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Priorisierung
14. März 2010 22:45; Akt: 15.03.2010 13:18 Print
CEOs mit Vortritt auf der Datenautobahn
von Alex Hämmerli - Die Swisscom gibt Top-Managern Vorrang, wenn das Mobilfunknetz überlastet ist. Der Konsumentenschutz findet dies höchst problematisch.
Ursprünglich war der Swisscom-Dienst Natel plus für Politiker sowie für Polizei- und Rettungsdienste vorgesehen. Mit der kostenpflichtigen Zusatz-Option können sie im Krisenfall trotz überlastetem Handynetz telefonieren. Mittlerweile kommen auch ausgewählte Top-Manager, z.B. Swisscom-CEO Carsten Schloter, in den Genuss der Priorisierung, mit der Anrufe vor denjenigen von normalen Handykunden durchkommen, berichtet die «SonntagsZeitung» in der aktuellen Ausgabe.
Swisscom-CEO Carsten Schloter.
Infrage kommen Manager laut Swisscom-Sprecher Sepp Huber etwa dann, wenn sie im Krisenstab eines Unternehmens eingebunden sind. Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Schweizerischen Konsumentenschutzes SKS, findet dies höchst problematisch. «Eine Berechtigung für eine derartige Priorisierung gibt es nur, wenn es um Leben und Tod geht.» Und bei privatrechtlichen Institutionen gebe es solche Situationen nicht.
Gemäss Huber ist Natel plus kein VIP-Dienst für Private, die sich besonders wichtig finden, sondern ein «Sicherheits-Service für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben im öffentlichen Interesse». Die «zuständige Stelle» bei Swisscom entscheide anhand von vordefinierten Kriterien, ob ein Kunde Natel plus erhalte. Stalder kritisiert indes, dass die Grenzen nicht klar abgesteckt seien. «Ich werde die Swisscom diesbezüglich zur Rede stellen.»
























