Pierin Vincenz

21. Dezember 2008 21:59; Akt: 21.12.2008 20:01 Print

Raiffeisen-CEO in der KritikRaiffeisen-CEO in der Kritik

Die Raiffeisenbank gehört zu den Gewinnern der Krise, ihr Chef auch. Doch die Kritik an ihm wird lauter.

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Pierin Vincenz, Chef der Raiffeisenbank, verdient mit Boni und VR-Mandaten 3 bis 4 Mio. Franken im Jahr, berichtete die «SonntagsZeitung» Ende November. Nun wurden Details zu Helikoptergeschäftsreisen in der Schweiz, zu einem Flug im Privatjet an den EM-Final und zum Gebrauch teurer Dienstwagen mit Chauffeur publik.

Vincenz gehört gemessen an der Institutsgrösse zu den bestbezahlten Bankmanagern der Schweiz. An der Konferenz der Schweizerischen Raiffeisen-Verbände Anfang Dezember übten viele regionale Bankleiter Kritik an der Lohnschere zwischen der Zentrale und dem Rest der Genossenschaft. «Wir sind der Boss von Vincenz und nicht umgekehrt» oder «Vincenz ist nicht unersetzlich», zitierte die «SonntagsZeitung» aufgebrachte Genossenschafter.

Dominique Biedermann, Chef der Anlagestiftung Ethos, kritisiert die Corporate Governance grosser Genossenschaften: Raiffeisen, Coop und Migros sollten die gleichen Transparenzregeln anwenden wie börsenkotierte Unternehmen.

wg

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