Versicherungen

28. März 2017 10:34; Akt: 28.03.2017 13:08 Print

Das war ein teures Katastrophen-Jahr

Naturgewalten und von Menschen angerichtete Unglücke haben 2016 weltweit deutlich mehr Kosten verursacht als in den Jahren zuvor. Die Zahl der Todesopfer schrumpfte hingegen massiv.

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Erdbeben, Stürme, Überschwemmungen und Waldbrände haben 2016 in vielen Regionen der Welt schwere Verwüstungen angerichtet. Die wirtschaftlichen Gesamtschäden stiegen auf das höchste Niveau seit 2012 an und kehrten so den Abwärtstrend der letzten Jahre um.

Die wirtschaftlichen Schäden durch Katastrophen waren laut der am Dienstag veröffentlichten Sigma-Studie des Rückversicherers Swiss Re für das vergangene Jahr weltweit mit 175 Milliarden Dollar fast doppelt so hoch wie noch im Vorjahr. 2016 kam es dabei zu 327 Katastrophenereignissen, von denen 191 Naturkatastrophen und 136 Menschen-gemacht waren.

Tausende von Menschen gestorben

Bei diesen Ereignissen verloren rund 11'000 Menschen ihr Leben oder gelten seither als vermisst. Im Jahr zuvor lag die Zahl der Opfer bei 26'000. Der Hurrikan Matthew war mit 700 Todesfällen, überwiegend in Haiti, das Einzelereignis mit den meisten Todesopfern.

Wie in den vergangenen vier Jahren war Asien sowohl bei der Anzahl der Ereignisse (128), als auch den damit verbundenen wirtschaftlichen Gesamtschäden (rund 60 Milliarden Dollar) am stärksten betroffen. Den grössten wirtschaftlichen Gesamtschaden in Höhe von rund 25 bis 30 Milliarden Dollar verursachte dabei das Erdbeben auf der japanischen Insel Kyushu im April.

Versicherte Schäden von 54 Milliarden Dollar

Einige Ereignisse trafen Regionen mit hoher Versicherungsdurchdringung. Dadurch erklärt sich laut Swiss Re der Anstieg der versicherten Schäden um 42 Prozent. Die weltweit versicherten Schäden stiegen insgesamt auf 54 Milliarden Dollar und waren deutlich höher als noch im Vorjahr (38 Milliarden Dollar). Der Betrag entspricht aber laut Mitteilung dem inflationsbereinigten Zehnjahresdurchschnitt.

Naturkatastrophen verursachten Schadenforderungen von rund 46 Milliarden Dollar. Auf das Konto der Katastrophen, die auf menschlichen Einfluss zurückzuführen sind, gingen rund 8 Milliarden an Forderungen.

Deckungslücke

Swiss Re hat eine Versicherungsdeckungslücke von 121 Milliarden Dollar für 2016 errechnet. Beispielsweise seien bei dem Erdbeben auf der japanischen Insel Kyushu weniger als 20 Prozent der wirtschaftlichen Schäden versichert gewesen. Umgekehrt seien etwa bei den Waldbränden in Kanada rund 70 Prozent der Schäden gedeckt gewesen.

(rub/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thoms am 28.03.2017 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump

    Herr Trump macht nun alles damit die Klimaerwärmung schneller voran kommt. Ich bin kein Ökofreak, was der aber bietet ist vorsätzliche Zerstörung der Erde.

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  • A. Diethelm am 28.03.2017 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist eine Katastrophe

    ein Katastrophen-Jahr, wie hier im Titel bezeichnet, ist per se immer teuer. sonst wär es keine Katastrophe.

  • Asterix am 28.03.2017 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Dieser Bericht ist die Vorbereitung

    auf die nächsten Prämienerhöhungen. Leute, es reicht langsam.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Frau am 29.03.2017 08:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Planung?

    Die Versicherungen müssen langfristig planen, oder? Und langfristig machen Sie einen riesigen Gewinn!! Es gibt keinen Grund zu jammern, ausser für die Geschädigten.

  • M.G. am 29.03.2017 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Würde auch ohne Klimawandel so sein

    Weil Wirtschaftswachstum hauptsächlich in Gebieten entlang der Flüsse und Meeresküsten zu finden ist. Also in Gegenden die seit alters her ein statistisch höheres Risiko zeigen als anderswo.

  • A. Diethelm am 28.03.2017 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist eine Katastrophe

    ein Katastrophen-Jahr, wie hier im Titel bezeichnet, ist per se immer teuer. sonst wär es keine Katastrophe.

  • Asterix am 28.03.2017 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Dieser Bericht ist die Vorbereitung

    auf die nächsten Prämienerhöhungen. Leute, es reicht langsam.

    • Rolf Gysling am 28.03.2017 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Asterix

      Tja Klimawandel sei dank wird das auch noch eine Weile so weitergehen. Wartet doch noch etwas. Der permafrost taut auch bei uns, und das ist erst der Anfang.

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  • Thoms am 28.03.2017 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump

    Herr Trump macht nun alles damit die Klimaerwärmung schneller voran kommt. Ich bin kein Ökofreak, was der aber bietet ist vorsätzliche Zerstörung der Erde.

    • Wundercron am 28.03.2017 13:52 Report Diesen Beitrag melden

      Ende der Predigt

      Und viele hier auch...siehe Leserbriefe, viele halten Klimaerwärmung für eine Erfindung von Esotheriker. Bravo, an all diejenigen, die einfach gegen etwas wettern, um Stimmen zu gewinnen...siehe Politik. Wenn wir nicht CO2 Zunahme stoppen, dann haben die meisten von Leichtgläubigen keinen Job mehr.

    • Klugsch Eisser am 28.03.2017 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wundercron

      Mach dich mal schlau wie viel CO2 in der Atmosphäre liegt. Genau 0.0039% davon produziert die Natur 96% und Menschen 4%. bedeutet 0.0015% und diese mickrige Zahl soll für denn Wandel verantwortlich sein?? Da sind völlig andere Schadstoffe Verantwortlich

    • Thoms am 28.03.2017 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Klugsch Eisser

      Gemäss Wikipedia beträgt der CO2 Gehalt aber 0.04%. Die gegenwärtige Konzentration liegt um 40 % oberhalb des vorindustriellen Wertes. Da sich die Werte andauernd addieren und nicht mehr vollumfänglich von der Natur abgebaut werden, kommt über die Jahre sehr wohl ein beachtlicher Wert zusammen und spielt sehr wohl eine Rolle.

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