Investoren-Legende

18. April 2012 04:24; Akt: 18.04.2012 11:01 Print

Warren Buffett hat Prostata-Krebs

Der amerikanische Multimilliardär Warren Buffett hat seine Anteilseigner über eine Krebsdiagnose informiert. Gleichzeitig versucht er zu beschwichtigen: Er sei bei «exzellenter Gesundheit».

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Die US-Investorenlegende Warren Buffett leidet an Prostatakrebs. Der 81-jährige Multimilliardär teilte am Dienstag den Anteilseignern seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway in einem offenen Brief mit, dass er die Diagnose am 11. April erhalten habe. Der Krebs sei in einem sehr frühen Stadium und sein Zustand sei «nicht im Entferntesten lebensgefährlich» und schwäche ihn auch nicht. Er habe sich mit seinen Ärzten auf einen zweimonatigen Behandlungsplan geeinigt, mit dem Mitte Juli begonnen werden soll.

«Ich fühle mich grossartig - als ob ich bei meiner normalen exzellenten Gesundheit wäre», schrieb Buffett. «Und mein Energieniveau liegt bei 100 Prozent. Ich habe den Krebs entdeckt, weil mein PSA-Wert (ein Indikator, den meine Ärzte seit vielen Jahren regelmässig checken) vor kurzem in die Höhe geschnellt ist, und eine Biopsie angebracht erschien.»

Nachfolger gefunden

Buffetts Anteil an Berkshire Hathaway war mit Stand Dienstag bei Börsenschluss 44,6 Milliarden Dollar (mehr als 34 Milliarden Euro) wert. Buffett hatte den Aktionären im Februar mitgeteilt, dass ein Nachfolger für ihn gefunden worden sei. Der Vorstand sei von dem ausgewählten Manager begeistert. Zudem habe er noch zwei alternative Kandidaten für den Vorstandsvorsitz in der Hinterhand. Namen nannte er keine, betonte aber zugleich, dass er noch nicht die Absicht habe zurückzutreten.

Der Rücktritt seines ehemaligen Mitarbeiters und Kronprinzen David Sokol habe keine Rolle bei der Wahl des Vorstands gespielt, erklärte Buffett im Februar. Sokol hatte Berkshire im vergangenen Jahr verlassen. Der ehemalige MidAmerican-Energy-Vorstandschef hatte in einen Chemiekonzern investiert und Berkshire dann den Kauf der Firma empfohlen.

Gelassene Reaktionen

Die Aktionäre nahmen die Nachricht von Buffetts Erkrankung gelassen auf. Jeff Matthews, Autor von «Warren Buffett: Auf Pilgerfahrt zum Orakel von Omaha» und Berkshire-Aktionär, sagte, er gerate nicht in Panik und glaube auch nicht, dass andere Anteilseigner dies tun würden. «Meiner Meinung nach werden 99,9 Prozent von Berkshires Investoren die Pressemitteilung lesen und Buffetts Erklärung für bare Münze nehmen», sagte er. «Ich glaube nicht, dass das irgendetwas ändert.»

Krebsexperten erklärten, Buffett habe gute Chancen, da seine Ärzte die Krankheit frühzeitig entdeckt hätten. «Die Wahrscheinlichkeit, dass Herr Buffett in den nächsten zehn Jahren an Prostatakrebs stirbt, dürfte bei zwei bis drei Prozent liegen, die Prognose ist also gut», sagte Ralph de Vere White vom Krebszentrum an der Universität von Kalifornien.

(dapd)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 18.04.2012 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    viertel so schlimm

    JEDER Mann hat oder wird Prostatakrebs haben. Ist nur eine Frage der Zeit. Die einen früher, die anderen später. Die einen sterben noch vor der Diagnose. Aber es erwischt JEDEN. Aber es ist wie unten "fredu" sagt, alles halb so schlimm. und Krebs ist nicht gleich Krebs. Bei Lungenkrebs = aua - ein paar Monate. Prostata 99.9 % Heilung

  • Hans Meyer am 18.04.2012 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Hilflos wie dreijährige Kinder!

    Unispital Zürich - Diagnose Prosatakrbs- die sind dort hilflos wie dreijährige Kinder die Herren Professoren. Besipiel Speiserörhrenkrebs: Bei Diagnose ist der Patient in 3-4 Monaten tot und dies mit 100% Sicherheit. Einzig im Rechnnungen schreiben verdienen die Herren ihren Titel!

  • Thomas am 18.04.2012 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Interessante Auffassung

    "Exzellente Gesundheit" und "Krebs" schliessen sich gegenseitig aus. Sein Energielevel mag im Moment noch bei seinen 100% sein aber das wird bald nicht mehr der Fall sein, sofern er sich von Schulmedizinern behandeln lässt, was anzunehmen ist. Mal nebenbei gefragt, warum sollte seine Erkrankung eigentlich erwähnenswert sein?

    • fredu am 18.04.2012 08:43 Report Diesen Beitrag melden

      Blödsinn

      Prostatakrebs im Frühstadium entdeckt ist nicht lebenbedrohlich und schränkt das leben auch in keiner weise ein!

    • Silver am 18.04.2012 09:03 Report Diesen Beitrag melden

      Schon interessant...

      Was gegen die Schulmedizin? Sollte er bei Prostatakrebs, der übrigens eine sehr gute Heilungschance hat bei Früherkennung und entsprechender Behandlung, lieber irgendwelche Chügeli nehmen oder sich im Appenzellischen die Hand auflegen lassen? Zudem ist er bereits 81 Jahre alt und wird wohl vor dem Prostatakrebstod eines anderen, natürlichen Todes sterben. Und bei einem Wert von rund 180'000'000'000 CHF (B-H) ist es schon interessant, wenn der Hauptanteilseigner erkrankt. Diese Summe entspricht in etwa dem dreifachen der CH-Bundeseinnahmen 2012.

    • Ted B. am 18.04.2012 09:34 Report Diesen Beitrag melden

      "Energielevel" so ein "seich"

      Jeder Mann bekommt Prostatakrebs wenn er nur lange genug lebt.

    • mike am 18.04.2012 09:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @thomas

      wieso man das erwâhnt? weil er von x-mal höheren öffentlichem interesse ist als ein thomas aus der schweiz

    • Jamc am 18.04.2012 10:48 Report Diesen Beitrag melden

      @ Thomas

      Weil er etwa der erfolgreichster Investor aller Zeiten ist ? ... Gute Besserung, Hr Buffett !

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