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Düstere Aussichten
03. November 2012 08:26; Akt: 03.11.2012 08:27 Print
Grossinvestoren rechnen mit Börsencrash
Ein Extremereignis ist in den kommenden zwölf Monaten an der Börse wahrscheinlich, glauben Grossinvestoren gemäss einer Umfrage. Jedoch halten sie sich besser dafür gerüstet als auch schon.
Die aktuell gute Stimmung an den Börsen stimmt - der nächste Crash kommt bestimmt. (Bild: Keystone)
71 Prozent der institutionellen Anleger (Pensionskassen, Vericherungen) halten den Eintritt von Extremereignissen wie etwa einem Börsencrash in den kommenden zwölf Monaten für «sehr wahrscheinlich» oder «wahrscheinlich». Das zeigt eine Studie der Economist Intelligence Unit (EIU), die vom Finanzdienstleister State Street Global Advisors in Auftrag (SSGA) gegeben wurde.
Sorge bereitet den Umfrageteilnehmern aus Europa und Nordamerika unter anderem die Schuldenkrise in der Eurozone, die drohende welt- oder europaweite Rezession und der Konjunkturabschwung in China.
Nur 20 Prozent sind «sehr zuversichtlich»
Aus der Studie geht weiter hervor, dass Anleger für Extremereignisse ein weitaus schärferes Bewusstsein entwickelt haben und proaktiver Massnahmen ergreifen, um ihre Investments gegen potenzielle Auswirkungen abzusichern.
Nur 20 Prozent der Befragten gaben sich «sehr zuversichtlich», irgendeine Art von Schutz gegen das nächste Extremereignis aufgebaut zu haben. Weitere 61 Prozent bezeichneten sich in dieser Frage als «einigermassen zuversichtlich». Ausserdem glauben 73 Prozent der institutionellen Anleger in der Mitte Jahr durchgeführten Umfrage, dass sie dank einer geänderten strategischen Vermögensaufteilung besser gegen das nächste Extremereignis gewappnet sind als vor der Finanzkrise.
Mehr Derivate, weniger Hedgefonds
So zeigt die Studie, dass Alternativen wie Rohstoffe und Investitionen in Infrastrukturen sowie Derivate wieder stärker gefragt sind. In Dach-Hedgefonds flossen dagegen deutlich weniger Mittel. «Das Risiko von Extremereignissen und mögliche Absicherungsstrategien sind immer noch ein marktbeherrschendes Thema», meint Niall O'Leary von SSGA. Es herrsche aber immer noch eine gewisse Sorge, dass die derzeit verfügbaren Instrumente für eine effektive Risikoabsicherung nicht ausreichen würden.
(hpa)
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Alle 15 Kommentare

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film
unbedingt den film wall street schauen ... ist natürlich nur ein film... aber wenn nur 10 prozent stimmen.. ist es schlimm genug.
Negativmeldung als Mittel zum Zweck!
Gegen Ende Jahr werden immer Hiobsbotschaften angekündigt um Lohnverhandlungen für das Unternehmen möglichst "effizient" zu halten! Wetten?
contrary opinion
Wenn der Markt derart bearish ist reichen in der Regel kleine positive Signale und die Kurse steigen. Crashs an den Aktienmärkten kommen nie mit Ansage. Ein Crash, in dem sich 80% aller Marktteilnehmer short gehedged haben ist mathematisch unmöglich.