Kein Leckerbissen

16. Mai 2012 23:53; Akt: 16.05.2012 23:53 Print

Jetzt fälschen Chinesen auch Schweineohren

Ein neuer Lebensmittelskandal erschüttert China - diesmal geht es um falsche Schweineohren. Die Ohren wurden aus Gelatine und einem Seifenzusatz gefertigt.

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Die spinnt doch - aber nicht mehr lange: Dieses Spinnentierchen verschwindet in wenigen Augenblicken im Mund des reizenden Kindes mit Hut. Festgehalten wurde dieses Szene von Leserin Heidi Bolliger aus Zürich in Kambodscha. Auch Peter Bürgin war in Kambodscha, besuchte dort einen traditionellen Markt und bekam einen Bärenhunger: Er liess sich Vogelspinnen, Frösche, Kakerlaken und Grillen schmecken und berichtete stolz: «Hurra, ich lebe noch!» Vor dem Essen wurde eine mundgerechte Portion ausgesucht. Fritiertes landete hingegen bei Cecile Schmid im Kongo auf dem Teller. Nach dem Motto «lieber Raupen als Graupen» gönnte sie sich in den Ferien zur Abwechslung einen ganz grossen Teller voller Proteine. Roh sind sie zwar weniger lecker, dafür aber besser für die Figur. Oh Schreck, oh Schreck, der Schneck ist weg. Wenn sich der Marktstandbetreiber nicht vorsieht, ist die Ware dieses Imbiss-Standes bis zum Abend komplett geflüchtet. Zumindest im Bild konnten die Kriechtiere von Manuel Heim festgehalten werden. Wie isst man eigentlich einen Skorpion? Marcel André Schneider (rechts) wollte das unbedingt herausfinden. Er liess sich auf einem chinesischen Markt gemeinsam mit Einheimischen Kaiserskorpione schmecken. Danach schockte ihn auch dieser Anblick nicht mehr. Im Schlangenrestaurant in Guangzhou sucht man sich eines der Reptile aus und bekommt es eine halbe Stunde später zubereitet auf dem Teller serviert. Bon Appetit! «There are Ten Million Bicycles in Beijing»: Die aufgespiessten Skorpione hat Laura Gambineri während ihrer Chinareise irgendwann aufgehört zu zählen. Das Auge isst bekanntlich mit - in Thailand hat sich das noch nicht herumgesprochen (Bild; Markus Fankhauser). Gugel-Hupf auf thailändisch. Diese Grashüpfer haben die besten Zeiten hinter sich. Massimo Pano knipste dieses Foto. Gleich nebenan gabs noch etwas weniger Bissfestes: Wenn die Pasta mal aus ist, tuns doch auch ein paar Maden, oder? Spezialitätenmarkt auf chinesisch.

Andere Länder, andere Fritten.

Zum Thema
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Mehrere Konsumenten beschwerten sich, dass auf einem Markt in Ganzhou in der Provinz Jiangxi gekaufte Ohren bei der Zubereitung einen üblen Geruch verströmten. Daraufhin ging die Polizei Vorwürfen nach, dass Händler statt der als Leckerbissen geltenden Originale nur Imitate aus Gelatine verkauften, berichtete am Mittwoch die amtliche Tageszeitung «China Daily».

Bei Laboruntersuchungen stellte sich dann heraus, dass die Ohren aus Gelatine und Natriumoleat, einem Seifenzusatz, gefertigt waren.

Verseuchtes Milchpulver

2008 war in der Volksrepublik Milchpulver auf den Markt gekommen, in das die gesundheitsschädliche Chemikalie Melamin gemischt worden war, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Sechs Kinder starben, fast 300 000 Kinder mussten wegen schwerer Nierenleiden behandelt werden.

Die Regierung kündigte daraufhin ein strenges Vorgehen gegen das Verunreinigen von Lebensmitteln an. Bei besonders schweren Vergehen können Verantwortliche demnach nun mit dem Tod bestraft werden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chris Schneider am 17.05.2012 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Neu?

    Warum wunder mich das nicht?

  • Also am 17.05.2012 00:25 Report Diesen Beitrag melden

    Bild elf

    Das Auge und die Seele essen mit, wenn man das Glück hat am Meer auf einem Grill einen kleinen Tintenfisch und Crevetten zu grillen

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  • Susanne Reich am 17.05.2012 00:37 Report Diesen Beitrag melden

    über Leichen

    Schrecklich wenn Geldgier dazu führt, dass man praktisch über Leichen geht. Doch die Todesstrafe ist trotzdem falsch. Wann werden wir endlich lernen das Wichtige zu schätzen? Merken wir's erst, wenn wir in eine andere Dimension übertreten, dass das schnöde Geld hier bleibt? Es sind nicht zwangsläufig die reichsten Menschen die glücklichsten. Wieviel Leid wurde schon durch dieses Streben nach diesem vermeintlichen Glück verursacht?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Chris Schneider am 17.05.2012 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Neu?

    Warum wunder mich das nicht?

  • Bergli am 17.05.2012 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Geld stinkt nicht, oder?

    nur weiter so - irgendwann futtern die Chinesen sich mit ihren eigenen Produkten zu Tode. In der Zwischenzeit ist es uns ja freigestellt solches Zeug - ganz einfach - nicht zu essen. Wers mag kanns trotzdem tun. Solange die CHinesen alles kopieren und imitieren könnte man ja chinesische Produkte schlicht nicht kaufen. Ah ja, dann würden sie unsere Ware auch nicht kaufen und dann - also: der (Geld)Markt regiert pietätslos und skandalös. Das kommt mir doch iregendwie bekannt vor, tun das nicht auch Banken?

    • Stefan Meier am 17.05.2012 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Made in china

      Haha versuchen sie mal keine chinesischen produkte mehr zu kaufen, sie werden schnell mal merken das praktisch alles aus china kommt!

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  • Susanne Reich am 17.05.2012 00:37 Report Diesen Beitrag melden

    über Leichen

    Schrecklich wenn Geldgier dazu führt, dass man praktisch über Leichen geht. Doch die Todesstrafe ist trotzdem falsch. Wann werden wir endlich lernen das Wichtige zu schätzen? Merken wir's erst, wenn wir in eine andere Dimension übertreten, dass das schnöde Geld hier bleibt? Es sind nicht zwangsläufig die reichsten Menschen die glücklichsten. Wieviel Leid wurde schon durch dieses Streben nach diesem vermeintlichen Glück verursacht?

    • yann d am 17.05.2012 08:19 Report Diesen Beitrag melden

      dimension leben, dimension geld

      aber kann die androhung der todesstrafe nicht genau ihre feststellung, "zitat: Merken wir's erst, wenn wir in eine andere Dimension übertreten, dass das schnöde Geld hier bleibt?" verdeutlichen

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  • Also am 17.05.2012 00:25 Report Diesen Beitrag melden

    Bild elf

    Das Auge und die Seele essen mit, wenn man das Glück hat am Meer auf einem Grill einen kleinen Tintenfisch und Crevetten zu grillen

    • sowieso am 17.05.2012 00:49 Report Diesen Beitrag melden

      Ganz

      Genau

    • Ricardo Granda am 17.05.2012 02:14 Report Diesen Beitrag melden

      Gewohnheitssache

      Als ich das Bild sah, war ich erleichtert, endlich etwas, was ich auch esse! Das auf den restlichen Bildern, ist halt für die Menschen dort genauso normal (würg!), wie für mich Crevetten oder Bergschnecken.

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