22. Mai 2008 09:03; Akt: 22.05.2008 19:18 Print

Öl: Sechs Dollar teurer - in einem Tag

Der Ölpreis hat erstmals die Marke von 135 Dollar übersprungen. An der New Yorker Rohstoffbörse kostete US-Leichtöl im nachbörslichen Handel bis zu 135,04 Dollar pro Barrel (159 Liter) - was einem Anstieg um mehr als sechs Dollar an einem Tag entspricht.

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Als Grund für den anhaltenden Preisanstieg nannten Experten unter anderem die steigende Nachfrage und daraus resultierende Versorgungsängste. Die US-Regierung hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Vorräte an Rohöl und Benzin in der vergangenen Woche unerwartet gesunken seien. Öl ist derzeit etwa doppelt so teuer wie vor einem Jahr.

Angesichts immer neuer Rekordpreise für Rohöl und Kraftstoff fordert die Bundestagsfraktion der Grünen einen Krisengipfel der internationalen Gemeinschaft. Durch die drohenden Versorgungsengpässe sei dringender Handlungsbedarf gegeben, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bärbel Höhn der «Bild»-Zeitung.

«Das Problem lässt sich nur international lösen», sagte sie. «Wir brauchen einen Gipfel, um gemeinsam die Nachfrage zu senken und die Spekulation in den Griff zu bekommen.» Rund ein Drittel des Ölpreises gehe auf Spekulanten zurück, die die Nachfrage künstlich nach oben trieben, meinte Höhn. Weiteres Ziel einer konzertierten Aktion müsse es sein, unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden.

(dapd)