Barry Callebaut

07. November 2012 08:23; Akt: 07.11.2012 08:43 Print

Schoko-Riese steigert den Umsatz

Barry Callebaut kaufte in den vergangenen Monaten 1,38 Millionen Tonnen Schokolade. Das bedeutet eine Steigerung von 8,7 Prozent. Der Gewinn sank indes um 2,5 Prozent.

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Mehr Umsatz, weniger Gewinn: Barry Callebaut (Bild: Keystone)

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Die Expansion in den vergangenen Monaten hat dem Schokoladenkonzern Barry Callebaut in seinem Geschäftsjahr 2012/13 Gewinn gekostet. Während die Menge der verkauften Schokolade um 8,7 Prozent auf 1,38 Mio. Tonnen stieg, weitete sich der Umsatz um 8,3 Prozent auf 4,83 Mrd. Franken aus.

Das operative Ergebnis ging gemäss Communiqué vom Mittwoch aber um 2,5 Prozent auf 353,2 Mio. Fr. zurück. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 241,1 Mio. Fr. übrig, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 8,5 Prozent entspricht.

Barry Callebaut begründet diesen Rückgang mit höheren Kosten für den Ausbau in diversen Bereichen. Das Unternehmen hat beispielsweise in der Türkei eine neue Fabrik gebaut, die spanische Firma la Morella nuts sowie den amerikanischen Dekorationshersteller Mona Lisa Food Products übernommen. Zudem gab es durch steigende Nachfrage zum Teil Produktionsengpässe, was zu höheren Betriebs- und Logistikkosten führte.

Nur kleiner Gewinn in Europa

Am stärksten zulegen konnte Barry Callebaut in Nord- und Südamerika. Der Umsatz stieg um 13,5 Prozent auf über 1,1 Mrd. Franken. Damit hat das Unternehmen das Wachstum der lokalen Schokolademärkte deutlich übertroffen. Dies ist unter anderem auf das Gourmetgeschäft zurückzuführen.

In der Region Asien-Pazifik legte der Umsatz um 4,7 Prozent zu, in Europa nur um 0,2 Prozent. In Lokalwährungen stiegen die Verkäufe aber um 5,1 Prozent. In Europa verbuchte Barry Callebaut mit mehr als 2,1 Mrd. Fr. den grössten Umsatzanteil. «Insgesamt blieb das Geschäft sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenmärkten solide», wird Konzernchef Jürgen Steinemann in der Mitteilung zitiert.

Verkaufsmenge soll weiter gesteigert werden

Wegen der guten Ergebnisse schlägt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 15,50 Franken je Aktie vor. Auch für die Zukunft gibt sich das Unternehmen zuversichtlich.

Zwar wird vor allem in Westeuropa mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten gerechnet. Dennoch soll die Verkaufsmenge und der Betriebsgewinn bis ins Geschäftsjahr 2014/15 um bis zu 8 Prozent gesteigert werden können. Barry Callebaut setzt dabei unter anderem auf das Geschäft mit Gourmetschokolade sowie auf die Schwellenländer.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • UNO-Kinderhilfswerk UNICEF am 07.11.2012 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wer Schokolade isst, unterstützt Kinderarbeit

    Nestlé hat seine Lieferketten für Kakaobohnen prüfen lassen. Das Resultat bestätigt die schlimmsten Befürchtungen: Kinderarbeit und ausbeutung sind weit verbreitet. Nestlé verwendet bei der Herstellung seiner Schokolade Kakaobohnen aus der Elfenbeinküste. Dort schuften laut Informationen des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF bis zu 200 000 Kinder auf Plantagen, teilweise ohne Bezahlung und manche wie regelrechte Sklaven. Sowohl Nestlé als auch Fair Labor Organisation (FLA) betonen, dass ein Unternehmen allein die Probleme an der Elfenbeinküste nicht lösen kann. Aber immer schön Gewinn einsacken!!

    • Werner am 07.11.2012 11:14 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht Nestlé!!!!

      Schön wenn Sie hier über Nestlé schreiben. Doch in dem Artikel geht es doch um die Firma Barry Callebaut, die gehört zu 50,5 zur Jacobs Holding aus Zürich. Hier hat mal nicht die Nestlé seine Finger drin.

    • scott am 07.11.2012 11:18 Report Diesen Beitrag melden

      ..wer Kleider trägt ebenso...

      ist ja gut, dass du darauf aufmerksam machst, aber das kannst du mit praktisch ALLEM auch machen... wer Kleider trägt... wer Elektronik-Artikel benutzt...wer Teppiche kauft... etc. etc... Schade..aber wahr !

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