PC-Geschäft lahmt

15. Oktober 2012 12:06; Akt: 15.10.2012 17:39 Print

HP baut in der Schweiz rund 230 Jobs ab

Der Stellenkahlschlag beim Computerhersteller HP trifft auch die Schweiz: Hierzulande baut der Konzern 10 Prozent der Jobs ab. HP betreibt von Zürich und Genf aus auch die Zentrale für Europa, den Mittleren Osten und Afrika.

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Das Geschäft von HP schrumpft, weil Smartphones und Tablet-Computer dem traditionellen PC Konkurrenz machen. (Bild: Keystone)

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Beim Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) fallen einem gross angelegten weltweiten Personalabbau in der Schweiz 232 Stellen zum Opfer. Dies entspricht etwa 10 Prozent der HP-Stellen, die der Weltmarktführer hierzulande unterhält.

Der US-Konzern betreibt von Zürich und Genf aus sowohl sein Schweizer Geschäft als auch die Zentrale für die Geschäftstätigkeiten in Europa, im Mittleren Osten und Afrika. Der Abbau soll zwei Jahre bis Ende Oktober 2014 dauern, wie die Nachrichtenagentur SDA am Montag auf Anfrage erfuhr.

Personal am Freitag informiert

Die Mitarbeiter von HP in der Schweiz seien am vergangenen Freitag informiert worden. Auch mit Behörden, Kunden und Geschäftspartnern hat HP über die Abbaupläne gesprochen.

HP in der Schweiz habe «Massnahmen definiert, um die Auswirkungen zu vermindern», sagte ein Sprecher. Den Abbau von rund 10 Prozent der Stellen könne HP in der Schweiz voraussichtlich zu einem bedeutenden Teil über natürliche Fluktuationen bewerkstelligen, hiess es weiter.

Der HP-Konzern hatte schon im Mai über Personalabbau informiert. Nach heutigem Stand will der Gigant mit weltweit 350 000 Mitarbeitern bis Ende 2014 insgesamt 29 000 Stellen streichen. Die seit September 2011 amtierende Konzernchefin Meg Whitman will 3 bis 3,5 Mrd. Dollar im Jahr einsparen.

Smartphones lassen Geschäft einbrechen

HP kämpft seit längerem mit Problemen. Das Geschäft schrumpft unter anderem deswegen, weil Smartphones und Tablet-Computer dem traditionellen PC Konkurrenz machen. Bauchschmerzen bereitet HP auch der chinesische Mitbewerber Lenovo, der HP möglicherweise bald als weltweite Nummer eins verdrängen wird.

(sda)