Unrühmliche Geschichte

16. November 2012 14:52; Akt: 16.11.2012 15:12 Print

DDR-Gefangene mussten für Ikea knechtenDDR-Gefangene mussten für Ikea knechten

In der DDR sind bei der Produktion von Ikea-Möbeln politische Häftlinge und Strafgefangene eingesetzt worden. Dies hat eine von Ikea in Auftrag gegebene Studie ergeben.

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In Saudi Arabien wurden alle Frauen aus IKEA-Katalogen hinausretuschiert. Das erzürnte die die Frauenrechtlerinnen von Femen: Sie machten ihrer nackten Wut am 25. Oktober in einer Filiale in Hamburg Luft.

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Im Frühjahr hatten mehrere Medien berichtet, der Möbelbauer und andere westliche Unternehmen hätten von der Produktion durch politische Gefangene in der DDR profitiert. Ikea kündigte daraufhin eine Überprüfung der Vorwürfe an und gab bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young eine Studie in Auftrag. Das Resultat ist jetzt da.

Es gebe Hinweise, «dass politische Häftlinge und Strafgefangene in Teilen an der Produktion von Komponenten oder Möbelstücken, die vor 25 bis 30 Jahren an Ikea geliefert wurden, beteiligt waren», teilte der schwedische Möbelhersteller am Freitag in Berlin mit.

Zudem habe die Studie ergeben, dass Vertreter im Ikea-Konzern von der Möglichkeit des Einsatzes politischer Gefangener in der DDR wussten.

Noch kein Kontrollsystem vorhanden

Der schwedische Konzern habe zwar Schritte unternommen, um sicherzustellen, «dass Gefangene nicht für die Herstellung eingesetzt wurden», erklärte das Unternehmen in Berlin. Es sei nun aber klar, «dass diese Massnahmen nicht wirkungsvoll genug waren».

«Zu jener Zeit hatten wir noch nicht das heutige, gut ausgearbeitete Kontrollsystem und haben offensichtlich nicht genug getan, um derartige Produktionsweisen zu verhindern», erklärte die schwedische Ikea-Managerin Jeanette Skjelmose.

Für die Untersuchung wurden nach Angaben des Unternehmens Dokumente aus Ikea-Archiven sowie Bundes- und Landesarchive ausgewertet. Zudem wurden 90 Gespräche mit aktiven und ehemaligen Mitarbeitern von Ikea sowie mit Betroffenen, Beteiligten und Zeitzeugen geführt.

(kub/sda)

Ausgewählte Leser-Kommentare

Das war auch in CH Gefängnissen so üblich. Die Gefangenen konnten dabei sogar ein Handwerk erlernen, oder sich was dazu verdienen, nicht viel aber doch etwas, was dem selbstwert Gefühl sicher nicht abträglich war und auch für die wieder Eingliederung in die Berufszeit nach der Strafe gut war. Schwierig war es fuer die Haftanstalten genügend Auftraege zu erhalten. Es ist auch eine Wiedergutmachung an der Gesellschaft – R.S.

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  • Sandy am 18.11.2012 09:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Femen ist peinlich

    Als Frau schäme ich mich für Femen! Ich möchte euch den Tip geben, macht doch diese Aktion nächstes Mal in Saudi Arabien! Bin sicher wir sehen euch dann längere Zeit nicht mehr.

  • Tim atz E ori am 18.11.2012 09:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Völlig normal!!!

    Und dann???!!! Lass die Leute im Knast was tu. Ob der eine oder andere Unschuldig drin sitzt kann nur der Staat was für nicht Ikea. Auch heute werden in Pöschwies dinge für die Industrie hergestellt. Und das ist auch gut so und gibt den Insassen eine gewisse Wertschätzung.....

  • Anette am 18.11.2012 00:14 Report Diesen Beitrag melden

    Schönreden !

    Es ist wirklich unglaublich, wie man das wieder versucht schön zu reden! "dass diese Massnahmen nicht wirkungsvoll genug waren" Frage: Welche Massnahmen muss man denn ergreifen, damit wirkungsvoll verhindert wird, dass man aus Zwangsarbeit politischer Gefangenen keinen Profit schlägt? Eben! Ich denke, dass man einfach keinen Auftrag erteilt, düfte wohl reichen! Doch dann sind die Shareholder wieder sauer! IKEA Nein Danke!

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