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Wirtschaft
22. Juli 2008 22:45; Akt: 22.07.2008 22:31 Print
Experten raten zu einer defensiven Anlagestrategie
von Jeannette Schläpfer - Die US-Hypotheken- und Kreditkrise meldet sich laufend zurück. Die Märkte sind volatil. Anleger sollten vorsichtig investieren.
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Die schlimmsten Börsencrashs
Seit letztem Herbst haben sowohl der Schweizer Leitindex SMI als auch der DJ Euro Stoxx 50 rund 26 Prozent an Wert eingebüsst. Etwas kleiner mit knapp minus 20 Prozent fiel der Kurseinbruch des New Yorker DJIA aus. Schuld an dieser Börsenwertvernichtung ist die US-Hypotheken- und Kreditkrise, die Finanztitel wegen Abschreibungen und Verlusten immer wieder unter Druck bringt. Da die Krise auf weitere Wirtschaftszweige überzugreifen droht, schwindet das Vertrauen der Anleger nun auch in andere Werte. Die Volatilität an den Märkten dürfte entsprechend hoch bleiben.
Der New Yorker DJIA brach seit letztem Herbst um 20 Prozent ein. (Spencer Platt/Getty Images)
Zwar sind viele Börsenwerte bereits stark gesunken, weshalb die Aktienmärkte gegenwärtig als relativ günstig bewertet gelten. «Solange aber das Sentiment am Markt regiert, verlangen die Anleger hohe Risikoprämien», erklärt Olivier Müller, Finanzanalyst bei Credit Suisse. Viele Bankenvertreter mahnen deshalb zur Vorsicht und einer eher defensiven – konjunkturunabhängigen – Anlagestrategie. Sie zählen auf Pharma- und Gesundheitswerte ebenso wie auf Titel der Nahrungsmittelbranche und Energiewirtschaft. Der Anleger sollte in jedem Fall breit diversifizieren und nicht in Werte investieren, die zueinander in direktem Bezug stehen. Gefragt sind derzeit auch Staats- und Unternehmensanleihen mit kurzen bis mittleren Laufzeiten. Lange Laufzeiten sind weniger ratsam, da wegen der hohen Inflation mit tendenziell steigenden Zinsen zu rechnen ist.


























