Dritter Anlauf

13. November 2017 08:45; Akt: 13.11.2017 15:02 Print

Im Dezember eröffnet KFC die erste Schweizer Filiale

Endlich ist klar, wo der Fast-Food-Riese in der Schweiz den Wiedereinstieg versucht: In Genf beim Hauptbahnhof. Die Poulets kommen vorerst aus Holland.

Grosse Pläne für die Schweiz: 50 Filialen will KFC hierzulande eröffnen.
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Fast-Food-Fans mussten sich gedulden. Bereits Anfang Jahr hatte die US-Kette KFC den Schweizer Markteintritt verkündet. Die Rede war im Januar 2017 von bis zu 50 eigenen Schweizer Restaurants. Dann wurde es still um die hiesigen Pläne. Nun ist endlich klar, wo die erste Filiale ihre Tore öffnen wird: An der Genfer Rue des Alpes im Centre Les Cygnes, wie der «Blick» am Montagmorgen berichtet. Das Schnellrestaurant wird am 5. Dezember eröffnet.

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«Für 2018 arbeiten wir aktuell an fünf Eröffnungen. Davon werden wir vorsichtig kalkuliert drei schaffen», lässt KFC-Schweiz-Chef Marco Schepers auf Anfrage von 20 Minuten ausrichten. Dazu gehören eine Filiale im Einkaufszentrum Shoppyland in Schönbühl bei Bern sowie je ein Restaurant in der Region Zürich und eines im Tessin. Eigentlich hätte KFC schon diesen Herbst die Filiale im Shoppyland eröffnen wollen. Ein Umbau habe die Herbst-Eröffnung allerdings verzögert, so Schepers. Jetzt werde es Frühjahr.

Menüs sind doppelt so teuer wie in Deutschland

Gleichzeitig läuft laut Schepers die Suche nach Standorten in Winterthur, Luzern, Bern, Basel und Lausanne. Der KFC-Schweiz-Chef betont zudem erneut, möglichst schnell auf 50 Standorte in der Schweiz kommen zu wollen. KFC will beim Design und Interieur der Restaurants in der Schweiz weniger knallig rot auftreten und setzt beim Innendesign auf viel Holz, Stein und Metall.

Trotz der Bemühungen um Swissness stammt das Fleisch vorerst aus dem Ausland. «Die Poulets für die Schweiz kommen aber nicht aus Brasilien oder Ungarn. Wir kaufen sie hauptsächlich in Holland, teilweise auch in Deutschland ein», so Schepers. Der Fast-Food-Riese prüft laut eigenen Angaben aber auch die Zusammenarbeit mit Schweizer Mastbetrieben. Billighühner aus Käfighaltung werde es keine geben, betont Schepers laut dem Bericht. Entsprechend höher ist der Preis. Ein KFC-Menü kostet in der Schweiz 13 bis 14 Franken, also etwa doppelt so viel wie in Deutschland. In Deutschland und in der Schweiz darf man unbegrenzt Getränke nachfüllen.

Zudem sagt Schepers: «Was wir anbieten, ist qualitativ hochwertiger als die tiefgefrorenen Hackfleisch-Patties oder das Formfleisch der Burger-Ketten.» Zudem zeige die Expansion verschiedener Mitbewerber, dass Poulet-Fastfood in der Schweiz generell sehr gefragt sei. Kein Fleischmarkt wächst derzeit laut KFC so stark wie jener mit Geflügel.

Erster Schweiz-Versuch im Jahr 1981

Für KFC ist es bereits der dritte Anlauf in der Schweiz. Eine erste Filiale wurde 1981 am Stauffacher in Zürich eröffnet, sie wurde jedoch bald wieder geschlossen. Die letzten zwei KFC-Filialen in Genf und Lausanne schlossen 2004. Auch andere Fast-Food-Riesen wie Burger King und Subway zogen sich nach einem ersten Versuch in der Schweiz wieder zurück, um später ein Comeback zu wagen.

(sas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hühner Bauer am 13.11.2017 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Verpasste Chance

    Poulets aus Holland!?! Da liebe KFC habt ihr euch den Einstieg in den Schweizer Markt hoffentlich richtig versemmelt. Da habt ihr eine echte Chance verpasst - mit Schweizer Puoulet - gut da zu stehen.

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  • TIna am 13.11.2017 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Trockene Poulets, saftige Preise

    Trockene Poulets aus Holland aber saftige Schweizer Preise! Ich laufe an solchen Läden vorbei, bei mir gehen die konkurs!

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  • FJFJ am 13.11.2017 08:50 Report Diesen Beitrag melden

    Chickeria

    "Die Poulets kommen vorerst aus Holland" - warum? Ich weiss wer den Laden auf jeden Fall meiden wird. In der Chickeria gibts auch gutes Essen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martial2 am 14.11.2017 22:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Habe kein Problem damit...

    Güggel aus den Nederland, Kaninchen aus Ungarn, Beef aus Brasilien oder Argentinien, Pferdefleisch aus Kanada, Froschschenkel aus Asien, Schnecken aus Bourgogne, was solls... Jeder Mensch muss sich auf einer Art ernähren!!

  • XSTI am 14.11.2017 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    KFC REBOOT

    KFC gabe es ja schon zwischen 1984 bis 2004. Also es ist nicht der eerste filiale sonder sie probieren es ja nochmals in der schweiz.

  • Pierre am 14.11.2017 19:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freiwillige vor!

    Den Eiern aus Holland folgen jetzt die dortigen Chicks, nicht mehr als logo.

    • Polo am 14.11.2017 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pierre

      Das ist doch eine klassische Win-Win Situation.

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  • Pflegesklave am 14.11.2017 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte Arbeitsbedingungen?

    Ich arbeite in der Pflege, meine Arbeitsumstände sind auch sklavenähnlich. Niemand interessiert sich dafür. Ich werde ohne schlechtes gewissen in KFC essen gehen.

  • Martial2 am 14.11.2017 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine grosse Kunst...

    Jeder kann sich ein schönes Poulet vom Bauer neben an, oder eine Poularde de Bresses kaufen, ein bisschen teuer, aber das allerbeste, da es nur im Freie lebt, mit Korn und Mais ernährt wird. Das ganze im Backofen für ca. 1 1/2 Std, bei 200 Grad. Bon Appétit!!