Ostern

16. März 2010 22:53; Akt: 16.03.2010 23:03 Print

Schwerstarbeit  für die Schweizer HühnerSchwerstarbeit für die Schweizer Hühner

von Elisabeth Rizzi - Vor Ostern nehmen die Eierverkäufe sprunghaft zu. Bevor alte Hennen in die Suppe wandern, müssen sie darum noch einmal Höchstleistungen bringen.

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Die Nachfrage nach gefärbten Freilandeiern mit Perlglanz steigt. (AP)

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Nicht nur Schokoladehasen werden jetzt in rauen Mengen verzehrt, sondern auch Eier. Mehr als das Doppelte des normalen Wochenumsatzes erreichen die Eierverkäufe bei der Migros vor Ostern. Das Frühlingsfest generiert für den orangen Riesen 20 Prozent des jährlichen Eierabsatzes von rund 270 Millionen Stück. Immer gefragter sind die gefärbten Freilandeier mit Perlglanz. Auch bei Coop nimmt der Eiererlös gegenwärtig sprunghaft zu. Im Trend sind hier vor allem Bioeier.

«Um die Nachfrageschwankungen vor Ostern aufzufangen, werden die Hühnerkapazitäten in den Ställen jeweils gezielt auf das Fest ausgerichtet», erklärt Oswald Burch, Geschäftsführer vom Verband Gallosuisse. Sprich: Erst danach werden die älteren Hennen geschlachtet und zu Hühnerbouillon verarbeitet. Ostern ist allerdings nur einer von zwei Höhepunkten im Jahr. «Weihnachten ist für uns wegen der Guetzlizeit und den Festessen bedeutender», so Burch.

Der Eierkonsum hat in den letzten Jahren generell zugenommen. «Speziell 2009 gab es einen starken Anstieg», sagt ­Migros-Sprecherin Nathalie ­Eggen. 2009 wurden hierzulande eine Milliarde Eier verzehrt, rund 70 Prozent davon wurden von Schweizer Hennen gelegt. Die Eierproduzenten profitieren allerdings nicht vom Nachfrageanstieg. Anders als etwa beim Öl kletterten die Eierpreise nicht.

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