Tiefrote Zahlen

19. April 2012 13:03; Akt: 19.04.2012 13:03 Print

Gigantischer Verlust für Nokia

Der Handy-Hersteller Nokia hat im ersten Quartal den gewaltigen Verlust von 1,11 Milliarden Franken eingefahren. Den Finnen fehlt weiter ein Mittel, um gegen iPhone und Android-Telefone anzukommen.

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Smartphones und Tablets lassen sich mit wenigen Klicks auf den Werks- beziehungsweise Auslieferungszustand zurücksetzen. Dadurch werden die persönlichen Daten für den neuen Besitzer verborgen, aber nicht zwingend vollständig gelöscht. Beim iPhone und iPad wählen Sie in den «Einstellungen» die Option «Zurücksetzen». Im Menü «Zurücksetzen» wählen Sie «Inhalte und Einstellungen löschen» und ... ... geben Ihren Code ein. Auch Android-Handys und Windows-Phones lassen sich in den Einstellungen auf den Werkzustand zurücksetzen. Bei Android-Handys gehen Sie zum Zurücksetzen des Geräts in die «Einstellungen» und wählen «Datenschutz». Wählen Sie die Option «Auf Werkszustand zurück». Mit dem Klick auf «Telefon zurücksetzen» werden die Daten gelöscht beziehungsweise unsichtbar gemacht. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass die Daten nicht wiederhergestellt werden können, kann der freie Speicherplatz mit speziellen Apps überschrieben werden. Auf der sicheren Seite ist, wer generell alle Daten auf der microSD-Karte speichert und diese vor der Weitergabe des Handys entnimmt. Das gleiche gilt für Nokia-Handys mit Speicherkarten. Für Android-Handys und -Tablets gibt es unter anderem die Daten-Killer-App Shredroid. Das Programm wurde an der ETH Zürich entwickelt und kann gratis im Android-Store Google Play bezogen werden. Damit sämtliche Daten sicher gelöscht werden, sollte je ein Haken gesetzt werden bei «External Storage» und «Internal Storage». Die App iShredder für das iPhone und iPad überschreibt laut Herstellerangaben ebenfalls den freien Speicherplatz. iShredder für das iPhone und iPad ist im App Store ab 4 Franken erhältlich. Securewipe erfüllt den gleichen Zweck und kostet ebenfalls 4 Franken im App Store. Experten zweifeln indes an der Wirksamkeit solcher Apps auf iOS-Geräten, da den Programmen von Drittanbietern die Rechte fehlen würden, den gesamten Speicher zu überschreiben.

Sie haben ein neues Handy gekauft und wollen das alte loswerden? So lassen sich e-mails, Fotos und andere Daten auf dem Smartphone vor dem Verkauf leicht vor neugierigen Blicken verbergen.

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Der langjährige Handy-Weltmarktführer Nokia hat zum Jahresbeginn einen gewaltigen Verlust von 929 Mio. Euro eingefahren. Der Umsatz sackte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 29,3 Prozent auf 7,35 Mrd. Euro ab, wie das finnische Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Vor einem Jahr hatte Nokia noch schwarze Zahlen von 344 Mio. Euro geschrieben. Dieses Mal schlugen unter anderem hohe Aufwendungen für die Sanierung des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks zu Buche. Ausserdem macht Nokia bei den lukrativen Smartphones die scharfe Konkurrenz von Apples iPhone und Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android zu schaffen.

Rund um den Globus schwach

Die Zahlen zum Kerngeschäft mit Mobiltelefonen fielen quer durch die Bank schwach aus. Der Umsatz brach im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro ein. Mit 82,7 Millionen wurde fast ein Viertel weniger Geräte verkauft. Sogar der durchschnittliche Preis eines Mobiltelefons sackte um 22 Prozent auf 51 Euro ab.

Es gab weltweit keine Region, in der Nokia die Erlöse wenigstens stabil halten konnte. Am ehesten gelang es noch mit einem Minus von drei Prozent in Lateinamerika. Im Stammgebiet Europa fiel der Umsatz dagegen im Jahresvergleich um 35 Prozent, im boomenden Wachstumsmarkt China brachen die Einnahmen sogar um 70 Prozent ein.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andreas am 19.04.2012 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kunde bleibt kunde wenn

    Wie wäre es wenn Nokia seinen miserablen kundenservice und die Garantieabwicklung verbessern würde? Das war für mich ein Grund auf Android zu wechseln.

  • Lukas Wetzler am 19.04.2012 15:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten

    Abwarten. Das Nokia Lumia 800 und 900 sieht super aus und kann durchaus mit Android und Apple konkurrenzieren. Warten wir, bis Windows 8 auf dem Markt ist. Dann werden warscheinlich viel mehr Menschen das Windows Phone in Erwägung ziehen.

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  • connetctingpeople am 19.04.2012 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Schade um Nokia :-(

    Wer kennt sie nicht 3310, 6310, N80, N95... alles Top Handy von früher. Heute kämpft Nokia gegen das Ungetüm iPhone und Samsung. Mir tun die Finnen echt leid. Ich hoffe Nokia bringt mal ein besseres Produkt als apple.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Roger Baumann am 19.04.2012 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Tja....

    Ich hatte früher nur Nokiahandys und gerade das 3210 war einfach Kult. Aber eben wer nicht mit der Zeit geht... Apple wird das gleiche Schicksal blühen, wenn sie nicht innovativ bleiben.

  • Patrick am 19.04.2012 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    unverständlich aber logisch

    Nokia hatte den Smartphone-Boom verschlafen. Mit dem Windows Phone OS versuchen sie aufzuholen. Dass dies nicht innerhalb von zwei Monaten (denn solange gab es die Lumias ungefähr im 2011) geht, ist wirtschaftlich logisch. 2012 ist das entscheidende Jahr für Nokia, aber es sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus: In den USA ist das Lumia 900 teilw. ausverkauft, #1 most-selled phones bei Amazon und auch z.B. bei Orange in der best-selling-list. Danke an 20 Minuten für die neutrale Berichterstattung - mich stört, wie z.B. Tagesanzeiger grundlos über Nokia herfährt! (bin nicht von Nokia/MS)

  • Tobi S. am 19.04.2012 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Kampf schon lange verloren

    Nokia hat bereits beim Launch des IPhones 2007 alles falsch gemacht. Sie hatten damals kein annähernd vernünftiges Touchscreenhandy auf dem Markt, was man als Konkurrenz hätte bezeichnen könnte. Sie haben damals den Trend zu Touchscreen Smartphones einfach verschlafen. Und diesen Trend konnten sie nie wirklich aufholen. Nun haben sie zwar mit dem Lumia 800 ein vernünftiges Mobile geschaffen, aber leider zu spät. Viele frühere Nokia Kunden haben schon lange kein Vertrauen mehr zu den Finnen.

  • Andreas am 19.04.2012 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kunde bleibt kunde wenn

    Wie wäre es wenn Nokia seinen miserablen kundenservice und die Garantieabwicklung verbessern würde? Das war für mich ein Grund auf Android zu wechseln.

  • David Spörri am 19.04.2012 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Gebt ihnen ZEIT!

    Ihre ersten Windows Phone Geräte sind kaum im Handel, verkaufen sich aber soweit sehr gut. Das wirkt sich noch nicht in irgendwelche Statistiken uns Auswertungen aus. Gebt ihnen nur etwas mehr Zeit.