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18. Januar 2013 10:40; Akt: 18.01.2013 10:41 Print

Commerzbank will rund 6000 Stellen streichen

Die deutsche Commerzbank steht vor einem radikalen Stellenabbau, wie Medien berichten. Die Bank selber gibt sich bedeckt und will die Berichte nicht kommentieren.

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Die Streichung von 6000 Stellen entspräche rund 18 Prozent der deutschen Belegschaft. Konzernweit wären es rund zehn Prozent. (Bild: Keystone)

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Die deutsche Commerzbank will nach mehreren Medienberichten Tausende Stellen streichen. Bei den anstehenden Gesprächen mit Arbeitnehmervertretern im Februar will das Finanzinstitut demnach einen Abbau von 6000 Stellen vorschlagen.

Dies berichtete das «Wall Street Journal» am Donnerstag unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Streichung von 6000 Stellen entspräche rund 18 Prozent der deutschen Belegschaft. Konzernweit wären es rund zehn Prozent.

Laut «Frankfurter Allgemeiner Zeitung» vom Freitag will die Commerzbank im deutschen Geschäft 10 bis 15 Prozent der Belegschaft abbauen. Allerdings handle es sich dabei nur um eine vorläufige Grössenordnung, bevor im Februar die Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen würden, hiess es.

Commerzbank schweigt

Nach Informationen aus Finanzkreisen gibt es in den Verhandlungen noch zahlreiche Stellschrauben, die zu einem geringeren Stellenabbau führen könnten. Die Commerzbank wollte die Berichte zunächst nicht kommentieren. Die Zahl von 6000 bedrohten Arbeitsplätzen hatte im September bereits «Die Zeit» genannt.

Auch damals hatte die Bank sich nicht geäussert. Die Commerzbank baut ihr Privatkunden-Geschäft um. Die Kosten sollen bis 2016 um eine Milliarde Euro sinken. Klar ist, dass es zu einem Stellenabbau unter den 56'000 Mitarbeitern kommen wird. Bisher hielt sich das Geldhaus dazu jedoch sehr bedeckt.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Meiser am 18.01.2013 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!!!

    bravo!!!

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  • Harry am 18.01.2013 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld

    Wenn die deutsche Regierung das mitmacht, selber Schuld. Erst kassiert die Commerzbank 18 Milliarden Steuergelder aus dem Rettungsschirm und nun wollen sie 6000 Leute einer "Anschlussverwertung" zuführen? Dem Staat gehören 25 Prozent der Commerzbank und dann machen die da mit? Das Geld gehört sofort zurückgefordert!

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  • Fredy Kramer am 18.01.2013 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Lohndumping bei Banken

    Diese Banker sollen sich sofort bei unseren Banken melden. Wir brauchen dringenst billigere Banker um unsere Banken wieder Profitabel zu machen. Teure Schweizer Banker raus und durch billige deutsche Banker ersetzen, da diese dazu noch viel besser ausgebildet sind. Endlich fängt es auch in diesem Sektor an, dass die Löhne gedrückt werden. Viele Banken praktizieren dies schon länger.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pensionierter Bankangestellter am 19.01.2013 01:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stellenabbau geht weiter

    Der Stellenabbau in der Schweiz ist schon lange im Gange und wird noch zahlreiche Opfer fordern. Betroffen sind viele Mitarbeiter in tiefen Positionen. Die Manager werden kaum ihre Positionen bei einem Abbau in Frage stellen, ausser unbeliebte Konkurrenz los zu werden. Die Ertragslage der Banken haben sich kontinuierlich verschlechtert, sei es der Margenkrieg im Zinsdifferenzengeschäft oder gesunkene Erträge in der Vermögensverwaltung. Hoffen wir, dass es keine Immobilienkrise gibt, ansonsten gibt es einen weiteren Kahlschlag unter den Banken. Schadenfreude ist hier wirklich nicht angebracht.

    • Supermario am 21.01.2013 12:27 Report Diesen Beitrag melden

      Voll getroffen

      Dem ist nur wenig hinzuzufügen, ausser dass Du vermutlich noch mit einem Umwandlungssatz fährst, von welchem ich in 10 Jahren nur noch träumen kann!

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  • Harry am 18.01.2013 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld

    Wenn die deutsche Regierung das mitmacht, selber Schuld. Erst kassiert die Commerzbank 18 Milliarden Steuergelder aus dem Rettungsschirm und nun wollen sie 6000 Leute einer "Anschlussverwertung" zuführen? Dem Staat gehören 25 Prozent der Commerzbank und dann machen die da mit? Das Geld gehört sofort zurückgefordert!

    • Supermario am 21.01.2013 12:25 Report Diesen Beitrag melden

      Warum...

      Warum bietet "der Staat" dann den überflüssen 6000 nicht einen alternativen Job an; das wäre ja dann die ultimative Rettungsaktion? Oder glaubst du im Ernst - trotz dem Zuschuss aus dem Steuertopf - dass die Commerz langfristig überschüssige MA durchfüttern kann. Auch hier lieber ein Teil abbauen als zum Schluss alles liquidieren!

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  • Martial Callair am 18.01.2013 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Chacun son tour...

    Ich glaube, dass es nur der Anfang ist. Die Banken im allgemein hatten auch schon bessere Zeiten!

    • Supermario am 21.01.2013 12:23 Report Diesen Beitrag melden

      Ja; vor 15 Jahren!

      Schnellmerker! Glaubst Du wirklich, dass überbordende Regulierung und beinahe täglich Zerriss in den Medien nur für 5 Rappen Vertrauen impliziert. Dass dieser Trend allerdings schon 5 Jahre global und 15 Jahre hierzulande anhält ist nun wirklich nichts Neues

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  • Hans Meiser am 18.01.2013 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!!!

    bravo!!!

    • F.M. am 18.01.2013 16:36 Report Diesen Beitrag melden

      Genau finde ich auch.

      Es lebe die freie Marktwirtschaft!

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  • Tribun am 18.01.2013 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bonirettung

    Ich sage nur: Bonisicherung auf dem Rücken der Arbeitnehmer!!

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