Fiskalquote

25. Oktober 2012 14:15; Akt: 25.10.2012 14:15 Print

Die Schweiz bleibt ein Steuerparadies

Im internationalen Vergleich weist die Schweiz weiterhin eine tiefe Steuerbelastung auf. Von den OECD-Ländern haben nur Japan, Irland und die USA eine tiefere Fiskalquote.

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Alle jammern über zu hohe Steuern, doch im internationalen Vergleich ist die Schweiz ein Steuerparadies.

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Die Fiskalquote der öffentlichen Haushalte der Schweiz ist im vergangenen Jahr zwar leicht angestiegen. Im internationalen Vergleich bleibt sie aber tief. Die Fiskalquote umfasst sämtliche Steuern sowie die Beiträge an die Sozialversicherungen und stellt diese im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt (BIP) dar. Seit dem Jahr 2000 liegt die Quote jeweils etwas unterhalb von 30 Prozent des nominalen BIP.

Im Jahr 2011 beträgt die Quote voraussichtlich 28,5 Prozent, wie die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) am Mittwoch mitteilte. Damit stieg sie gegenüber 2010 um 0,5 Prozentpunkte. Die Zunahme ist laut der EFV zum einen auf die Zunahme der Einnahmen bei den öffentlichen Sozialversicherungen wegen höherer Beiträge an die Arbeitslosenversicherung und die Erwerbsersatzordnung zurückzuführen.

Schweiz auf Platz 4

Zum anderen liess das Wachstum der Steuereinnahmen des Bundes die Fiskalquote ansteigen. Beim Bund und den Kantonen ist die Quote gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, während sie bei den Gemeinden unverändert geblieben ist. Die Quote der öffentlichen Sozialversicherungen hat um 0,3 Prozentpunkte zugenommen.

Im internationalen Vergleich weist die Schweiz weiterhin eine tiefe Steuerbelastung auf: Die Schweizer Fiskalquote liegt nach wie vor unter dem OECD-Durchschnitt von 33,8 Prozent. Wie bereits im Vorjahr haben nur Japan, Irland und die USA tiefere Fiskalquoten. Am oberen Ende der Skala liegen Dänemark mit 48,1 Prozent und Schweden mit 44,5 Prozent.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • vreneli am 24.10.2012 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    stimmt nicht

    in anderen ländern sind die steuern zwar höher, doch bitte vergesst nicht immer das dort eben die ahv/iv und krankenkassen etc inbegriffen sind. würde man das in der schweiz alles dazu zählen wären wir bei weitem kein steuerparadies mehr.

  • Olaf am 24.10.2012 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Muss uns das kratzen? Mich kratzt es nicht. Wir sind halt besser. Ist wie bei tiefen Preisen. Man muss halt um Kunden kämpfen. Wenn die EU was gegen die Schweiz bieten kann dann soll sie das tun und nicht rumjammern und drohen.

  • Peter am 24.10.2012 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gugus

    Wieso nicht überall in der Schweiz und für JEDEN gleiche Steuern ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hanna Weber am 24.10.2012 23:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lucie

    Wäre interessant zu wissen, welcher kanton damit gemeint war und ob all die lohnabzüge auch eingerechnet sind und ob die vermögenssteuer vergessen wurde Ich komm gut auf 40 %

  • Peter am 24.10.2012 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gugus

    Wieso nicht überall in der Schweiz und für JEDEN gleiche Steuern ?

  • Maxi am 24.10.2012 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Von wegen

    Dafür sind die Lebensunterhaltskosten extrem teuer. Und so ein Steuerparadies ist die Schweiz nun auch nicht.

  • vreneli am 24.10.2012 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    stimmt nicht

    in anderen ländern sind die steuern zwar höher, doch bitte vergesst nicht immer das dort eben die ahv/iv und krankenkassen etc inbegriffen sind. würde man das in der schweiz alles dazu zählen wären wir bei weitem kein steuerparadies mehr.

  • The Future am 24.10.2012 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    Überrissenes Selbstbild

    Die Überraschung bei diesen Zahlen ist nicht die Qoute der Schweiz, sondern der vergleichsweise geringe Abstand zu den Ländern mit der höchsten Quote. Diese Länder bieten dazu für Familien mit Kindern optimale Lebensbedingungen. Alleinerziehende Mütter müssen dort nicht zum Sozialamt. Rechtspopulisten bei uns ist das Egal. Der eigene Profit zählt mehr als die Investition in unsere Jugend.