Avenir Suisse warnt

24. Juni 2009 22:38; Akt: 24.06.2009 21:51 Print

2011 droht eine Inflation bis 5 Prozent2011 droht eine Inflation bis 5 Prozent

Avenir Suisse warnt vor dem Schrecken aller Sparer: Nach der Krise kommt die Inflation.

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«Wenn kein Gegensteuer gegeben wird, wird es nach Überwindung der Wirtschaftskrise zur Inflation kommen. Wir rechnen mit 4 bis 5 Prozent statt wie bislang angenommen 0 bis 2 Prozent», sagt Boris Zürcher von Avenir Suisse. Aufgrund des heutigen Wissens werde die Inflation vermutlich 2010 oder 2011 die Schweiz treffen.

Dabei kommt es zu einem Interessenkonflikt: Staat und Wirtschaft wollen möglichst viel Geld zur Verfügung haben und es nicht vom Markt abschöpfen. Für die Bevölkerung ist dies ein Nachteil, weil ihre Kaufkraft und letztlich ihr Vermögen an Wert verliert. «Erhöht die Nationalbank die Leitzinsen, legen vor allem die Wirtschaftsverbände ihr Veto ein. Wir rufen deshalb auch die potenziellen Opfer der Inflation auf, ihre Stimme zu erheben», sagt Zürcher. Dazu gehören praktisch alle Erwerbstätigen der Schweiz aufgrund ihrer Ersparnisse bei den Pensionskassen. Generell kann gesagt werden, dass Sparen bestraft und Schuldenmachen belohnt wird. Denn das Geld auf dem Konto wird entsprechend der Inflation entwertet. Gleichzeitig sinkt der Wert der Schulden im gleichen Ausmass. Die Schuldzinsen hingegen steigen deutlich an. Das bedeutet, dass Hausbesitzer mit variablen Hypotheken bald neu budgetieren müssen.

bgu

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