Forschungsbudgets

30. Oktober 2012 12:19; Akt: 30.10.2012 13:58 Print

Toyota vor Roche und Novartis

Nur der japanische Autohersteller Toyota investierte im vergangenen Jahr mehr in die Forschung und Entwicklung als die Basler Konzerne Roche und Novartis.

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Roche musste bei der Forschung den Spitzenplatz an Toyota abgeben. (Bild: Keystone)

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Schweizer Unternehmen haben auch 2011 überdurchschnittlich viel in Forschung und Entwicklung (F&E) investiert. Den Spitzenplatz unter den Top 1000 Firmen mit den grössten Forschungsbudgets musste der Pharmariese Roche aber abgeben.

Neu liegt Toyota zuoberst der Rangliste, die jährlich vom Beratungsunternehmen Booz & Company veröffentlicht wird. Der japanische Autohersteller gab im letzten Jahr rund 9,9 Mrd. Dollar für F&E aus. Roche, nun auf dem dritten Platz, investierte rund 9,4 Mrd. Dollar und wurde auch vom Basler Konkurrenten Novartis überholt (9,6 Mrd. Dollar).

Platz vier und fünf belegten der US-Medikamentenhersteller Pfizer und der Software- und Hardwareproduzent Microsoft. Insgesamt 32 Schweizer Firmen, fünf mehr als im Vorjahr, schafften es auf die Liste. In den Top 100 befinden sich der Halbleiterproduzent STMicroelectronics (55.), der Nahrungsmittelmulti Nestlé (83) und der Elektrotechnikkonzern ABB (98).

«Keine Innovationsoffensive»

Insgesamt wuchsen die 1000 grössten F&E-Etats um fast zehn Prozent auf 603 Mrd. Dollar an - so viel wie noch nie. Überdurchschnittlich war der Anstieg in der Automobilbranche; auch das IT- und Elektroniksegment sowie die Industrie trugen massgeblich zum Anstieg bei.

Es kann aber nicht von einer Innovationsoffensive gesprochen werden, wie Carlos Ammann, Geschäftsführer von Booz & Company in der Schweiz, in der Medienmitteilung vom Dienstag zitiert wird. Die Forschungsintensität, gemeint ist das Verhältnis zwischen den F&E- Ausgaben und dem Umsatz eines Unternehmens, liege im langjährigen Durchschnitt von 3,4 Prozent.

Die Schweizer Unternehmen setzten hier die Messlatte mit einem Wert von 7,7 Prozent besonders hoch; das Land belegt damit weltweit den sechsten Platz. Die hohe Innovationskraft sei auch «zwingend nötig», um mittel- und langfristig den Wohlstand zu erhalten, stellte Ammann fest. Der Konkurrenzdruck vor allem aus China nehme zu.

(sda)

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