten Schweizern. Der 29-Jährige ist inzwischen im Thurgau zu Hause und kommt auf ein Vermögen von 150 bis 200 Millionen Franken. Auf dem Foto feiert er seinen dritten Platz beim Grand Prix in Abu Dhabi Ende November. Der Uhr-Enkel: Elie Bernheim führt das Genfer Uhrenunternehmen seines Grossvaters, Raymond Weil weiter. Das Vermögen des 35-Jährigen wird auf 250 bis 300 Millionen Franken geschätzt.

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Wer jung ist, hat meistens keine Millionen oder Milliarden auf der Seite. Es gibt aber auch Ausnahmen: unter 40-Jährige mit ganz viel Geld. 20 Minuten hat sie unter den von der «Bilanz» aufgelisteten 300 Reichsten der Schweiz herausgefischt.

Umfrage
Was empfinden Sie, wenn Sie sich die Liste der reichsten Schweizer anschauen?
11 %
6 %
7 %
4 %
4 %
10 %
58 %
Insgesamt 15515 Teilnehmer

Was auffällt: Die Mehrheit hat geerbt. Führt aber die Geschäfte der Eltern meist weiter oder hat mit dem Vermögen ein eigenes Business gegründet. Allerdings finden sich unter den jungen Multimillionären auch zwei Spitzensportler. Und ein Unternehmer, der mit einem Internet-Businessmodell zu Geld kam.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ich,41 am 01.12.2016 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ist das Leben

    Das zu wissen, bringt mir ja gar nichts. Ich lebe mein Leben trotzdem weiter arbeite gehe in die Ferien und zahle meine Rechnungen. Ich habe alles was ich brauche, mir geht es soweit gut, ich bin gesund.

  • Kurt am 01.12.2016 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Endstatium des Kapitalismus

    Wann erleben wir die Französische Revoulution im Technischen Zeitalter ? Ich denke es ist nur eine Frage der Zeit den wir leben im Endstadium des Kapitalismus. Dieser Kapitalismus hat nichts mehr mit sozialem zu tun nein im Gegenteil er zeigt nur wie habgierig wir Menschen sind und immer mehr wollen. Ich sag nur Völlerei

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  • No comment am 01.12.2016 22:04 Report Diesen Beitrag melden

    Noch mehr

    Die Reichen sollten mit noch weniger Steuern "belastet" werden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sandro am 06.12.2016 12:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    Ich respektiere die Superreichen die in der Schweiz leben und das Geld auch in der Schweiz ausgeben. Genau diese Menschen tragen zu unserem Wohlstand in der Schweiz bei. Geben wir diesen Menschen grosse Sorge, so dass Sie noch möglichst lange unter uns weilen werden. Eifersucht, Neid und Missgunst sind die Krebsgeschwüre unserer Wirtschaft und deren Gesellschaft. Sie beinträchtigen und trüben unsere Urteilsfähigkeit. Von reichen Menschen kann man sehr viel lernen. Zum Beispiel: "Sparen!"

  • Oli Garch am 05.12.2016 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Der Herr Blocher

    sollte seine Kosten für politische Kampagnen und den Aufkauf von Medien von den Steuern abziehen können. Denn es ist von allgemeinem Interesse, wenn einer die Demokratie zu ihrem eigenen Schutz erwirbt.

    • Olivia am 10.12.2016 14:38 Report Diesen Beitrag melden

      Oliver

      Der Herr Blocher belastet deine Steuern nicht mit Lohnfortzahlung wie die anderen BR, z.B.Moritzli, ich nehme Hut ab vor Hrrn Blocher fuer vieles, was er fuer die Schweiz gemacht hat, inkl. Arbeitsplaetze, wenn ihr ihm den Erfolg neidig und madig seid, dann habt ihr ein wirkliches Problem!

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  • 807687 am 04.12.2016 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder kann reich werden,

    aber nicht alle! Solange das nicht begriffen wird, wird das Stimmvieh weiterhin Politdarsteller wählen, die Gesetze zugunsten der Finanzeliten machen und gegen das Volk. Es etabliert sich dadurch bereits wieder eine Feudalherrschaft. Gleichzeitig stimmen die gleichen Leute auch grundsätzlich zum eigenen Schaden ab (Unternehmenssteuerreform 1+2 sind beredte Beispiele, BGE, AHV, KK-Obligatorium, usw, die Liste ist endlos).

  • francois huber am 04.12.2016 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das blockierende Wort der Reichsten: Neid

    Peinlich und fragwuerdig, eine solche Liste. und kein Ruhmesblatt fuer die, die darin stehen. Hier wird Neid ethisch korrekt.

  • Alex Vorburger am 04.12.2016 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange noch...

    ... lassen wir uns weismachen, es hätte zuwenig Geld in der Schweiz? 2015 besass laut CS 1 Zehntel der Steuerpflichtigen fast 3 Viertel des privaten Vermögens. Dieser Zehntel erhält 1 Viertel des Gesamteinkommens, trägt aber nur 1 Fünftel zum Steueraufkommen bei (NZZ, Nov. 2011). Und als Krönung nimmt die Steuerbelastung ab Einkommen von über 500'000 Fr. in der Schweiz eher wieder ab (Tagi, Mai 2014).