Zürich

03. März 2011 23:03; Akt: 03.03.2011 23:39 Print

Cyber-Polizist wird zum neuen Trendberuf

Immer mehr Kriminelle tummeln sich im Internet. Doch die Schweiz ist schlecht geschützt. Es mangelt an Security-Spezialisten.

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Die Zeit der Hobbyverbrecher im Internet ist vorbei. Immer grösser wird die Bedrohung durch organisierte Online-Banden. 1000 Milliarden Dollar an Schäden sollen sie 2010 rund um den Globus verursacht haben, schätzt der Software-Entwickler McAfee. «Cyberkriminalität ist die Achillesferse der Schweiz», warnt Ivan Bütler, Chef des IT-Sicherheitsunternehmens Compass Security. «Wir sind gegen die Bedrohungslage nicht gewappnet.» Dabei geht es längst nicht mehr bloss um den Missbrauch von Serverkapazitäten, Bankkonto- oder Kreditkontoinformationen. «Geistiges Eigentum wird weltweit im grossen Stil gestohlen», so Gabriel Brönnimann, Spezialist für Cyber-Sicherheit an der ETH Zürich. Kriminelle – oft aus China oder Russland – würden etwa zunehmend Baupläne und Kundendaten klauen.

Mit der Bedrohung wächst der Bedarf an Sicherheits-Fachleuten sowie spezieller Hard- und Software. Laut dem Marktforscher MSM Research gaben Schweizer Unternehmen im letzten Jahr 1,85 Milliarden Franken aus, um sich gegen die Risiken zu schützen. Im laufenden Jahr dürfte diese Zahl um gut 4 Prozent weiterwachsen. Doch Fachleute zu finden, ist nicht einfach: «Besonders in der Schweiz nicht», klagt Andreas Kern von der UBS. «Wir würden es deshalb sehr begrüssen, wenn in der Schweiz die Ausbildung in diesem Bereich gestärkt würde.» In den USA schiessen Ausbildungsgänge zum Cyber-Polizisten wie Pilze aus dem Boden. Der Trend ist aber auch in der Schweiz angekommen: ETH Zürich, ZHAW, FH Luzern und weitere Fachhochschulen bilden jährlich Dutzende Informatiker aus, die auf IT-Sicherheit spezialisiert sind. Und es werden immer mehr: «Das Interesse ist riesig», sagt Thomas Dübendorfer, Präsident der Information Security Society Schweiz.

(20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hacker am 04.03.2011 00:03 Report Diesen Beitrag melden

    Na,

    wen wunderts. Das Militär kauft für über hundert Millionen Software ein, welche nicht miteinander funktioniert und braucht dann einen Herrn Alder um dies zu beheben, aber für 1 oder 2 Security Spezialisten wird vom Parlament kein Budget gesprochen. Tja, so läufts hier...

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  • Peschä am 04.03.2011 01:09 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Arbeitszeiten

    Arbeit ohne strenge Vorgaben und von zu Hause. Sowas sollte es viel mehr geben. Das würde den ÖV entlasten, Staus reduzieren und Stress vermindern. Das ideale Modell für die Zukunft.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peschä am 04.03.2011 01:09 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Arbeitszeiten

    Arbeit ohne strenge Vorgaben und von zu Hause. Sowas sollte es viel mehr geben. Das würde den ÖV entlasten, Staus reduzieren und Stress vermindern. Das ideale Modell für die Zukunft.

    • Peter Bürger am 04.03.2011 13:43 Report Diesen Beitrag melden

      Wird kommen

      Sowas wird künftig immer mehr kommen, zumindest für IT-lastige Jobs. Ganz abgesehen davon, dass es vernünftig und angenehm wäre, werden sich anders gerade die Pendlerströme langfristig nicht mehr in den Griff kriegen lassen.

    • MWE am 06.03.2011 02:01 Report Diesen Beitrag melden

      Home Office

      Home Office wird ja schon seit 10 Jahren propagiert. In vielen Firmen herscht nicht die Kultur das man dies in naher Zukunft einsetzen wird. Es wird wohl eher die Option kommen, das man von zuhause im Notfall auch noch arbeiten kann.

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  • Hacker am 04.03.2011 00:03 Report Diesen Beitrag melden

    Na,

    wen wunderts. Das Militär kauft für über hundert Millionen Software ein, welche nicht miteinander funktioniert und braucht dann einen Herrn Alder um dies zu beheben, aber für 1 oder 2 Security Spezialisten wird vom Parlament kein Budget gesprochen. Tja, so läufts hier...

    • MWE am 06.03.2011 02:02 Report Diesen Beitrag melden

      Spezialisten

      Wenn man seinen Job richtig machen würde, braucht es keinen SPezialisten. Sicherheit sollte alltägliches Thema sein. Aber ebben, lieber wieder etwas neues erschaffen anstatt die Leute dazu zu bringen, ihre Arbeit zu tun. (Schlecht designte Software ist einfach schlecht, egal wieviele Security Spezialisten sich damit befassen. Ursachenbekämpfung statt Symptomebekämpfung)

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