Schäden in Milliardenhöhe

08. Januar 2018 23:22; Akt: 09.01.2018 00:35 Print

2017 meinte es die Natur nicht gut mit den USA

Hurrikans, Waldbrände, Überschwemmungen, Frost und Dürre – das vergangene Katastrophenjahr war das teuerste in der US-Geschichte.

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2017 war das teuerste Katastrophenjahr in der US-Geschichte. Durch eine Reihe von Stürmen und Bränden hätten sich Schäden in Höhe von 306 Milliarden Dollar angehäuft, teilte die Nationale Meeres- und Atmosphärenbehörde (NOAA) am Montag in einem Bericht mit.

Besonders hohe Schäden richteten die drei Hurrikane «Harvey», «Irma» und «Maria» an. Ausserdem gab es vergangenes Jahr im US-Bundesstaat Kalifornien aussergewöhnlich schwere Waldbrände. Für diese bilanzierte die NOAA Schäden in Höhe von 18 Milliarden Dollar – das Dreifache des bisherigen Jahresrekords.

16 Mal Milliarden-Marke überschritten

Bei insgesamt 16 Naturkatastrophen habe die Schadenssumme die Schwelle von einer Milliarde Dollar überschritten, bilanzierte die Behörde. Darunter fielen neben den drei Hurrikanes und den Waldbränden zwei Überschwemmungen, ein heftiger Frost, acht schwere Stürme und eine Dürre. Nie seien in einem einzigen Jahr mehr Milliarden-Schadensereignisse festgestellt worden.

360 Menschen kamen bei den Katastrophen ums Leben gekommen, wie die NOAA ausführte. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Zahl der Toten noch steige, wenn die Opfer des Hurrikans «Maria» vollständig gezählt seien.

Bislang war 2005 das Jahr mit den höchsten Katastrophenschäden gewesen. Damals hatten unter anderem die Hurrikanes «Katrina», «Wilma» und Rita dazu beigetragen, dass sich Schäden in Höhe von 215 Milliarden Dollar anhäuften. Die USA zeichnen Milliarden-Schäden bei Unwettern seit dem Jahr 1980 auf.

«Langfristige Erwärmung»

Das vergangene Jahr war in den USA das drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In sechs Bundesstaaten wurden sogar neue Temperaturrekorde aufgestellt.

Experten rechnen damit, dass sich die Klimaveränderung in den USA fortsetzt. Die Zeichen stünden auf einer «langfristigen Erwärmung», sagte Deke Arndt, der die Überwachungsstelle der Nationalen Zentren für Umweltinformationen der NOAA leitet.

Zugleich betonte Arndt, dass durch die Klimaerwärmung starke Kälteperioden nicht ausgeschlossen seien. Doch diese Kälteeinbrüche wie derzeit an der US-Ostküste würden durch die überdurchschnittlichen Temperaturen während anderer Teile des Jahres «mehr als ausgeglichen», heisst es in dem Bericht.

Wegen des des Kälteeinbruchs in Teilen der USA hatte sich US-Präsident Donald Trump Ende Dezember über den Klimawandel lustig gemacht. «Vielleicht könnten wir ein bisschen von dieser guten alten Erderwärmung gebrauchen», schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter und löste damit Empörung aus.

(oli/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Suny am 09.01.2018 00:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die größte Katastrophe

    ...die 2017 die USA heimgesucht hat war nicht mal eine Naturkatastrophe!

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  • N.K am 08.01.2018 23:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Denkt mal nach...

    Wenn wir es nicht gut mit der Welt meinen, müssen wir nicht erwarten das die Welt es gut zu uns meint...

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  • Sabrina am 09.01.2018 00:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die USA meint es nicht gut mit der Natur

    Ich würd mal sagen die Natur schlägt zurück, vielleicht verstehen sie dann auch mal das man die Natur schützen sollte. Wenn es die USA trifft, trifft es wenigstens die Richtigen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Waterpolo1s am 18.01.2018 22:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Natur ..

    Die Natur meint es eigentlich gut mit uns, wir Menschen nicht mit ihr ....

  • M.G. am 11.01.2018 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Vor der eigenen Haustüre

    Täglich besuchen viele Touristen die Ruinen der präkolumbianischen Völker im Südwesten der USA, z.B. Mesa Verde oder Pueblo Bonito. Dort kann man anhand der Archäologie genau nachvollziehen wie die früheren Bewohner ihre Umwelt solange überlasteten bis Landwirtschaft, Ökonomie und am Ende die gesamte Gesellschaft zusammenbrachen. Die Geschichte der Anasazi kann man als eine Art Menetekel nehmen die mit Flammenschrift an der Wand zeigt was den US-Bürgern bevorsteht wenn sie so weitermachen wie bisher.

  • r.c am 09.01.2018 15:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wenigstens triffts die richtigen

    Man erntet was man Säht... Rächt sich die Natur weill die USA au dem Klima Abkommen ausgestiegen ist? aber hei eröffnet noch mehr Kohlenkraftwerke und ölpimpline dann wird es bestimmt besser.

    • T.S. am 09.01.2018 15:26 Report Diesen Beitrag melden

      Läck mer

      Wer solch einen "Haferkäs" erzählt, sollte sich echt behandeln lassen. Wünsche gute Besserung. Und hoffentlich passiert bei uns in der CH nie eine Naturkatastrophe....

    • Chtulhu am 09.01.2018 20:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @T.S.

      Ja. Niemand sollte irgend jemand sowas wünschen. Wir leben alle hier auf einem runden Erdball, einem "Raumschiff" , dessen Bedienung wir langsam herausfinden. Da macht es kein Sinn sich gegenseitig die Pest an den Hals zu wünschen. Und das Entmenschlichen anderer Gesellschaften und Kulturen ist Sache der radikalen in den vielen Verschieden Lagern der Meinungen.

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  • Leon am 09.01.2018 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Wenn man bedenkt das jährlich bis zu 700 Milliarden fürs Militär verpulvert werden, ist das ja gar nichts.

  • Turi am 09.01.2018 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Bitter

    Bleibt zu hoffen, dass das Niveau hier bei den Kommentaren nicht das Niveau der ganzen Bevölkerung widerspiegelt. Ansonsten wäre es wirklich tragisch.

    • Barak am 09.01.2018 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Turi

      Soe meinen das Nievau des US-Präsidenten?

    • Turi am 09.01.2018 15:19 Report Diesen Beitrag melden

      @Barak

      Schauen Sie mal Ihren Kommentar genau an. Dann merken Sie, was ich meine :-)

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