Finanzstabilität

01. November 2012 23:55; Akt: 01.11.2012 23:55 Print

Diese Banken sind gefährlich

Im Auftrag der G20-Staaten wurde eine Liste systemrelevanter Banken erstellt. Vier Banken können für das Finanzsystem demnach besonders gefährlich werden.

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Der Finanzstabilitätsrat (FSB) hat am Donnerstagabend im Auftrag der G20-Staaten die aktualisierte Liste der systemrelevanten Banken veröffentlicht. Besonders gefährlich für das Finanzsystem sind demnach Citigroup, Deutsche Bank, HSBC und JP Morgan Chase.

Der FSB machte erstmals öffentlich, in welche «Körbe» die Institute derzeit eingestuft werden. Grundlage der «Systemrelevanz» sind Kriterien wie Grösse und Vernetztheit im internationalen Finanzsystem. Danach teilen die Aufseher die Banken in vier Gruppen ein, die unterschiedlich hohe Kapitalpolster brauchen.

Die vier Banken in der zweithöchsten Kategorie (die allerhöchste ist nicht belegt) müssen von 2016 an einen zusätzlichen Eigenkapitalpuffer von 2,5 Prozent aufbauen. Barclays und BNP Paribas rangieren in der dritthöchsten Kategorie, in die vor einem Jahr offenbar auch noch die Deutsche Bank einsortiert worden war.

Reine Investmentbanken wie Goldman Sachs im vierten Korb müssen nur 1,5 Prozent mehr Kapital aufbringen. Das gilt auch für die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse, die aber jetzt schon höhere Kapitalforderungen der Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) erfüllen müssen.

28 Banken global systemrelevant

Die Liste wird bis 2014 aktualisiert, die aktuelle Rangfolge basiert auf Daten von Ende 2011. Insgesamt stuft der FSB mit Sitz in Basel 28 Banken als global systemrelevant ein. Neu auf der Liste sind die spanische BBVA und die britische Standard Chartered.

Nicht mehr dazu zählt neben der britischen Lloyds Bank und der zerschlagenen belgisch-französischen Dexia die deutsche Commerzbank, die ihre Bilanzsumme und die Risiken stark reduziert hat. Letztere gilt aber als «national systemrelevant».

Als Lehre aus der Finanzkrise müssen alle Grossbanken in den kommenden Jahren ein Kapitalpolster von sieben Prozent ihrer Bilanzrisiken aufbauen, die systemrelevanten Banken noch mehr. Die Liste soll auch Thema beim G20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs am Sonntag und Montag in Mexiko-Stadt sein.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • berni am 03.11.2012 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    was ist denn sicherer?

    glaube keiner statistik die du nicht selber gemacht oder gefälscht hast! das ganze finanzsystem kollabiert, da bringt dieser dümmliche bericht wohl kaum licht in den finanzdschungel. allemal ist es aber interessant, wie es seit vielen jahren immer wieder gelingt, durch konkrete und genehmigte angstmache das volk einzuschüchtern. nie geht das ohne drohungen "wenn dann" ab. darum: lernt wieder, zu geniessen und jeden moment zu nehmen wie er eben ist! raus aus der komfortzone!!!

  • Castor Jones am 02.11.2012 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    und die CH banken?

    UBS und Cs sind dagegen die besten und sichere der Welt oder?

  • tinu am 02.11.2012 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    ..und wieder

    ...schlüpft die Goldman Sachs mit dem geringsten Kapitalpuffer.

  • sascha am 02.11.2012 08:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alles gelogen

    ist doch nur alles schein und trug um die leute zu teuschen. die banken und der staat müssen entlich an die realwirtschaft gekopelt werden. damit sie nur provitieren wenn es auch die bevölkerung tut.

    • EddietheEagle am 02.11.2012 08:34 Report Diesen Beitrag melden

      Meine Meinung

      Genau! Und "profitieren" muss zukünftig unbedingt mit "v" geschrieben werden, sonst ist die Welt eh am Allerwertesten!

    • huynh luan am 02.11.2012 08:41 Report Diesen Beitrag melden

      genau so

      das einzig ware. alles andere sind sand-in-die-augen-streuereien der reichen und mächtigen in die augen derer, die sie nun seit jahren aussaugen und lügend berügen. (keine zinsen mehr bezahlen, laufend gebühren erhöhen oder neue einführen und zu guter letzt alles mit steuergeldern refinanzieren, wenn es anders nicht mehr geht)

    • Graf Orto Von Grafik am 03.11.2012 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Gekopuliert

      Originelle Rechtschreibung, gefällt mir. Lautet der Wortstamm von "gekoppelt" kopulieren?

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  • Guschti am 02.11.2012 05:54 Report Diesen Beitrag melden

    der Mensch tut es...

    Sind es die Banken wirklich? Ich denke eher dass es die skrupellosen Manager dieser und anderer Institute sind die für Gewinn alles tun. Sogar einen Staat den sie zu ruinieren drohen und deren Leute die sie ausnutzen um Hilfe bitten. Es sind die Menschen die auch in der Wirtschaft ungebührliches Verhalten um des eigenen Ego willens an den Tag legen. Leider ist gegen infames Tun und arbeitnehemerverachtendes Verhalten weder in der Wirtschaft noch in der Politik ein Gegenmittel vorhanden. Das ist das traurige and er Geschichte.

    • kris kris am 02.11.2012 08:37 Report Diesen Beitrag melden

      es ist der mensch, aber auch die banken

      der unterschied zu den banken ist nur, dass sie das ganze finanzsystem und somit die ganze weltwirtschaft massiv in schwierigkeiten bringen können. werden hier die leitplanken enger gesetzt, müssen die besagten manager auch anders wirtschaften (oder sich neue möglichkeiten zur ausnutzung von systemlücken suchen).

    • moneyboy am 02.11.2012 08:42 Report Diesen Beitrag melden

      geld?

      ich denke geld macht das aus den menschen.. vielleicht müssten wir mal lernen ohne geld zu leben...

    • Kirk am 02.11.2012 08:48 Report Diesen Beitrag melden

      absolut korrekt, Guschti.

      Meine Rede!

    • beni am 03.11.2012 14:21 Report Diesen Beitrag melden

      nein kirk, es ist von guschti

      es ist die rede von guschti. oder willst du immer nur erben, wie immer? dann ist dieser finanzvericht genau für dich gemacht... hahaha!

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