Gute Zahlen

26. März 2015 09:59; Akt: 26.03.2015 10:40 Print

SBB verzichtet 2015 auf eine Preiserhöhung

Die SBB transportierte 2014 mehr Passagiere und steigerte den Gewinn um 135 Millionen. Trotz Frankenstärke will das Unternehmen die Preise für 2015 nicht erhöhen.

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Die Frankenstärke macht der SBB zu schaffen. Dennoch sollen die Preise im nächsten Jahr nicht steigen. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

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Die SBB blickt auf ein gutes Jahr zurück: Sie transportierte 2014 mehr Passagiere und Güter, die Pünktlichkeit und die Kundenzufriedenheit stiegen leicht an, und auch das Konzernergebnis legte zu. Zu schaffen macht der SBB allerdings die Frankenstärke. Die Preise sollen 2015 dennoch nicht steigen.

Sie sei 2014 gut vorangekommen, bilanzierte die SBB am Donnerstag. Die SBB habe bei Pünktlichkeit, Sicherheit und Sauberkeit zugelegt, was in der leicht gestiegenen Kundenzufriedenheit zum Ausdruck komme (+0,3 auf 75,9 Punkte).

Mehr Passagiere verpassten Anschlusszüge

Besser bewertet wurden von den Kunden gemäss SBB insbesondere Sauberkeit, Platzangebot, Preis-Leistungsverhältnis und die Kundeninformation im Störungsfall. Zur Zufriedenheit beigetragen habe auch die Ausrüstung aller Wagen im Fernverkehr mit Signalverstärkern und qualitativ hochstehendem Mobilfunkempfang.

Der Anteil der Reisenden, die pünktlich oder mit einer Verspätung von weniger als drei Minuten ihr Reiseziel erreichten, stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 87,7 Prozent. Gleichzeitig verpassten jedoch mehr Passagiere ihre Anschlusszüge: Die Gewährung der Anschlüsse ging um 0,2 auf 97,1 Prozent zurück.

Der Konzerngewinn stieg um 135 Millionen auf 373 Millionen Franken, wie der Bundesrat bereits am Mittwoch bekannt gegeben hatte. Der Anstieg sei in erster Linie auf Immobilienverkäufe zurückzuführen, schreibt die SBB dazu. Den Gewinn geschmälert habe hingegen der zusätzliche Unterhalt beim Schienennetz im Umfang von 95 Millionen Franken.

Frankenstärke als «grosse Belastung»

Eine grosse Belastung für die SBB sei die Frankenstärke, heisst es in der Medienmitteilung. Weitere Effizienzsteigerungen und strukturelle Anpassungen seien notwendig. Die SBB hatte bereits im März 2014 Einsparungen in der Höhe von 150 Millionen Franken angekündigt, dies wegen zusätzlichen Kosten für den Schienenunterhalt.

Die Kunden und Kundinnen sollen jedoch nicht stärker zur Kasse gebeten werden: Die SBB werde sich dafür einsetzen, 2015 auf Preiserhöhungen im öffentlichen Verkehr zu verzichten, heisst es im Communiqué.

Von der Frankenstärke hart betroffen seien im Güterverkehr die Nord-Süd-Achse sowie die Transporte im Import/Export. Die SBB stehe mit den Sozialpartnern im Dialog für weitere Massnahmen zur Stabilisierung der Pensionskasse. Dies sei unter anderem wegen der Frankenstärke und der Negativzinsen sehr anspruchsvoll.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ndh. am 26.03.2015 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Super!!!

    und dann nächstes Jahr dafür die Preiserhöhung um das doppelte erhöhen. ;)

  • Schweizer Bürger am 26.03.2015 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlen

    Grund dafür sind die Wahlen im Oktober. Nächstes Jahr wird dann doppelt erhöht. Ich lasse mich nicht täuschen und wähle ganz klar nicht rot und grün.

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  • SBBBBB am 26.03.2015 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Cooool!

    Finde ich schön, aber das Jahr geht noch lange! Also abwarten und ende Jahr nochmals berichten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nadja B. am 27.03.2015 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sbb... bin doch nicht blöd

    das glaube ich erst wenn es soweit ist....

  • seraina am 27.03.2015 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht nachdenken

    Gestern kamm ich nach einem Flug nachhause. Fuhr um 22.32 vom flughafen richtung zürich hb und nahm dort die s3. sogar um diese zeit schaffte es die sbb nicht pünktlich zu sein. Der Zug hatte nach Spreitenbach fast 15 min. verspätung. Die S3 ist eine zumutung, fährt nur 1 mal pro stunde und hat wegen den schnellzügen immer verspätung!! die sbb sollte endlich dieses problem in den griff bekommen und vorher gaaaaar nicht über eine preiserhöhung nachdenken!!

  • .. am 27.03.2015 10:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das stimmt nicht

    eine monats abo von hochdorf nach Luzern kostete 2014 102.- im januar 2015 war es plözlich 114.- Als Lehrling merkt man so was also sollten sie nicht behaupten das es keine erhöhung gab!!!

    • Hinz Kunz am 27.03.2015 10:48 Report Diesen Beitrag melden

      das stimmt wohl

      Die Preiserhöhungen sind jeweils bei Fahrplanwechsel mitte Dezember. Also war die Preiserhöhung 2014 irgendwo so um den 10.-15. Dezember 2014. Deshalb war dein Abo im Januar teurer. Der Artikel bezieht sich auf die entsprechende Erhöhung (oder eben nicht) im Dezember 2015.

    • Hans Osterwalder am 27.03.2015 11:50 Report Diesen Beitrag melden

      Die Preise bestimmt nicht die SBB

      Die Preiserhöhung hat nicht die SBB bestimmt, sondern der Tarifverbund Passepartout. Durch die Zusammenlegung von Zonen wurden gewisse Strecken günstiger, andere teurer. Die SBB führt in Namen des Passepartout die Fahrten aus, wie viel sie kosten entscheidet aber ganz alleine der Passepartout, welcher unter anderem auch von den Kantonen LU, OW und NW geführt wird. Die SBB kann nur auf nationalen Strecken die Preise selbst bestimmen, nicht aber in den Verkehrsverbunden. In diesen gelten für alle Transportunternehmen die gleichen Preise, ob SBB, SOB, VBL, Rontal, etc.

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  • Bähnli am 27.03.2015 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sooo nettt

    Danke vielmal sbb

  • ich wars am 27.03.2015 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    wieso auch....

    ..schliesslich fahren auch mehr Leute mit der Bahn das gibt ja schon Mehreinnahmen....