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Der Honorarmillionär
29. Oktober 2012 16:43; Akt: 29.10.2012 17:14 Print
Steinbrück kassierte für Reden 1,25 Millionen
Ein Wirtschaftsprüfer hat nachgerechnet: Der ehemalige deutsche Finanzminister der SPD, Peer Steinbrück, hat mit Vorträgen mehr als eine Million verdient.
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Nach seiner Amtszeit als Bundesfinanzminister ist SPD-Politiker Peer Steinbrück offenbar zum Honorarmillionär geworden. Wie die «Bild»-Zeitung am Montag berichtete, soll Steinbrück in den Jahren 2009 bis 2012 für Vorträge unter anderem bei Banken und Versicherungen insgesamt rund 1,25 Millionen Euro an Honoraren bekommen haben. Zu diesem Ergebnis sei ein vom SPD-Kanzlerkandidaten beauftragter Wirtschaftsprüfer gekommen, schreibt das Blatt.
Steinbrück hatte angesichts der öffentlichen Debatte über seine Rednertätigkeiten Anfang Oktober angekündigt, seine Nebeneinkünfte detailliert offen zu legen. Zu den nun veröffentlichen Zahlen will sich der Kanzlerkandidat jedoch erst am Dienstag äussern.
Zwischen 1000 und 25 000 Euro
Steinbrück habe von 2009 bis 2012 insgesamt 89 bezahlte Vorträge gehalten und dafür Honorare zwischen 1000 und
Zugleich hat Steinbrück laut «Bild» aber auch 237 Vorträge ohne Honorar gehalten, unter anderem an Schulen und vor gemeinnützigen Organisationen. Wiederholt habe Steinbrück die Gelder auch direkt an soziale Einrichtungen, etwa die Familienberatungsstelle «Pro Familia», auszahlen lassen. Auch mehr als 250 Veranstaltungen in seinem Wahlkreis Mettmann-Süd in Nordrhein-Westfalen habe der SPD-Mann besucht.
Einkünfte und Auftraggeber veröffentlichen
Steinbrück war kurz nach seiner inoffiziellen Vorstellung als SPD-Kanzlerkandidat Ende September wegen seiner bezahlten Vorträge in die Kritik geraten. Öffentlich nachzulesen war zu diesem Zeitpunkt, dass Steinbrück in der laufenden Legislaturperiode mehrere Dutzend Vorträge bei Banken, Versicherungen und anderen Unternehmen gehalten hatte, für die er jeweils mehr als 7000 Euro kassierte. Wie hoch die Honorare genau ausfielen, war aber nicht ersichtlich. Dies muss der SPD-Kanzlerkandidat nach dem Abgeordnetengesetz auch nicht öffentlich machen.
Steinbrück hatte auf die Kritik - vor allem aus den Reihen von CDU/CSU und FDP - mit der Ankündigung reagiert, er wolle eine Liste seiner Einkünfte, seiner Auftraggeber und Vertragspartner auf seiner Homepage öffentlich machen. Zu diesem Zweck beauftragte der SPD-Kanzlerkandidat nach eigenen Angaben eine Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, um alle Unterlagen zu seinen Vorträgen noch einmal zu prüfen.
Neues Reglement
Die Debatten über Steinbrücks Nebeneinkünfte werden aller Voraussicht nach auch dauerhafte Auswirkungen für die Bundestagsabgeordneten haben: Die Rechtsstellungskommission des Bundestages hat in der vergangenen Woche mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen beschlossen, dass Abgeordnete ihre Nebeneinkünfte künftig statt in drei in zehn Stufen veröffentlichen müssen. Der Entwurf muss allerdings noch durch den Bundestag. SPD und Grüne fordern eine Offenlegung der Einkünfte auf «Euro und Cent».
(dapd)
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Zu viel
Merkwürdig, dass plötzlich alle auf Steinbrück rumhacken. Von wem soll denn da abgelenkt werden? - Andere haben an ihrem Geschwätz noch viel mehr verdient... tun es noch. Statt nur die Nebeneinkünfte von Bundestagsabgeordneten zu veröffentlichen, wäre es eine Massnahme, die Boni unter die Lupe zu nehmen. Das betrifft nämlich noch viel mehr Personen mit und ohne Amt.
Der versilbert sein Geschwätz
ganz nach dem Motto "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold". Und wem zahlt er jetzt Schweigegeld?
Doppelt kassiert
Und wann hatt er diese Vorträge gehalten, in SEINER Freizeit, oder hat ER dafür doppelt Kassier.