Alpiq und Axpo

26. September 2012 22:57; Akt: 27.09.2012 08:07 Print

AKW kaufen russisches Militär-Uran

Die Brennelemente für die Schweizer Atomkraftwerke Gösgen und Beznau enthalten Uran aus russischen Militärbeständen. Vor allem wiederaufgearbeitetes Uran aus alten U-Boot-Reaktoren wird eingesetzt.

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«Herkunft des Urans spielt eine untergeordnete Rolle»: Kühlturm des AKW Gösgen, Reaktor des AKW Beznau. (Bild: Keystone)

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Das Material für Brennelemente für die Schweizer Atomkraftwerke Gösgen und Beznau enthält Uran aus russischen Militärbeständen. Beispielsweise aus Nuklearantrieben von ausgemusterten U-Booten oder Eisbrechern soll es stammen. Dies haben Recherchen der «Handelszeitung» ergeben.

Es handle sich um «wiederaufbereiteten gebrauchten Kernbrennstoff aus nautischen Quellen», bestätigt der Stromkonzern Axpo. Und Bruno Elmiger vom Alpiq-AKW Gösgen betont: «Wiederaufgearbeitetes Uran aus U-Boot-Reaktoren passt in seiner Isotopen-Zusammensetzung sehr gut zu unserem wiederaufbereiteten Material.» Weiter fügt Elmiger an, dass aus sicherheitsrelevanten Aspekten die Herkunft des Urans eine untergeordnete Rolle spiele. «In erster Linie muss die Mischung stimmen.»

Die exakten Quellen für das hochangereicherte Militäruran kennen jedoch die beiden Stromkonzerne, Axpo wie Alpiq, nicht. Auch deren Brennstoff- Lieferant, der französische Nuklearkonzern Areva, weiss darüber nichts Genaueres: «Wir können die Ursprünge der gebrauchten Brennelemente aus militärischen Beständen nicht einzeln zuordnen», sagt Areva-Sprecherin Cordula Ressing. Man habe hierzu keinen Einblick. Der Zugriff auf militärische Quellen sei in ihren Verträgen mit dem Zulieferer, der Rosatom Tochter TVEL, nicht vorgesehen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rhch am 27.09.2012 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flachdächer

    Solarpanels auf jedes Flachdach. Autobahn mit Solarpanels überdecken. Hausfasaden mit Solarpanels isolieren. Dann sollte man bald genug Enrgie haben das man ohne AKW auskommt.

  • Spalter am 27.09.2012 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spalten

    Das spaltbare Material ist vorhanden und darum bin ich dafür, es auch zu spalten, bevor die Natur den Brennstoff selber weggespaltet hat. Egal, wo her es kommt.

    einklappen einklappen
  • Hans B. Etter am 27.09.2012 03:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo...

    Wo ist das Uran wohl besser aufgehoben? In einem lottrigen Sondermülldepot in Sibirien, in den Händen kaukasischer Kriegsfürsten oder in unseren AKWs? Na? Wieder so ein Skandal, dr keiner ist.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sebastian am 27.09.2012 21:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gebraucht-Waren-Preis verlangen

    so einfach ist die Sache.

  • Spalter am 27.09.2012 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spalten

    Das spaltbare Material ist vorhanden und darum bin ich dafür, es auch zu spalten, bevor die Natur den Brennstoff selber weggespaltet hat. Egal, wo her es kommt.

    • Tom G. am 27.09.2012 21:24 Report Diesen Beitrag melden

      So sei es

      Amen. :-)

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  • babaa am 27.09.2012 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    :)

    das ist schon seit ca. 10-20 jahren so

  • Rhch am 27.09.2012 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flachdächer

    Solarpanels auf jedes Flachdach. Autobahn mit Solarpanels überdecken. Hausfasaden mit Solarpanels isolieren. Dann sollte man bald genug Enrgie haben das man ohne AKW auskommt.

  • Alex am 27.09.2012 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Alter Kaffee

    Als Anfangs 90er Jahre die grossen Abrüstungsverträge unterschrieben wurden gab es viel Kernmaterial aus Atombomben, das in Kernkraftwerken zum Einsatz kam. Das ist nicht erstaunlich, und mir ist es lieber, dass die Russen so ihre alten Kernreaktoren entsorgen können, als dass das Material irgendwo in einem Hafen vor sich hinrostet... Man sollte nicht unnötig dranatisieren, das ist kein Artikel wert. Im Übrigen gibt es unterdessen weniger überschüssige Atombomben, und die Kapazität im Uranbergbau musste ausgeweitet werden, der Preis hat sich etwa verdoppelt...

    • tom am 27.09.2012 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      stimmt

      finde ich eine sehr gute aussage! stimme ich voll zu.

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