O du fröhliche ...

07. Dezember 2012 07:23; Akt: 07.12.2012 09:51 Print

Onlinehändler erwarten bäumige Weihnachten

von Alex Hämmerli - Keine Hetzerei in den Läden: Schweizer lassen sich haufenweise Geschenke nachhause schicken. Vor allem Game-Konsolen und Tablet-Computer finden den Weg unter den Weihnachtsbaum.

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Der Pöstler spielt mittlerweile immer öfter das Christkind. (Bild: Keystone)

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Ob Bücher, Pralinés oder Videogames: Immer mehr Weihnachtsgeschenke werden online bestellt. Das freut die Versandhändler: Für die diesjährige Adventszeit rechnet Patrick Kessler, Präsident des Verbands des Schweizerischen Versandhandels, mit einem satten Umsatzplus von 15 Prozent. Damit legt das Geschäft noch stärker zu als in der Vergangenheit: «In den letzten Jahren konnten wir jeweils eine Steigerung von etwa 10 Prozent zum Vorjahr verzeichnen», so Kessler zu 20 Minuten.

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Im vierten Quartal machen die Onlinehändler jeweils rund 30 Prozent ihres Umsatzes. Das entsprach 2011 rund 1,6 Milliarden Franken. Die Branche wird in der diesjährigen Vorweihnachtszeit also voraussichtlich über 200 Millionen Franken mehr verdienen. Aber auch sonst läuft es bei den Versandhändlern rund: «Wir hatten schon unterjährig einen Umsatzanstieg von rund 5 Prozent», sagt Kessler. 2011 hatte der Markt um 4 Prozent zugelegt – auf ein Umsatzvolumen von 5,3 Milliarden Franken. Zum Vergleich: Der gesamte Detailhandel schrumpfte 2011 um rund 1,5 Prozent auf gut 96 Milliarden Franken.

Doch wieso kaufen immer mehr Schweizer ihre Geschenke im Online-Shop? Für Kessler ist der Fall klar: «Es geht um die Convenience – so entgeht man der Hetzerei von Laden zu Laden.» Wichtig sei den Kunden auch das Preisniveau. Denn im Netz seien die Geschenke oft günstiger als im stationären Handel. Als dritten Faktor nennt Kessler die Gewohnheit: «Online-Shopping ist normal geworden, fast jeder nutzt es.» Insbesondere die «Generation Y», also diejenigen, die um die Jahrtausendwende zu den Teenagern gehörten, sei kaufkräftig und «sehr, sehr online-affin».

Diese Geschenke werden am häufigsten verschickt

Laut Kessler bestellen die Schweizer oft Elektroartikel wie Game-Konsolen oder Tablet-Computer als Weihnachtsgeschenke. Ebenso dürften vorzugsweise Bücher unter dem Baum liegen, «allerdings vermehrt in Form eines E-Readers». Zu den Online-Gewinnern gehören an Weihnachten zunehmend Sportartikel und Spielwaren, glaubt Kessler. «Und eines darf man nie vergessen: Gutscheine.» Damit stimmen die Geschenke, die die Schweizer im Netz erstehen, stark mit denen überein, die sie ganz im Allgemeinen ihren Liebsten schenken.
Die beliebtesten Geschenke in der Schweiz

Quelle: Deloitte Switzerland

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 07.12.2012 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    So Spare ich!

    Da die Preisen im Detailhandel "meistens" überteuert sind, Kaufe ich Online ein. Dies aber erst nach das ich die Preise verglichen habe. Ich schätze den Kauf Online sehr, da ich so viel Zeit Spare und eventuell auch eingies an Geld. Das "Ersparniss" gebe ich dan gleich weiter an die Teuerung vom SBB und Krankenkasse. So Spare ich!

  • Fritz Prasser am 07.12.2012 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann unter dem Jahr was schenken

    Finde alle Jahre wieder die einkaufsrummrennerei wegen Geschenke einen "Blödsinn"

  • Franz G. am 07.12.2012 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Weihnachtsstress

    Finde den Geschenkswahnsinn total daneben.Gebt euern Kinder mehr Liebe das ist wichtig.Vieleicht denkt ihr auch an die Kinder in Syrien.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • siamsuomi am 07.12.2012 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Tja.....

    Liebe Ladenbesitzer in den Städten, dankt den immer grüner werdenden Stadträten und dem VCS! Schikanen hier, überteuerte Parkgebühren da! Da löscht es einfach jedem Autofahrer auf kurz oder lang ab, soll ich den eben gerade gekauften 50 Zoll Fernseher mit der Bahn Nachhause schleppen? Ich wäre sogar noch bereit, in der Stadt aufgrund guter Beratung mehr zu Bezahlen, aber so Nicht! Beim Onlineshopping wird mir das Teil bis vor die Haustür geliefert und das erst noch günstiger (Keine Parkgebühren, kein Benzinverbrauch und günstiger als in der Stadt)!

  • Peter am 07.12.2012 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    So Spare ich!

    Da die Preisen im Detailhandel "meistens" überteuert sind, Kaufe ich Online ein. Dies aber erst nach das ich die Preise verglichen habe. Ich schätze den Kauf Online sehr, da ich so viel Zeit Spare und eventuell auch eingies an Geld. Das "Ersparniss" gebe ich dan gleich weiter an die Teuerung vom SBB und Krankenkasse. So Spare ich!

  • Chris Bätjer am 07.12.2012 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Kann ich nur bestätigen

    Ich fürhe auch einen online CandyMix Shop, und die bestellungen steigen an Weihnachten immer wieder. Viel wird auch direkt als Geschenk versendet, oder direkt Gutscheine gekauft.

    • Roger am 08.12.2012 11:16 Report Diesen Beitrag melden

      Wie finde ich die tollen Onlineshops?

      ... dann könnte das neue onlineshop verzeichnis search4shop evt. das passende sein, um die shops auch einfach, schnell und übersichtlich zu finden ohne gross zeit zu verlieren. einfach mal so rum zu stöbern. über 500 shops sind bereits dort zu finden... und cool es funktioniert nach dem prepay / klick system ...viel spass....

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  • hans geret am 07.12.2012 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    NIE Online

    Ich kaufe gar nichts Online ich will das sehen wo ich Poste

  • Skeptiker am 07.12.2012 10:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zerstörung

    Online Shopping zerstört den Detailhandel und damit die CH-Wirtschaft, merken wird man dies erst wenn es zu spät ist

    • manu am 07.12.2012 11:17 Report Diesen Beitrag melden

      ich sag ja immer

      unbedingt den kompleten konsum zu weihnachten verweigern. ja ich weiss das würde uns ins elend stürzen, wie gross es sein wird ist abzuwarten, sollte das ganze system allerdings wegen dieses einen lächerlichen festes zusammenbrechen wissen wir dafür was wir hatten und müssen es nicht, wie jetzt, nur vermuten...

    • Walter Schmid am 07.12.2012 12:12 Report Diesen Beitrag melden

      Online Shop keine Wirtschaft??

      Natürlich gehören die online Shops auch in die Wirtschaft. Alles was Geld macht gehört in die Wirtschaft, also warum Wirtschaft kaputt machen? Es ist wandel der Zeit, wer nicht mit macht hat schon verloren.

    • Kevin R. am 07.12.2012 12:27 Report Diesen Beitrag melden

      Selbst schuld

      Wer immer nur dem alten nachhängt, viel zu konservative und ewiggestrige Einstellungen hat, wird nunmal von der Realität überholt und gerade in der Wirtschaft ist das erbarmungslos. D.h. entweder steigt man als Detailhändler auf den Online-Zug auf oder muss sich darauf einstellen, früher oder später keine Existenzgrundlage mehr zu besitzen. Ich kaufe so ein, wie ICH es will und NICHT wie der Händler es will!

    • Futurama am 07.12.2012 12:57 Report Diesen Beitrag melden

      Aufbau Hand in Hand mit Zerstörung

      die Erfindung des Buchdrucks hat die Arbeitsplätze der Texte-Abschreiber gekostet. Trotzdem war es der Beginn der Renaisance und Wissen konnte nun viel schneller eine grössere Masse an Menschen erreichen. Das Internet übernimmt jetzt die Stellung des Buchdrucks und damit kann eine neue Renaisance eingeleitet werden. Der Mensch hofft immer auf Konstanten in seinem Leben. Doch die einzige Konstante ist die Veränderung.

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