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Pensionskasse
05. September 2012 16:57; Akt: 05.09.2012 18:35 Print
Was wir über die Pensionskasse wissen
Fast die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer wäre bereit, höhere Pensionskassenbeiträge zu leisten – wenn sich auf diesem Weg die Höhe ihrer Rente sichern liesse. Das zeigt eine Studie.
Es sei allgemein bekannt, dass sich das heutige Niveau der Renten langfristig nur halten lasse, wenn Gegenmassnahmen ergriffen werden, sagte Werner Rutsch von AXA Investment Managers, die die Studie zum Pensionskassenwissen der Schweizer in Auftrag gegeben hat. Bemerkenswert sei, dass 48 Prozent der Befragten damit einverstanden wären, höhere Beiträge zu leisten.
Axa Investment Managers hat die Studie «Pensionskassenwissen der Schweizer Bevölkerung 2012» in Auftrag gegeben. Deren Ziel sit es, den aktuellen Wissensstand sowie die Einstellung der Bevölkerung zur 2. Säule zu ermitteln.Die Studie soll jährlich wiederholt werden. Die erste Befragung fand 2011 statt.
Mit der repräsentativen Umfrage beauftragte AXA Investment Managers das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Isopublic. Dieses befragte im Frühsommer 2012 landesweit 601 Versicherte ab 18 Jahren sowie 88 Rentenbezüger.
Deutlich mehr, nämlich 68 Prozent, sind der Meinung, die Beitragspflicht sollte unter das gesetzlich vorgeschriebene Alter von 25 Jahren gesenkt werden. Dagegen wäre nur ein Drittel (32 Prozent) bereit, über das heutige Rentenalter hinaus zu arbeiten.
Geringe Zustimmung geniesst der Vorschlag, die aktuellen Renten zu kürzen. Dafür sprachen sich gerade einmal 21 Prozent der Befragten aus. Am stärksten bejahen diese Idee die 18- bis 24- Jährigen. Für sie ist das Rentenalter noch in weiter Ferne. Entsprechend gross ist die Ablehnung bei den Rentnern.
Wissensstand ermitteln
Bei den in die Umfrage eingebetteten Wissensfragen zeigte sich, dass die Versicherten am meisten davon Kenntnis haben, ob Pensionskassengelder für den Erwerb von Wohneigentum verwendet werden dürfen ober nicht. 90 Prozent beantworteten diese Frage korrekt mit Ja (Vorjahr: 87 Prozent).
Aufhorchen lassen Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Bezug auf das gesetzliche Rentenalter. So wussten 90 Prozent der Männer, dass sie mit 65 Jahren in Pension gehen. Von den Frauen haben dagegen nur 54 Prozent ihr eigenes Pensionsalter (64) richtig angegeben.
«Hier bestehen noch Defizite», stellte Rutsch fest. Wie dessen Kollegin Karin Kleinemas ergänzte, dürfte dieser Befund auch damit zusammenhängen, dass sich das Rentenalter der Männer seit Einführung der AHV nie verändert hat. Bei den Frauen dagegen wurde das AHV- Alter in den 1960er Jahren zunächst von 65 auf 62 gesenkt und dann wieder auf 64 erhöht.
Sicherheit im Vordergrund
Ein Viertel der Befragten weiss nicht, bei welcher Pensionskasse das eigene Geld angelegt ist. Dabei handelt es sich vorwiegend um Berufstätige zwischen 18 und 41 Jahren.
Mehr als einem Drittel der Befragten (38 Prozent) ist nicht bekannt, wie viel sie bisher in der 2. Säule angespart haben. Dass auch 41 Prozent der Rentner nicht wüssten, wie hoch dieses Vorsorgevermögen ist, habe vermutlich damit zu tun, dass sie in erster Linie an der Höhe der monatlichen Rente interessiert seien, erklärte Rutsch.
Könnten die Versicherten ihre Pensionskasse selbst wählen, so würden 90 Prozent der Befragten auf eine sichere Geldanlage achten. Für 84 Prozent sind zudem «leicht verständliche Unterlagen» ein wichtiges Kriterium.
(sda)

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