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Uhrenindustrie
11. März 2010 23:43; Akt: 11.03.2010 23:44 Print
Swatch und Co haben Talsohle durchschritten
von Dajan Roman - Nach dem Horrorjahr 2009 ist die Schweizer Uhrenbranche auf Wachstumskurs. Wie fast immer heisst es: danke, Asien.

CEO Nick Hayek präsentierte gestern die Zahlen der Swatch Group. (Keystone)
2009 brachen die Exporte der Schweizer Uhrenindustrie um über 22 Prozent ein. Doch jetzt stehen die Zeichen wieder auf Expansion. Swatch-CEO Nick Hayek sagte gestern: «Im Januar und Februar haben wir in allen Segmenten ein ausserordentliches Wachstum erreicht. Die Uhrenverkäufe sind wieder auf einem Niveau wie im Rekordjahr 2008.» Das Ziel von Swatch sei es, 2010 bei Umsatz und Gewinn neue Rekorde zu erreichen.
Auch andere Firmen sehen Licht am Ende des Tunnels: «Die meisten haben unterdessen die Kurzarbeit wieder aufgehoben», sagt René Weber, Analyst bei Vontobel. «Mit der Konjunkturerholung ist auch die Nachfrage nach Uhren zurückgekehrt», sagt Beatrice Kunz, Analystin bei Clariden Leu. Vor allem nach Asien (China, Hongkong, Südkorea, Singapur, Indien) sei wieder deutlich mehr exportiert worden. Zudem sei die Nachfrage nach Luxusgütern in Ländern wie China noch lange nicht gesättigt: «Immer mehr Leute können sich Prestigeobjekte leisten und wollen dies auch zeigen.» Aber: «Die Exporte nach Europa, Japan und in die USA sind weiterhin rückläufig», ergänzt Weber.
Dennoch: Kunz glaubt, dass die Krise überstanden ist und auch Weber blickt optimistisch in die Zukunft. Er geht davon aus, dass die Exporte 2010 um mehr als 5 Prozent wachsen werden. ZKB-Analyst Patrik Schwendimann pflichtet bei: «Aus heutiger Sicht schätzen wir, dass die Uhrenexporte in diesem Jahr um 5 bis 6 Prozent wachsen werden.»



























