Drohendes Aus

12. November 2012 08:50; Akt: 12.11.2012 11:30 Print

SAS kündet radikalen Sparplan an

Mit Stellenabbau, dem Verkauf von Aktivitäten und neuen Krediten will die defizitäre skandinavische Fluggesellschaft SAS ihre Verluste reduzieren.

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SAS will viele Stellen in der Verwaltung streichen. (Bild: Keystone)

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Die angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft SAS will mit einem radikalen Sparplan das drohende Aus abwenden. Renten und Gehälter sollen gekürzt und 800 Arbeitsplätze gestrichen werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit sollen Kosten in Höhe von drei Milliarden schwedischen Kronen (knapp 350 Millionen Euro) eingespart werden. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben von der schwedischen Regierung und mehreren Grossbanken Kreditzusagen über 3,5 Milliarden Kronen erhalten, unter der Bedingung, dass es zu einer Einigung mit den Gewerkschaften kommt.

«Wir verlangen viel, aber es gibt keinen anderen Weg», sagte SAS-Chef Rickard Gustafson am Firmensitz in Stockholm. «Dies ist wirklich unser letzter Aufruf, wenn es in Zukunft eine SAS geben soll.» Geplant sei auch der Verkauf der Regionalfluglinie Wideröe und weiterer Geschäftsbereiche.

SAS kündigte den Sparplan bei der Vorstellung der Quartalszahlen an. Demnach verdoppelte sich der Nettogewinn der teilstaatlichen Fluggesellschaft auf 434 Millionen Kronen. Der Umsatz legte um fünf Prozent auf 11,1 Milliarden Kronen zu.

(dapd)